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Die Fettspur der Krankheiten

Prof. Kai Simons. Foto. Lipotype GmbH / Andre Wirsig
Prof. Kai Simons. Foto: Lipotype GmbH / Andre Wirsig

Lipidomics-Preis ausgeschrieben

Dresden, 27. Februar 2019. Fett verraten viel mehr über in uns schlummernde Krankheiten und problematische Veranlagungen, als wir ahnen. Der finnische Genetiker Prof. Kai Simons sieht noch viel schlummerndes Potenzial in der Fettanalyse, der sogenannten „Lipidomik“, die solche Methoden wie die Erbgut-Untersuchung sinnvoll ergänzen kann. Um dieses medizinische Potenzial zutage zu fördern, haben Simons und seine Dresdner Analyse-Tech-Firma „Lipotype“ einen neuen Preis „Lipidomics Excellence Award“ (Lea) gestiftet, um den sich internationale Fettforscher bis zum 30. März 2019 bewerben können.

Lipidomik

Die Lipidomik ist eine noch junge Disziplin. Sie beschäftigt sich mit der Analyse von Fettbausteinen (Lipiden). Daraus lassen sich zum Beispiel Hinweise auf Alzheimer, Diabetes und Krebs ableiten.

„Umfangreiche Blutanalysen gehören heute in der Erforschung von Krankheiten zum Standard. Dagegen werden 99 Prozent aller Blutfette, die sogenannten Lipide, ignoriert“, schätzte der langjährige Direktor des Max-Planck-Instituts für molekulare Zellbiologie und Genetik (MPI-CBG) Dresden ein. „Obwohl deren Rolle und Bedeutung als Marker für verschiedene Krankheiten und biologische Prozesse allseits bekannt ist, findet die Forschung auf diesem Gebiet noch unzureichend Beachtung. Es ist höchste Zeit Lipidomics stärker in den Fokus zu stellen. Daher rufen wir diese neue Auszeichnung ins Leben.“

Bewerbung

Bewerben können sich deutsche und internationale Lipidomiker aus Wissenschaft und Industrie mit ihren geplanten oder laufenden Forschungsprojekten, die mit Lipidanalysen zu tun haben. Die gewinner bekommen Analysen und Unterstützung für ihre Projekte im Wert von 55.000 Euro (1. Preis), 10.000 Euro (2. Preis) und 1500 Euro (3. Preis). Eine Fach-Jury wird die besten Projekte auswählen und die Gewinner während des EMBO-Workshops „Lipid function in health and disease” (27.-30. September 2019) in Dresden bekannt geben.

Bewerbungen sind über dieses Internet-Portal möglich.

Autor: hw

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt

Heiko Weckbrodt

[caption id="attachment_177887" align="aligncenter" width="155"]Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski[/caption] Heiko Weckbrodt war 16 Jahre als Redakteur bei den "Dresdner Neuesten Nachrichten" tätig und betreute dort neben anderen Themen die Schwerpunkte Wirtschaft, Technologieunternehmen und Forschung sowie die Computerseite. Studiert hat er Publizistik und Geschichte mit dem Fokus DDR-Wirtschaftsgeschichte. Inzwischen ist er als freiberuflicher Journalist tätig und publiziert vor allem auf der Nachrichtenplattfom "Oiger", schreibt aber gelegentlich auch für andere Magazine und Publikationen. Lieblingsbeschäftigung: Lesen! Privat schreibt er über seine Ausflüge auf dem Blog "Reise-Oiger". Heiko Weckbrodt ist Autor der Sachbücher

Profile

Kurzvita:

•  Geboren 1970 • 1991-96 Studium der Geschichte und Publizistik an der Freien Universität Berlin • 1990-1997: zunächst nebenberuflich, später als Vollzeitjob freier Journalist (u. a. Siegener Zeitung, Sächsische Zeitung, Dresdner Neueste Nachrichten) • 1999-2000 Volontariat bei den Dresdner Neuesten Nachrichten • 2000-2014: Redakteur bei den Dresdner Neuesten Nachrichten (u.a. Gerichtsreporter, Sozialpolitik, Wirtschaft, Forschung) • seit 2015: freiberuflicher Journalist und Herausgeber des Nachrichtenportals Oiger