Alle Artikel mit dem Schlagwort: Karbon

Die Visualisierung zeigt, wie sich der "Cube" aus dem neuen Leichtbaustoff Karbonbeton zwischen Fritz-Foerster-Platz (links) und Einsteinstraße (rechts) einfügen soll. Visualisierung: TUD-Institut für Massivbau

Extravagantes Karbonbeton-Haus entsteht am Unicampus Dresden

Der „Cube“ soll ab Ende 2020 ein Blickfang bei der Einfahrt in die sächsische Landeshauptstadt sein Dresden, 6. November 2019. Die Leichtbau-Experten der TU Dresden wollen ihre Karbonbeton-Forschungen nun endlich in ein komplettes Gebäude aus kohlenstofffaser-verstärktem Beton gießen. Den Bau eines solchen „Cube“ auf dem Dresdner Uni-Campus hat das TU-Institut für Massivbau jetzt öffentlich ausgeschrieben. Damit wollen die Dresdner Forscher den Beweis antreten, welche filigranen und innovativen Architekturen mit ihrem neuen Leichtbaustoff möglich werden.

Anlagenführerin Grit Messerschmidt kontrolliert in der fabrik von Hightex Klipphausen, ob die maschinengelegten Karbonfasern für Flugzeug-Fensterrahmen richtig sitzen. Foto: Heiko Weckbrodt

Hightex baut für Elektroauto-Auftrag seine Fabrik in Klipphausen aus

Die Spezialisten für technische Textilien investieren über zehn Millionen Euro, um Leichtbauteile für den neuen BMW-Stromer i20 zu steppen. Klipphausen. Der Elektro-Trend in der deutschen Autoindustrie sorgt für Investitionen im Raum Meißen: Um einen Großauftrag vom BMW-Partner SGL Composite abzuarbeiten, erweitert „Hightex“ derzeit seine Fabrik im Gewerbegebiet Klipphausen. Das auf Karbonfaser-Teile spezialisierte Unternehmen baut nun für sechs Millionen Euro eine rund 4000 Quadratmeter große Produktionshalle mit Büro- und Sozialtrakt. Weitere vier bis fünf Millionen Euro werden die Ausrüstungen kosten, schätzen die Hightex-Geschäftsführer Jeanette Scherf und Dirk Feltin.

Prof. Manfred Curbach. Foto: Heiko Weckbrodt

Gauß-Medaille für Karbonbeton-Entwickler Curbach

Jury würdigt kreative Impulse des Dresdner Professors Dresden, 10. Mai 2019. Für seinen leichtem Karbonbeton und weitere Entwicklungen bekommt der Bauingenieur Prof. Manfred Curbach die Carl-Friedrich-Gauß-Medaille der Braunschweigischen Wissenschaftlichen Gesellschaft (BWG). Das hat die Technische Universität Dresden (TUD) mitgeteilt, an der Curbach das Institut für Massivbau leitet.

Ein RCCF-Mitarbeiter der TU Dresden stellt Prozessparameter an der Stabilisierungs- und Carbonisierungslinie im neuen Carbonfaser-Technikum Dresden ein. Foto: Andreas Scheunert für die TU Dresden

„Carbonfaser ist Stahl des 21. Jahrhunderts“

TU Dresden startet Karbonfaser-Technikum Dresden, 2. November 2018. Eine Reinraum-Anlage für Kohlenstofffasern haben Forscher der Dresdner Uni-Institute für Leichtbau und Kunststofftechnik (ILK) sowie für Textilmaschinen und Textile Hochleistungswerkstofftechnik (ITM) – wie bereits angekündigt – heute in Dresden-Dobritz offiziell in Betrieb genommen. Mit diesem Karbonfaser-Technikum wollen die zum des „Research Center Carbon Fibers“ (RCCF) zusammengeschlossenen Wissenschaftler entlang der langen Kette vom Kohlenstoff über die Karbonfaser und das Karbongarn bis zum fertigen Leichtbauteil in der Autoindustrie, Luft- oder Raumfahrt experimentieren.

Das BMW-Werk in Leipzig baut ab Juli 2016 diese "Protonic Red Edition" des Hybrid-Sportwagens i8. Foto: BMW

Dresdner Syrer spinnt in Finnland Leichtbau-Fasern aus Holz

Forscher Al Aiti will aus Lignin-Abfallbergen Karbon-Bauteile für Autos und Windräder machen, statt dafür Erdöl zu zerfasern Dresden/Tampere, 1. August 2018. Der aus Syrien eingewanderte Nachwuchs-Werkstoffwissenschaftler Muhannad Al Aiti hat in Dresden einen Weg gefunden, letztlich leichte Autos aus Holzresten zu spinnen. Genauer gesagt: Seine Doktorarbeit beschreibt,  wie sich Kohlefasern für Karbon-Bauteile statt aus Erdöl künftig aus Lignin-Abfällen der Papierindustrie herstellen lassen. Die TU Dresden und das Leibniz-Institut für Polymerforschung (IPF) Dresden stufen dieses Forschungsergebnis ihres gemeinsamen Mitarbeiters als Durchbruch für den Karbon-Leichtbau in der Auto- und Windkraftmaschinen-Industrie ein. Die Eckpunkte seiner Promotion haben Al Aiti, sein Doktorvater Prof. Gert Heinrich und weitere Kollegen nun in der Fachzeitschrift “Progress in Materials Science” publiziert.

Die künstlerische Visualisierung zeigt, wie sich die Sonde "Parker Solar Probe" der Sonne nähern soll. Visualisierung: NASA/Johns Hopkins APL

Ultraheißes Bad für „Parker Solar Probe“

Nasa stattet Sonnensonde mit neuartigem Hitzeschild aus Washington, 7. Juli 2018. „Parker Solar Probe“ wird unserer Sonne so nahe kommen wie kein anderes von Menschhand geschaffenes Raumschiff es bisher vermochte: Bis auf 6,5 Millionen Kilometer soll sich die Sonde der Sonnenoberfläche nähern und damit direkt in die Atmosphäre unseres Zentralgestirns eintauchen. Im August 2018 will die US-Raumfahrtbehörde Nasa die Sonde starten.

Karbonfasern können mit anderen Materialien zu Verbundstoffen mit faszinierenden Eigenschaften kombiniert werden. Foto: filmaton, C3

Dresdner Ingenieurin schreibt beste Maschinenbau-Doktorarbeit

Hirschvogel-Preis Dr. Iris Kruppke vom Textilmaschinen-Institut der TU Dresden Dresden, 19. Juni 2018. Die Nachwuchs-Ingenieurin Dr. Iris Kruppke von der TU Dresden hat die beste deutsche Maschinenbau-Doktorarbeit des Jahres geschrieben. Zu dieser Meinung ist jedenfalls eine Jury mit Vertretern der neun führenden technischen Universitäten in Deutschland gekommen. Die Juroren haben Kruppke deshalb den mit 5000 Euro dotierten Manfred-Hirschvogel-Preis 2018 zuerkannt.

Forscher der TU Chemnitz haben gemeinsam mit den Kollegen der TU Dresden solche Pavillons aus Carbonbeton konstruiert, um zu zeigten, welche neuen Leichtbauweisen durch Kohlefasern möglich werden. Foto: Dr Sandra Gelbrich, TU Chemnitz

Ende 2019 entsteht Carbonhaus „Cube“ in Dresden

Dresdner Bauingenieure stellen Zukunftsprojekt bei den „9. Carbon- und Textilbetontagen“ vor Dresden, 30. September 2017. Ende 2019 wird in Dresden das weltweit erste funktionsfähige Carbonbeton-Haus entstehen. Diese zweistöckige „Cube“ soll auf 200 Quadratmetern demonstrieren, welche neuen und ressourcensparende Architekturen mit Beton möglich ist, der mit Kohlenstoff-Fasernetzen (Carbon) verstärkt ist statt mit dem schweren und rostanfälligen Stahl.

Martin Hengstermann, wissenschaftlicher Mitarbeiter und Doktorand am ITM der TU Dresden, an der Spezialkrempelanlage, mit der alte Karbonfasern wiederverwertet werden können. Foto: TUD/ITM

Textilforscher recyceln Karbon-Fasern

Dresdner TU-Institut erhält Effizienzpreis für neue Karbonfaser-Technologie Dresden/Berlin. Moderne Autos und Flugzeuge wie der BMW i3 oder der Airbus 350 sind teilweise aus leichtem Karbon statt aus Metall konstruiert. Dadurch bringen sie nicht so viel Startgewicht auf die Waage und sparen letztlich über ein ganze Auto- oder Flugzeugleben lang sehr viel Treibstoff. Weil diese kohlefaserverstärkten Verbundwerkstoffe erst seit ein paar Jahren in der Massenproduktion angelangt sind, stehen noch viel Fragen zur Debatte: Was zum Beispiel fangen wir mit alten Karbonteilen an, die man eben nicht einfach wieder in die Stahl- oder Alu-Schmelze werfen kann? Deshalb haben Textilwissenschaftler der TU Dresden inzwischen ein Recycling-Verfahren für Karbon-Reste entwickelt, um aus solchen Abfällen neue, hochstrapazierbare und doch leichte Bauteile zu machen. Dafür haben die Forscher des Dresdner Instituts für Textilmaschinen und Textile Hochleistungswerkstofftechnik (ITM) gestern im Bundeswirtschaftsministerium in Berlin den „Deutschen Rohstoffeffizienz-Preis 2016“ in der Wettbewerbskategorie Forschung bekommen.

Forscher der TU Chemnitz haben gemeinsam mit den Kollegen der TU Dresden solche Pavillons aus Carbonbeton konstruiert, um zu zeigten, welche neuen Leichtbauweisen durch Kohlefasern möglich werden. Foto: Dr Sandra Gelbrich, TU Chemnitz

Sachsen wollen Carbonfasern billiger machen

Pilotanlage in Chemnitz soll Energiebedarf für Produktion drastisch senken Chemnitz, 12. Oktober 2016. Mit Carbonfasern lassen sich besonders leichte Autos, Flugzeuge und Fahrräder konstruieren. Bisher ist dieser Leichtbau-Werkstoff auf Kohlenstoff-Basis jedoch noch recht teuer. Deshalb haben sich nun mehrere Forscher und Firmen zusammengetan und in Chemnitz die CarboSax GmbH gegründet. Die soll zunächst in einer Pilotanlage neue Produktionsprinzipien erproben, um Carbonfasern billiger und mit viel weniger Energieaufwand als bisher zu fertigen.

Dieser Pavillon in Kahla in Thüringen demonstriert, welch interessante und leichte Bauformen durch Dresdner Carbonbeton möglich sind. Foto: Ulrich van Stipriaan, TUD

C-Cube: Weltweit erstes Carbonbeton-Haus entsteht in Dresden

Stararchitekt Henn entwirft mit Dresden, 5. Oktober 2016. Bauingenieure der TU Dresden wollen in der sächsischen Landeshauptstadt das weltweit erste Carbonbeton-Haus bauen. Das haben die Bauexperten auf der Immobilienmesse „Expo Real“ in München angekündigt. Damit möchten sie den Beweis antreten, dass ihr kohlenstofffaser-verstärkter Leichtbaustoff praxistauglich ist und neue architektonische Konstruktionsprinzipien möglich macht. Am Entwurf arbeitet auch Stararchitekt Gunther Henn mit, der in Dresden bereits die Gläserne VW-Manufaktur formte.

Prof. Manfred Curbach. Foto: Heiko Weckbrodt

Dresdner Carbonbeton-Forscher für Zukunftspreis nominiert

Neue Bauformen durch superleichten Baustoff möglich Dresden, 22. September 2016. Die Dresdner Professoren Manfred Curbach, Chokri Cherif und Peter Offermann sind für ihre Entwicklung von superleichten und -festen “Carbonbeton” den „Deutschen Zukunftspreis 2016“ des Bundespräsidenten nominiert. Das haben das sächsische Wirtschaftsministerium und das Entwicklungskonsortium „Carbon Concrete Composite“ (C3) mitgeteilt. „Mit dem faszinierenden Verbundmaterial Carbonbeton – einer Kombination aus Spezialbeton und Carbonfasern – markieren sie den Anfang einer neuen Bau-Ära“, schätzte das Konsortium aus Instituten und Wirtschaftspartnern ein.

Mit "City Trees", die feinstaub aus der Stadtluft filtern, und anderen Erfindungen aus Dresden präsentiert sich der Institutsverbund "Dresden Concept" bis Anfang Oktober in einer Freiluft-Ausstellung auf dem Neumarkt in Dresden neben der Frauenkirche. Foto: Heiko Weckbrodt

Saubere Luft und Kohlebeton für den Wundermolch

Institutsverbund „Dresden Concept“ zeigt seine besten Forschungsprojekte neben der Frauenkirche Dresden, 1. Juli 2016. Auf dem Neumarkt reinigt ab sofort eine neue künstliche Lunge die Luft im Stadtzentrum von Feinstaub und anderem Dreck. Denn die TU Dresden und 21 außeruniversitäre Institute und Einrichtungen des Forscherverbunds „Dresden Concept“ eröffnen am Montag ihre bisher größte Wissenschafts-Leistungsschau neben der Frauenkirche. „Wir wollen hier zeigen, woran wir forschen und dass Forschung für die Menschen da ist“, betonte TU-Rektor Prof. Hans Müller-Steinhagen. Und um diese Superausstellung so richtig „öko“ einzurahmen, hat die Dresdner Hochschul-Ausgründung „Green City Solutions“ ringsum acht „City Trees“ aufgestellt: Das sind großflächig mit Moos und Filterpflanzen umwachsene Stellwände, von denen jede die Luftreinigungskraft von 275 natürlichen Bäumen haben soll.

Model Cara Julienne führt ein Kleid vor, das aus dem neuen, karbonverstärkten Beton gefertigt wurde - um zu veranschaulichen, wie leicht das neue Baumaterial ist. Foto: Heiko Weckbrodt

Neues Karbon-Forschungslabor in Dresden

Eröffnung zur Internationalen Leichtbau-Konferenz an der TU Dresden Dresden, 8. Juni 2016. Wissenschaftler der TU Dresden nehmen morgen zum Auftakt des „20. Internationalen Dresdner Leichtbausymposiums“ offiziell ein neues Karbonfaser-Forschungslabor an der Uni in Betrieb. Im „Research Center Carbon Fibers Saxony“ (RCCF) wollen sie erproben, wie sich am effektivsten maßgeschneiderte Kohlefasern für superleichte Autos, Flugzeuge und Möbel herstellen lassen.