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Karte der Fett-Autobahnen: „Lea“-Preis für Lipid-Forscherin Gavin

Regnerationswürmer unterm Mikroskop. Foto: Heiko Weckbrodt
Foto: Heiko Weckbrodt

Neue Auszeichnung aus Dresden soll Fett-Analytik weltweit ankurbeln

Dresden, 9. Mai 2019. Die Genfer Professorin Anne-Claude Gavin hat den ersten Preis im Wettbewerb um den „Lipidomics Excellence Award“ (LEA) gewonnen. Das hat das Dresdner Unternehmen „Lipotype“ mitgeteilt, das diesen Preis in diesem Jahr erstmals ausgeschrieben hatte.

Karte der Fett-Autobahnen geplant

Eine Fachjury würdigte mit dem LEA Professor Gavins Forschungen an speziellen Fettarten (Lipiden), die für den menschlichen Stoffwechsel und bestimmte Krankheiten eine Schlüsselrolle spielen. Speziell arbeitet die Wissenschaftlerin an einer molekularen Karte, die die Fett-Autobahnen in und zwischen den Zellen verzeichnen.

Leo-Preis 2 für Arbeit am Stoffwechselpfad „EGAD

Den zweiten Lea-Preis vergab die Jury an Dr. Oliver Schmidt von der Medizinischen Universität Innsbruck, der einen neuen Stoffwechselpfad namens „EGAD“ untersucht, über den ein Organismus alte Proteine und Lipide abbauen kann. „Die Ergebnisse könnten in Zukunft zu neuen therapeutischen Ansätzen für Lipidstoffwechsel-assoziierte Krankheiten wie Diabetes oder Asthma führen und eventuell sogar Lehrbuchwissen werden“, heißt es in der Laudatio.

3. Leo-Preis für Prof. Keller

Der dritte Lea-Preis geht an Prof. Sarah L. Keller von der Uni von Washington. Die Chemikerin untersucht molekulare Veränderungen im Fett-Haushalt von Hefe-Zellmembranen.

Lipidomik-Analysen für die Gewinner

Der Sieger des ersten LEA-Preises erhält eine Trophäe, Lipidomik-Analysen im Gesamtwert von 50.000 Euro und die Möglichkeit die eigenen Analyseergebnisse auf dem international angesehenen EMBO-Workshop „Lipid function in health and disease“ vorzustellen, teilte die Lipotype GmbH mit. Für Rang 2 und 3 gibt es kleinere Analyse-Leistungen. Zum Hintergrund: Lipidomik ist ein noch junger wissenschaftlicher Zweig der Biologie und Biochemie, der sich mit dem „Fett-Fingerabdruck“ in Organismen beschäftigt. Ähnlich wie eine Erbgut-Analyse kann die Analyse von Fettproben beispielsweise Hinweise auf schlummernde Krankheiten in Menschen und Tieren liefern.

Prof. Kai Simons. Foto. Lipotype GmbH / Andre Wirsig
Prof. Kai Simons. Foto: Lipotype GmbH / Andre Wirsig

Dresdner Finne Simons gilt als Fett-Pionier

Als einer der Pionier in diesem Forschungssektor gilt Prof. Kai Simons. Der finnische Wissenschaftler war unter anderem der Gründungsdirektor des Max-Planck-Institut für molekulare Zellbiologie und Genetik in Dresden. Seit 2012 konzentriert er sich auf seine Biotech-Firma Lipotype Dresden.

Autor: hw, Quelle: Lipotype

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt

Heiko Weckbrodt

[caption id="attachment_177887" align="aligncenter" width="155"]Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski[/caption] Heiko Weckbrodt war 16 Jahre als Redakteur bei den "Dresdner Neuesten Nachrichten" tätig und betreute dort neben anderen Themen die Schwerpunkte Wirtschaft, Technologieunternehmen und Forschung sowie die Computerseite. Studiert hat er Publizistik und Geschichte mit dem Fokus DDR-Wirtschaftsgeschichte. Inzwischen ist er als freiberuflicher Journalist tätig und publiziert vor allem auf der Nachrichtenplattfom "Oiger", schreibt aber gelegentlich auch für andere Magazine und Publikationen. Lieblingsbeschäftigung: Lesen! Privat schreibt er über seine Ausflüge auf dem Blog "Reise-Oiger". Heiko Weckbrodt ist Autor der Sachbücher

Profile

Kurzvita:

•  Geboren 1970 • 1991-96 Studium der Geschichte und Publizistik an der Freien Universität Berlin • 1990-1997: zunächst nebenberuflich, später als Vollzeitjob freier Journalist (u. a. Siegener Zeitung, Sächsische Zeitung, Dresdner Neueste Nachrichten) • 1999-2000 Volontariat bei den Dresdner Neuesten Nachrichten • 2000-2014: Redakteur bei den Dresdner Neuesten Nachrichten (u.a. Gerichtsreporter, Sozialpolitik, Wirtschaft, Forschung) • seit 2015: freiberuflicher Journalist und Herausgeber des Nachrichtenportals Oiger