Alle Artikel mit dem Schlagwort: Mord

Zeit der Angst von Christoffer Carlsson. Cover: Randomhouse, Bertelsmann

Krimi „Zeit der Angst“: Tote Huren und brutale Polizisten

Der Schwede Christoffer Carlsson hat das letzte Puzzle seines zerrütteten Ermittlers Leo Junker veröffentlicht Im schwedischen Krimi „Zeit der Angst“ taucht beim Stockholmer Kripo-Ermittler Leo Junker ein Geist aus seiner Vergangenheit auf: Sein krimineller Jugendfreund Grim bittet ihn, einen fünf Jahre alten Fall noch einmal aufzurollen – den ungeklärten Mord an der Hure Angelica Reyes. Seine Recherchen stürzen Junker in einer Labyrinth der Zweifel: Er rätselt nicht nur an den Grims Interesse an diesem alten Fall, sondern schließlich auch an der Integrität der ganzen Polizei. Dabei spielen Spitzel, Passfälscher, vermeintliche Terroristen und Polizisten mit zuviel Machtanmaßung wichtige Rollen.

Hinweis: Verdeckte Ermittlungen unter religiösen Eiferern können tödliche Nebenwirkungen haben - auch für Polizistin Camille Delaunay (Erika Sainte). Foto: Edel:Motion

DVD-Box „Die purpurnen Flüsse“: Das dunkle Frankreich

Kommissar Niémans ermittelt wieder gegen alte Seilschaften 18 Jahre, nachdem erstmals Jean Reno als Kriminalist Pierre Niémans gegen eugenische Akademiker in den Alpen ermittelt hat, haben die Franzosen den ruppigen Polizisten zurück auf die Bildschirme gebracht: In der Serie „Die purpurnen Flüsse“, deren erste Staffel nun auch in Deutschland auf DVD erschienen ist, löst diesmal Olivier Marchal als Kommissar Niémans aus Paris die ganz schwierigen Fälle, in denen die Provinzpolizisten nicht weiter kommen. Ihm zur Seite recherchiert nun die junge, aber mit allen Wassern gewaschene Kriminalistin Camille Delaunay (Erika Sainte) an vorderster Front.

Jussi Adler-Olsen. Foto: Jesper Helbo, dtv

„Selfies“: Kommissar Mørck und die Keulenmorde

In Jussi Adler-Olsens neuem Krimi sind alte Rechnungen und neue Feinbilder eng verwoben In einem Park in Kopenhagen finden Passanten eine einst reiche Frau mit zertrümmertem Kopf. Kurz darauf beginnt ein Autofahrer, Jagd auf junge, selbstverliebte Stütze-Empfängerinnen zu machen. Besteht da ein Zusammenhang? In Ex-Polizeichef Marcus Jacobsen beginnt jedenfalls die Erinnerung an einen alten Fall zu nagen: Auch damals war einer Frau der Hinterkopf ganz ähnlich zertrümmert worden. Und so greift Jacobsen zum Telefon und ruft seinen Mann für die richtig alten, ungelösten Fälle an: Carl Mørck vom Sonderdezernat Q der Kopenhagener Kripo…

Mittwoch 04:45: Jazzfreund massakriert die Rumänenmafia

Griechischer Thriller über die Verstrickungen zwischen Athener Eliten und Ostblock-Gangstern „Mittwoch 04:45“, der nun in den deutschen Kinos zu sehen ist, reflektiert die kriselnde griechische Gesellschaft aus einer hier selten beachteten Perspektive: Der griechische Thriller erzählt über die dramatischen Verstrickungen mit osteuropäischen Mafiosi, in denen sich ehrgeizige Athener Geschäftsleute wie der Musikclub-Besitzer Stelios (Stelios Mainas) verfangen haben. Zunächst langsam, fast soziologisch erzählt, zeigt der Thriller den Weg eines koksenden, aber ansonsten eher braven Familienvaters zum erbarmungslosen Killer.

Gerät durch zwielichtige Schachzüge seines Widersachers selbst in Verdacht: Kiminalkommissar Lang (Friedrich Mücke). Abb.: Koch Media

„Mordkommission Berlin Eins“: Bist Du zu schwach, fressen dich die Krokodile

Auf DVD erschienen: Starker deutscher Retro-Thriller entführt uns ins aufgedrehte Berlin zwischen den Kriegen In seinem Retro-Thriller „Mordkommission Berlin Eins“ zeigt Regisseur Marvin Kren eine schillernde Reichshauptstadt zwischen den großen Kriegen, eine Stadt in trunkener Dauerfeierlaune. Ein burleskes Babel, so bunt und schillernd wie brutal und grausam. Diese Stadt ist Gewalt gewöhnt: Von hartherzigen Polizisten, die um die Wette koksen und prügeln und auf Bürgerrechte pfeifen zum Beispiel. Und von privaten Banden, zu denen auch Ringervereine wie die „Krokodile“ gehören, in denen sich alte und neue Ganoven zusammengetan haben, um Schutzgelder zu erpressen und mit Prostituierten Kasse zu machen. Doch als eines Nachts Zoo-Krokodile den jungen Staatsanwalt Barnekow zerfleischten, schreckt dies selbst diese „verdorbene“ Stadt auf.

In den Laboren der Wissenschaftler können die Besucher in Mikro- und Nanowelten eintauchen, die dem Auge sonst verborgten bleiben. Netzwerk "Dresden - Stadt der Wissenschaften"

Wissenschaftsnacht Dresden zwischen Protonen und Gummi-Euter

Unter der Devise „Nachtaktiv“ locken Forscher am 3. Juli mit Shows, Experimenten und Mord Dresden, 15. Juni 2015. Wie kann ich mit meine ganz persönliche Spaghetti-Gabel zurechtbasteln? Kann ich mich mit Geheimbotschaften gegen Schnüffler schützen? Wie entsteht eigentlich Krypto-Geld? Und: Was passiert, wenn einem schlafenden Physiker ein Apfel auf den Kopf fällt? Antworten auf diese und andere Fragen können Neugierige während der Dresdner Wissenschaftsnacht finden – am 3. Juli von 18 bis 1 Uhr. Die Forscher, Ingenieure, Erfinder und Künstler der Dresdner Hochschulen, Institute und Wissenschafts-Unternehmen haben für diesmal unter der Devise „Nachtaktiv“ über 540 Shows, Experimente, Vorträge, Führungen, Filme und andere Veranstaltungen vorbereitet.

Gleitet in Verzweiflung, ja fast Irrsinn ab: Jodie Whittaker als Dannys Mutter Beth. Foto: Studiocanal

Broadchurch auf DVD: Wer tötete Danny Latimer?

Eine ganze Stadt unter Mordverdacht – Ex-Dr. Who David Tennant ermittelt in Broadchurch Unter einer englischen Felsklippe liegt die Leiche des elfjährigen Danny Latimer – und in der Kleinstadt Broadchurch verdächtigt bald jeder jeden. Denn rasch ist klar: Das war kein freiwilliger Sprung, der Junge wurde ermordet. Der neue ruppige Chefermittler Alec Hardy (David Tennant, „Dr. Who“) und seine Kollegin Ellie Miller (Olivia Colman, „Die Eiserne Lady“, „Dr. Who“) verdächtigen schließlich jeden: Der Vater des Jungen lügt über die Todesnacht, der Pfarrer entpuppt sich als Ex-Alki, der Zeitungshändler am Pier als verurteilter Pädophiler – und da ist dann noch dieser schräge Vogel, der angeblich Botschaften von Danny aus dem Jenseits empfängt…

Der brave Nils Dickman (Stellan Skarsgård) tickt aus, als die Drogenmafia seinen Sohn tötet. Foto: Neue Visionen

Einer nach dem Anderen: Bürger des Jahres wird zur Rachedampfwalze

Köstlicher Thriller aus dem hohen Norden Der zugereiste Schwede Nils (Stellan Skarsgård) ist ein vorbildlicher Einwanderer, wie ihn die norwegischen Nachbarn lieben: Er räumt den Schnee für alle weg, wird nie laut und dafür sogar zum „Bürger des Jahres“ in der dauervereisten Kleinstadt im hohen Norden gekürt. Doch seine Ruhe schlägt um in wilden Zorn, als sein Sohn durch die Hand einer Drogendealer-Bande stirbt. Mit der Akribie eine Schneepflugs rächt er sich, tötet still und heimlich einen Gangster nach dem anderen. Deren Boss, der Graf (Pål Sverre Valheim Hagen) wird aus dem großen Sterben seiner „Angestellten“ nicht schlau – und beginnt irrtümlich einen Bandenkrieg mit der serbischen Konkurrenz um Papa (Bruno Ganz).

Abb.: Carl's Books

Krimi „Heldenfabrik“: Ein Philosoph gegen Pharmakonzerne, Söldner und Spione

Auftakt für neue Thriller-Reihe von Christian von Ditfurth Ein Killerkommando stürmt mitten in der Nacht eine Aufsichtsrats-Sitzung der Berliner Chemiefirma „BBC“, metzelt systematisch alle Anwesenden nieder, bindet die Konzernbosse zu einem Menschenrad zusammen und verankert sie auf der Spree. Eine harte Nuss für Hauptkommissar Eugen de Bodt, der eben erst in die Hauptstadt versetzt wurde, um die Mordkommission zu leiten. Hatten die zwei abwesenden Aufsichtsräte von „BBC“ etwa Söldner engagiert, um die Führung des Unternehmens zu übernehmen? Haben Geheimdienste ihre Hand im Spiel, die de Bodts Ermittlungen ganz offensichtlich ständig zu behindern versuchen? Oder steckt ein konkurrierender Pharma-Riese dahinter?

Das Amtsgericht Leipzig wurde zum Ziel von Randalierern. Foto: SJuM

Gewalt eskaliert in Leipzig: Angriff auf Amtsgericht

Anscheinend sehen „Antifas“ toten Flüchtling als Opfer von Pegida Dresden/Leipzig, 16. Januar 2015. Die ideellen Gräben, die „Pegida“ innerhalb der sächsischen Bürgerschaft offenbart hat, sind in offene Gewalt gemündet: Offenbar hat sich zumindest ein Teil der sogenannten „Antifa“ (Selbstbezeichnung, steht für „Antifaschisten“) nach dem gewaltsamen Tod von Khaled Idris Bahray am Dienstag darauf festgelegt, dass der Asylbewerber durch Pegida-Anhänger ermordet wurde. Randalierer griffen daraufhin gestern Abend in der Leipziger Innenstadt an.

Mit der Patina der guten alten Zeit gefiltert: Saoirse Ronan bäckt als junge Konditorin Agatha Ausbruchwerkzeug in die Törtschen ein. Foto: Fox

DVD „Grand Budapest Hotel“: Zurück in die kultivierten, gierigen alten Zeiten

Wundervolle Tragikkomödie wurde teils in Dresden und Görlitz gedreht Seufz-Seufz: Ja einst, vor langer, langer Zeit, da gab es in deutschen Landen noch kultivierte Hotels, in denen man gepflegte Konversation betrieb und im Luxus des Habsburger-Imperiums – pardon: des zubrowkischen Empires – schwelgte. In denen Pagen die Wünsche der Gäste erfüllten, noch bevor die sich ihres Wunsches überhaupt bewusst waren. In denen Chef-Concierges noch auch dem Stegreif Lyrik rezitierten, reiche Witwen befriedigten und raffinierte Kunstdiebstähle ausheckten… Pardon? Passt das ins Bild? Wohl nur in Wes Andersons „Grand Budapest Hotel“, einer grotesk-wunderbaren filmischen Reminiszenz an vergangene zivilisierte Zeiten, die nun fürs Heimkino verfügbar ist.

Foto: Edel

„Die Brücke II“: Düstere Seuchen-Krimiserie aus Skandinavien

Ökoterror, Pest, Konzerne und alte Dämonen Ein Seefrachter kracht führelos gegen die Öresund-Brücke zwischen Dänemark und Schweden. Als die Polizei das Schiff durchsucht, steckt es voller entführter Jugendlicher – die kurz darauf an der längst ausgerottet geglaubten Lungenpest. Und bald häufen sich Biowaffen-Terroranschläge, zu denen sich in Internet-Videos eine tierköpfige Gruppe von Öko-Aktivisten bekennt. Oder legt da jemand falsche Fährten? Weil alles an der Grenzbrücke begann, übernimmt ein gemischt dänisch-schwedisches Polizeiteam die vertrackten Ermittlungen. An der Spitze die soziopathische Saga Norén (Sofia Helin) und Martin Rohde (Kim Bodnia), die wir schon aus der ersten Staffel der TV-Serie „Die Brücke“ kennen – und die von ihren ganz eigenen finsteren Dämonen aus der Vergangenheit gejagt werden.

Die bösen Black-Metal-Vampire sind bestürzt: Diesmal haben sie wirklich einen umgelegt. Foto: Tiberius

DVD „Happy Metal“: Französisches Schwarzmetall zum Erdbeerfest

Komödie nimmt Bürgerschreckerei auf die Schippe Die „Dread MaKabés“ machen auf furchtbar böser Bürgerschreck, schreien auf der Bühne mit weitaufgerissenen Augen, spritzen mit Kunstblut herum. Doch unter der harten Schalte wabert bei den französischen Blackmetal-Musikern ein Puddingkern, den es nach Familienleben, Auftritten im Kindergarten und Sozialversicherung dürstet. Ein letztes Mal will die Combo auf dem legendären Metal-Festival „Hell“ auftreten – doch auf der Fahrt im geborgten Chinarestaurant-Lieferwagen geht alles schief: Ein Deko-Sarg der Band erschlägt einen Rotlicht-Kneipier, die scharfe Provinz-Polizistin Martine (Audrey Fleurot ) jagt die vermeintlichen Vampire und dann müssen sich die metallenen Bürgerschrecker auch noch als Beatles-Imitatoren verkleiden und auf einem besinnlichen Erdbeer-Fest in der französischen Pampa auftreten.

Thriller „Broken City“: Im Filz aus Lokalpolitik und Spekulanten

Auf den Filz zwischen „Pack-an“-Lokalpolitikern und Immobilienwirtschaft haben sich Allen Hughes und Brian Tucker in ihrem Polit-Thriller „Broken City“ (Zerbrochene Stadt) eingeschossen: Sie fangen mit der kleinen, persönlichen Geschichte um den Polizisten Billy Taggart (Mark Wahlberg), der aus privater Rache einen Schwarzen erschießt, an und arbeiten sich von dort Kreis um Kreis zu den Machenschaften hinter den Glitzer-Kulissen von New York vor.

DVD „Der Hypnotiseur“: Familienmord in Stockholm

Ein Mörder metzelt in Stockholm eine ganze Familie nieder und Kommissar Joona Linna (Tobias Zilliacus) ist ratlos: Es gibt nur einen Zeugen, den Sohn der Familie, doch der liegt im Koma und ist nicht ansprechbar. Um doch etwas aus dem Jungen herauszubekommen, bittet er den Skandalarzt Erik Bark (Mikael Persbrandt, bekannt auch aus „Kommissar Beck“) um Hilfe, denn der ist „Der Hypnotiseur“ – und gerät im gleichnamigen Krimi durch seine unkonventionellen Verhöre bald selbst ins Visier des Serienmörders.