Alle Artikel mit dem Schlagwort: Datenschutz

Tritt am 25. Mai 2018 auch in deutschland in Kraft: die neue Datenschutz-grundverordnung der EU. Fotos: hw, EU, Montage: Heiko Weckbrodt

Fast jedes 3. Unternehmen hat neuen Datenschutz nicht umgesetzt

Umfrage-Ergebnis: Europas Datenschutzgrundverordnung überfordert viele Unternehmer nach wie vor Düsseldorf, 23. Juli 2019. Ein reichliches Jahr, nachdem die Datenschutz-Grundverordnung (DS-VGO) in Kraft getreten ist, hat nahezu jedes dritte Unternehmen in Europa diese Verordnung nicht umgesetzt. Das geht aus Selbsteinschätzungen der Unternehmen hervor. Die entsprechende Umfrage dazu hatte die Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft „RSM“ aus Düsseldorf in Auftrag gegeben.

Tritt am 25. Mai 2018 auch in deutschland in Kraft: die neue Datenschutz-grundverordnung der EU. Fotos: hw, EU, Montage: Heiko Weckbrodt

DSGVO: Neue Datenschutzregeln für kleine Betriebe problematisch

Umfrage von ifo und Randstad: 76 % der Personalchefs sehen DSGVO kritisch München, 27. Juli 2018. Zwei Monate, nachdem die neue Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) in Kraft getreten ist, reißt die Kritik daran nicht ab: Vor allem kleine und mittlere Unternehmen sehen das neue Regelwerk als problematisch an. Das hat eine Umfrage des Wirtschaftsforschungs-Instituts „ifo“ aus München und der Zeitarbeits-Firma „Randstad“ ergeben.

Cookie kommt vom englischen Wort für "Keks". Foto: Heiko Weckbrodt

Cookie-Hinweise nerven Internetnutzer

Bitkom: Das ist aber erst der Anfang, mit E-Privacy werden noch mehr Hinweise Pflicht Berlin, 25. Juli 2018. 55 Prozent der deutschen Internetnutzer fühlt sich durch die Cookie-Hinweise auf Internetseiten genervt. 44 Prozent verstehen nicht, wozu diese Banner gut sind. Auf eine entsprechende Umfrage verweist der deutsche Digitalwirtschafts-Verband „Bitkom“. Und: „Wer sich an Cookie-Bannern stört, wird womöglich bald ein noch schlechteres Surferlebnis beklagen“, schätzte Susanne Dehmel von der Bitkom-Geschäftsleitung ein. Schuld daran sei die geplante E-Privacy-Verordnung der EU, die nach derzeitiger Planung der EU zu deutlich mehr Einwilligungsabfragen führen werde.

Die neue Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO) trott im Mai 2018 in Kraft. Abb.: Geralt, pixabay.com, CC0-Lizenz.

DS-GVO hat Markt für Datenschützer leergefegt

61 % der Unternehmen haben Probleme, Datenschutz-Stellen zu besetzen Berlin, 9. Juli 2018. Die neue Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO), die seit dem 25. Mai 2018 in Deutschland gilt, wirkt wie eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme (ABM) für Datenschützer: Die Rekrutierung von Datenschutzexperten sehr inzwischen schwierig, gaben 61 Prozent von 505 befragten Unternehmen in einer Umfrage von „Bitkom Research“ an.

Die Datenschutz-Grundverordnung (DS GVO) gilt für alle EU-Staaten. Abb.: Geralt, pixabay.com, CC0-Lizenz.

Erste Datenschutz-Abmahnungen

Neue Datenschutz-Grundverordnung animiert Abmahnanwälte Köln, 3. Juni 2018. Die ersten Abmahnungen wegen der neuen Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO), die am 25. Mai 2018 in Kraft getreten ist, haben nun deutsche Unternehmen getroffen. Das berichtet der auf Internetrecht spezialisierte Anwalt Christian Solmecke aus Köln.

Fotografieren (inklusive Publikation) in der Öffentlichkeit ist durch Öffnungsklauseln der neuen Datenschutz-Grundverordnung weiter möglich. Foto (bearbeitet): Heiko Weckbrodt

Datenschutz-Grundverordnung: Fotografieren auch künftig ohne Massen-Formulare möglich

Sächsischer Datenschutzbeauftragter: Deutsches Kunst- und Presserecht ist weiter in Kraft Dresden, 25. Mai 2018. Durch die neue Datenschutz-Grundverordnung (DS GVO) der EU, die heute in Kraft getreten ist, wird sich an den Fotografier-Rechten in Deutschland nur wenig ändern. Das hat der sächsische Datenschutzbeauftragte Andreas Schurig eingeschätzt. Auch künftig wird es demnach möglich sein, zum Beispiel Fotos von Veranstaltungen oder Stadtszenarien anzufertigen und zu veröffentlichen, ohne dass jeder einzelne auf dem Bild per Datenschutz-Formular schriftlich zugestimmt hat – solange nicht einzelne Personen in den Vordergrund der Bildkomposition rücken.

Tritt am 25. Mai 2018 auch in deutschland in Kraft: die neue Datenschutz-grundverordnung der EU. Fotos: hw, EU, Montage: Heiko Weckbrodt

Datenschutz-Grundverordnung: Sächsischer Beauftragter rechnet nicht mit Strafwelle

Für viele Unternehmen ändert sich morgen kaum etwas, meint der Datenschutzbeauftragte Dresden, 24. Mai 2018. Durch die umstrittene neue Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO), die morgen in Kraft tritt, wird sich für einen Großteil der Unternehmen in der Praxis nur wenig ändern. Das hat der sächsische Datenschutz-Beauftragte Andreas Schurig eingeschätzt. Wer sich bisher schon an das Bundesdatenschutz-Gesetz gehalten habe, für den werde sich durch die neue Grundverordnung der EU nicht allzu viele Änderungen ergeben. Für die Verbraucher hingegen ergeben sich mehr und einfacher durchsetzbare Rechte gegenüber Unternehmen.

Mobilde Dienstplanung per Tablet. Foto (bearbeitet): hw

Externe Experten und Software-Lösungen können viele Hürden aus dem Weg räumen

Der Mittelstand ist noch nicht ausreichend für die digitale Revolution der Gesellschaft gerüstet. Das hat der „Bundesverband IT-Mittelstand“ (BITMi) in Aachen eingeschätzt. „Die digitale Transformation hat in Deutschland Fahrt aufgenommen. Kaum ein Unternehmen aus dem Mittelstand ist allerdings auf dieses Thema optimal vorbereitet“, analysierte der Verband.

Auch die US-Weltraumbehörde NASA hat Exoskelette entwickeln zu lassen, um zu testen, ob sich damit die Kraft von Astronauten verstärken lässt. Foto: NASA

Als Rentner per Super-Skelett wie ein junger Hüpfer springen

Dresdner Uni-Prof Fettweis hat keine Lust auf Zukunft mit Rollator Dresden, 28. September 2016. Der strenge deutsche Datenschutz kann dazu führen, dass Deutschland in der digitalen Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft den Anschluss verliert. „Wir sollten bedenken, dass wir auf der einen Seite vielleicht Daten preisgeben – aber dafür auch viel bekommen können“, betonte TU-Professor Frank Fitzek vom Mobilfunk-Forschungslabor „5G Lab Germany“ im Vorfeld des Gipfeltreffens „IEEE 5G Summit“ in Dresden.

Immer mehr Menschen teilen Online-Nachrichten über Facebook, dagegen hat Twitter fast ganz an Bedeutung verloren, haben Professor Thorsten Strufe von der TU Dresden und seine Dormunder Kollegen ermittelt. Foto: Heiko Weckbrodt

Die Datenkraken finden dich überall

TU-Informatiker arbeiten an lokalen Alternativen zu Facebook, Gmail & Co. Dresden, 15. April 2016. In den Lehrveranstaltungen von Professor Thorsten Strufe am Lehrstuhl für Datenschutz und Datensicherheit an der TU Dresden ist es eine oft praktizierte Studenten-Übung: Wieviel kann ein geschickter Datensammler über einen x-beliebigen Menschen auf Facebook, Google+ oder in einem anderen „sozialen“ Netzwerk herausfinden? Um es etwas schwerer zu machen, deckt der 41-jährige Professor dann gern mal die Profil-Informationen des Betreffenden ab: Damit seine Studenten lernen, durch Querverweise durchdachte Schlüsse auf die Persönlichkeit, den Freundeskreis und die Vorlieben der Zielperson zu ziehen – ähnlich, wie es Facebook und Co. eben auch vermögen. „So kann man eine Menge herausfinden, von der sexuellen Ausrichtung über Alter und Bildungsgrad bis zu politischen Präferenzen“, sagt Strufe.

Lange Liste: Der IT-Sicherheitsbeauftragte Jens Syckor zeigt, wieviele Daten-Verbindungen nach außen ein Rechner mit aufgespieltem Windows 10 in der LTSB-Variante während eines Tages aufbaut, ohne dass der Benutzer irgendeine Aktion ausgelöst hat. Foto: Heiko Weckbrodt

Windows 10 telefoniert in jedem Fall „nach Hause“

Analyse der TU Dresden: Auch bei strengsten Datenschutz-Einstellungen baut das Betriebssystem mindestens 14 Datenverbindungen pro Tag zu Microsoft auf Dresden, 14. März 2016. Selbst erfahrene Computernutzer haben kaum eine Chance, dem Betriebssystem „Windows 10“ abzugewöhnen, „nach Hause zu telefonieren“. Das hat eine Analyse der Stabsstelle Informationssicherheit und weiterer Experten der Technischen Universität Dresden (TUD) ergeben. „Die von Microsoft dafür vorgesehenen Schieberegler reichen nicht aus, um einen nach deutschem und europäischen Recht ausreichenden Datenschutz einzustellen“, schätzte IT-Sicherheitsbeauftragter Jens Syckor von der TUD-Stabsstelle ein.

13 % der Deutschen nutzen Fitness-Apps auf dem Smartphone, etwa 18 % tragen Fitness-Armbänder und 6 % nutzen Smartwatches für die Aufzeichnung ihrer sportlichen Leistungen. Foto: Heiko Weckbrodt

Jeder dritte Deutsche nutzt Fitness-Aufzeichner

Justizminister Maas: Krankenkassen dürfen keine Smartwatch-Daten einfordern Berlin, 9. Februar 2016. Elektronische Aufzeichnungsgeräte für Freizeitsportler sind bemerkenswert beliebt in der Bundesrepublik: Inzwischen nutzt fast jeder dritte Deutsche (31 %) digitale Fitness-Armbänder, Smartphones mit Sport-App, Smart-Watches oder andere „Fitness-Tracker“. Das hat „Bitkom Research“ durch eine Umfrage unter 1236 Bundesbürgern ermittelt.

Hardeware-verschlüsselter Speicher-Stick, wie er an der TU zum Transport sensibler Daten verwendet wird. Foto (freigestellt): Heiko Weckbrodt

CrypTUD: Uni Dresden führt verschlüsselte E-Mails für alle ein

Uni-Angebote für mehr Datensicherheit werden bisher zu wenig genutzt – der TU-Datenschutzbeauftragter Matthias Herber im Interview Im Zuge des Projekts „CrypTUD“ bekommen ab Anfang 2018 generell alle Studenten und Mitarbeiter der TU Dresden universitäre E-Mail-Adressen zugeteilt, die signierte und verschlüsselte Nachrichten zulassen. Diese E-Mails werden garantiert auf eigenen Uni-Servern verwaltet statt im Ausland. Das hat der TU-Datenschutzbeauftragte Matthias Herber im Interview angekündigt. „CrypTUD“ soll die Datensicherheit im universitären Alltag erhöhen und die Akzeptanz für Verschlüsselungslösungen erhöhen. Nicht zuletzt ziehen Datenschützer Matthias Herber und der IT-Sicherheitsbeauftragte Jens Syckor von der TU-Stabsstelle für Informationssicherheit damit auch Konsequenzen aus der NSA-Schnüffelaffäre und den jüngsten Entscheidungen des Europäischen Gerichtshofes, laut denen Internetdienste, die über US-Server abgewickelt werden, nicht als „sicherer Hafen“ für Daten aus Europa zu betrachten sind.