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Gauß-Medaille für Karbonbeton-Entwickler Curbach

Prof. Manfred Curbach. Foto: Heiko Weckbrodt

Prof. Manfred Curbach. Foto: Heiko Weckbrodt

Jury würdigt kreative Impulse des Dresdner Professors

Dresden, 10. Mai 2019. Für seinen leichtem Karbonbeton und weitere Entwicklungen bekommt der Bauingenieur Prof. Manfred Curbach die Carl-Friedrich-Gauß-Medaille der Braunschweigischen Wissenschaftlichen Gesellschaft (BWG). Das hat die Technische Universität Dresden (TUD) mitgeteilt, an der Curbach das Institut für Massivbau leitet.

„Einer der herausragenden Bauforscher dieser Zeit“

„Manfred Curbach ist einer der herausragenden Bauforscher dieser Zeit“, heißt es in der Laudatio der Jury. Auf seine Impulse, seine Kreativität und seine begeisternde Überzeugungskraft sind maßgebliche moderne Entwicklungen zurückzuführen, wie die Textilbetonbauweise, der Paradigmenwechsel des Betonbaus von ‚schwer, massig, trist‘ zu ‚filigran, leicht, elegant‘ und die aktuelle Erforschung von Carbonbewehrung im Betonbau an Stelle von Stahl.“

Baustoff ist mit Kohlenstoffmatten statt Stahl verstärkt

Die wohl bekannteste Entwicklung von Curbach ist der Karbonbeton. Dieser Beton wird durch Kohlefaser-Matten stabilisiert statt durch Stahl. Dadurch ist dieser Baustoff zwar teurer als Stahlbeton, doch dafür deutlich leichter und vermutlich auch langzeitbeständiger. Derzeit konzentrieren sich der Professor und seine Mitstreiter darauf, praktische Anwendungen für diesen Kohlenstoffbeton zu finden und dann den Baustoff im Praxiseinsatz zu untersuchen. Jüngstes Beispiel ist die Carolabrücke in Dresden, die dank Curnachs Karbonbeton leichter verbreitert werden kann, um mehr Platz für Radfahrer und Fußgänger zu schaffen.

Autor: Heiko Weckbrodt

Quellen: TU Dresden, LHD, DNN