Alle Artikel mit dem Schlagwort: Karbon

Die weltweite Kohlefaser-Produktion schwankt derzeit zwischen 50.000 und 60.000 Tonnen. Foto: TUD/ILK

Neues Karbon-Forschungszentrum in Dresden gegründet

Leichtbauer und Textil-Experten wollen gemeinsam nachwachsende Kohlenstofffasern spinnen Dresden, 20. April 2016. Bisher setzen vor allem Flugzeug-, Raumfahrt- und Automobil-Unternehmen Kohlenstofffasern ein, um ihre Mobile leichter und kraftstoffsparender konstruieren zu können. Künftig werden Karbon-Verbundwerkstoffe aber noch enorm an Bedeutung und Anwendungsbreite gewinnen, ist Professor Hubert Jäger vom Institut für Leichtbau und Kunststofftechnik (ILK) der TU Dresden überzeugt: Karbon-Verstärkungen könnten zum Beispiel sehr grazile Häuser aus dem 3D-Betondrucker oder superfeste Bauteile nach dem Vorbild der Natur („Bionik“) ermöglichen. Dafür haben Jäger und sein Kollege Prof. Chokri Cherif vom Institut für Textilmaschinen und Textile Hochleistungswerkstofftechnik (ITM) nun an der TU Dresden ein gemeinsames Karbonfaser-Forschungszentrum („Research Center Carbon Fibers Saxony“ = RCCF) an der TU Dresden gegründet.

Bringen selbst nur 650 Gramm auf die Waage, tragen aber bis zu 200 Kilogramm: die Karbon-Hocker von Polymerforschern aus Dresden. Foto: IPF

Superleichter Karbon-Hocker trägt auch schwere Jungs

Einziges ostdeutsches Exponat für Karbon-Schau im Deutschen Museum Bonn kommt aus Dresden Dresden/Bonn, 27. August 2015. Er wiegt gerade mal 650 Gramm, wirkt sehr filigran und ist zweifellos ein Hingucker: Ein Hocker aus Karbonfasern, der selbst superschwere Fauliane noch tragen kann. Bis zu 200 Kilogramm Last verträgt dieser Leichtbau-Hocker, den Forscher des Leibniz-Instituts für Polymerforschung (IPF) Dresden gemeinsam mit Design-Studenten der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Dresden entwickelt haben. Als einziges ostdeutsche Exponat wird er ab 1. September 2015 in der neuen Ausstellung „Harter Stoff“ im Deutschen Museum in Bonn zu sehen sein.

Im Airbus 350 XWB stecken Kohlefaser-Kegel aus Dresden. Foto: Airbus

Sächsische Luftfahrt Zulieferer hoffen auf Aufträge in Paris

Paris/Dresden, 14. Juni 2015. Luftfahrt-Spezialzulieferer aus dem Raum Dresden hoffen auf neue Aufträge auf der „Paris Air Show“ (15. bis 21. Juni 2015 in Paris), die morgen in Frankreich eröffnet wird. Die Wirtschaftsförderung Sachsen (WFS) hat einen Gemeinschaftsstand auf der Messe aufgebaut, an dem sich die Unternehmen vor Airbus & Co. präsentieren wollen. „Die sächsischen Aussteller haben sich längst in der Branche einen Namen gemacht“, schätzte WFS- Geschäftsführer Peter Nothnagel ein. „Gerade als innovative Zulieferer sind sie bei den Weltmarktführern gefragt.“

Die Suragus-Prüfanlagen verwenden Wirbelströme, um die Qualität von Karbon-Bauteile in Sekundenbruchteilen zu testen. Foto: Heiko Weckbrodt

Leichtbau-Boom beflügelt Dresdner Karbon-Prüfexperten

Fraunhofer-Ausgründung „Suragus“ sorgt für Qualität in Kohlenstoff-Autos und -Flugzeugen Dresden, 7. Mai 2015. Die wachsende Nachfrage für Karbon und andere Leichtbau-Materialen im Automobil- und Flugzeugbau sorgt bei der Werkstoff-Prüffirma „Suragus“ in Dresden wachsende Nachfrage. Die Fraunhofer-Ausgründung hat ein spezielles Hochfrequenz-Wirbelstrom-Verfahren entwickelt, das die Qualität von Bauteilen aus Kohlenstoff-Verbundwerkstoffen, Nanoröhrchen und anderen Hightech-Werkstoffen mit hoher Geschwindigkeit testen kann. Die Resonanz – insbesondere auch internationaler – Kunden darauf sei sehr groß, sagte Suragus-Chef Marcus Kleine.

„Epic Carbon Cover“: Kohlepanzer fürs iPhone

Wegen der hohen Anschaffungskosten sorgen sich iPhone-Jünger seit jeher besonders um ihre Lieblingsspielzeuge – und das neue iPhone 5s ist anscheinend besonders anfällig dafür, aus der Hand zu gleiten und der Zerstörung entgegen zu fallen, wie man von iPhone-Werkstätten erst jüngst zu hören bekam. Die deutsche Firma „Epic Monkey“ verspricht nun eine Hightech-Panzerung für das Apfel-Smartphone: Das „Epic Carbon Cover“ ist aus Kohlenstofffasern gemacht, recht leicht, sieht auch chic aus und soll besonders widerstandfähig auch auf längere Sicht sein – wir werden natürlich berichten, wenn sich auf längere Sicht neue Erkenntnisse zu diesem Punkt offenbaren.

Dresdner entwerfen Karbonbeton-Liegestuhl für Leseratten

Dresden, 17. Mai 2013: Lesen und Studieren ist bekanntermaßen ein hartes Handwerk und deshalb will es die Sächsisches Landes- und Uni-Bibliothek SLUB in Dresden ihren lektürehungrigen Besuchern gerade im Sommer besonders bequem machen – oder jedenfalls chic: Sie ließ von der Dresdner Firma Paulsberg einen Designer-Liegestuhl aus carbonverstärktem Beton – auch bekannt als Textilbeton – entwerfen, der in der kommenden Woche auf dem Rasen neben den Büchertürmen am Zelleschen Weg eingeweiht wird.

TU Dresden will Elektroflitzer aus Karbon bauen

Dresden, 31.8.2011: Von 0 auf 100 in 7,4 Sekunden – und das ganz öko-bewusst: Die TU Dresden will bis Ende 2012 ein superleichtes Elektroauto namens “InEco” aus Karbon konstruieren, das auch sportive Fahrer ansprechen soll. Ein erstes 1:4-Modell des Ultraleichtfahrzeugs wollen die Partner TU, Leichtbau-Zentrum Sachsen GmbH (LZS) und ThyssenKrupp AG auf der “64. Internationalen Automobilausstellung” in Frankfurt am Main vom 15. bis 25. September 2011 (Halle 4.0 / Stand D24) präsentieren.