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Ruf der Dresdener Werkstoff-Wissenschaftler wächst

Auch die Kooperation zwischen Uni und außeruniversitären Instituten stärkt den Werkstoffforschungs-Standort Dresden. Hier im Foto zu sehen: Fraunhofer Dresden entwickelt durchsichtige Keramik, die gegen Kalaschnikow-Kugeln zu schützen hilft. Foto: Heiko Weckbrodt

TU-Forscher steigen im „QS World University Ranking“ auf

Dresden, 27. Februar 2019. Die Dresdner Werkstoff-Forschung gewinnt international an Gewicht: „In der heute veröffentlichten Rangliste des ,QS World University Ranking by Subject 2019’ hat die TU Dresden in der Kategorie ,Materials Science’ den Sprung in die Top 50 der gelisteten Universitäten geschafft“, informierte die Uni.

MIT an der Spitze, Aachener sind beste deutsche Materialwissenschaftler

Konkret schafften es die Dresdner Materialwissenschaftler genau auf Rang 50 in der Welt. Auf Platz 1 rangiert dort – wie in vielen anderen Disziplinen – das „Massachusetts Institute of Technology“ (MIT). Beste deutsche Uni in diesem Sektor ist die RWTH Aachen.

Neue Werkstoffe gelten als Technologietreiber

„Neue innovative Materialien sind einer der wichtigsten Technologietreiber und für die Lösung aktueller Herausforderungen in den Bereichen Mobilität, Energieversorgung, Urbanisierung und Medizin unverzichtbar“, betonte Prof. Gianaurelio Cuniberti, der den Lehrstuhl für Materialwissenschaft und Nanotechnik an der TU Dresden leitet. „Das starke Netzwerk zwischen Uni und Forschungsinstituten in Dresden hebt die Dresdner Material- und Werkstoffforschung auf ein weltweites Top-Level. So können unsere Studierenden früh in hochkarätige Forschungsprojekte eingebunden werden, haben einen leichten Zugang zu fachbezogenen Praktika und Studentenjobs. Da wird aus Theorie schnell Praxis.“

Uni plant neues Zentrum

Materialforschung und Werkstoffwissenschaften sind traditionell im technikorientierten Dresden stark vertreten. In jüngerer Zeit haben die Uni und die außeruniversitären Institute zudem stärkere Kompetenzen in der Nanotechnologie, im Leichtbau, in der additiven Fertigung und weiteren verwandten Disziplinen aufgebaut. Eine Bewerbung um Exzellenz-Fördergelder war zwar im Herbst 2018 gescheitert. Inzwischen haben sich der Freistaat und die Uni aber entschieden, das damals beantragte „Zentrum für Materiomik Dresden“ (DCM) aus eigener Kraft einzurichten. Das 90 Millionen Euro teure DCM soll auf dem Hauptcampus entstehen und die bisher verstreuten Werkstoffwissenschaftler auf rund 10.000 Quadratmetern konzentrieren.

Hintergrund zum QS-Ranking

Für die internationale Uni-Liste „QS World University Ranking“ vergleicht das Bildungsunternehmen „QS Quacquarelli Symonds“ über 1200 Universitäten aus 78 Ländern. In die Platzierung fließen mehrere Indikatoren ein, darunter die akademische Reputation, der Ruf als Arbeitgeber und wie oft Aufsätze von Wissenschaftler der jeweiligen Hochschule zitiert werden.

Autor: hw