Alle Artikel mit dem Schlagwort: CNT

Entwicklungsleiter und Mitgründer Andreas Werner testet in einem Labor von Smart Nanotubes, wie gut die künstlichen Nasen Ammoniak oder Schwefelwasserstoffe erkennen. Foto: Heiko Weckbrodt

„Künstliche Nasen“ aus Sachsen bald serienreif

Erschnüffelt Akku-Brände vor den ersten Flammen: „Smart Nanotubes“ kombiniert Nanotech und KI Freital/Dresden, 23. Mai 2024. Die „Smart Nanotubes Technologies“ Freital wird seine „künstlichen Nasen“ ab Ende 2024 oder Anfang 2025 erstmals in Serienprodukten verkaufen. Das hat die einstige Ausgründung der TU Dresden angekündigt. Im Fokus stehen dabei zunächst Brand-Frühwarnsysteme für Elektroauto-Ladesstationen und Akkus und Hygieneprodukte für Altenheime.

Im ehemaligen Plastic-Logic-Reinraum nahe der Fabriken von Bosch, Jenoptik und künftig auch TSMC im Dresdner Norden installiert Fraunhofer bereits eine Mikroelektronik-Forschungsfabrik: das Zentrum für fortgeschrittene CMOS-Technologien und Heterointegration Sachsen. Hier soll auch ein Teil der "paneuropäischen Plattform" entstehen. Foto: Heiko Weckbrodt

Hoffnungssignale für paneuropäische Chip-Pilotlinie

Dresdner Institutsleiter Lakner ist optimistisch, dass Bundeszuschüsse für 850 Millionen Euro teures Projekt doch noch fließen Dresden, 22. Januar 2024. Die von Fraunhofer, Imec und Leti geplante „Paneuropäische Pilotlinie“ für neuartige Mikroelektronik wird trotz der Haushaltsprobleme der Bundesampel kommen – das hat Prof. Hubert Lakner vom Fraunhofer-Photonikinstitut IPMS in Dresden eingeschätzt. „Ich bin optimistisch, dass Bund und Land auf deutscher Seite das Projekt kofinanzieren“, erklärte er auf Oiger-Anfrage. „Ende Februar reichen wir die Anträge offiziell ein.“

Chip-Finnenschwede: Sachsen ist meine zweite Heimat geworden

Jonas Sundqvist will von Sachsen aus Europas Chipindustrie eine ätzenden Schub in die Nanowelt verpassen Dresden, 3. April 2023. Sachsen und Schweden haben eigentlich viel gemeinsam, ist Dr. Jonas Sundqvist überzeugt: Das Schulsystem zu DDR-Zeiten erinnert ihn an das schwedische, der Gedanke des gemeinsamen Lernens und dergleichen mehr. Nur richtig große Chipfabriken und große Reinräume, die hat Schweden eben nicht – und vor allem deshalb ist Dresden für den Halbleiterexperten Sundqvist eine zweite Heimat geworden: Über zwei Jahrzehnte lang hat er in den großen Chipbuden und Forschungsschmieden des „Silicon Saxony“ gearbeitet, hat ein Stück weit den Standort auch mitgeformt.

Kein Sprossensalat, sondern Hightech-Werkstoff unter dem Mikroskop: Kohlenstoff-Nanoröhrchen. Abb.: IWS

Nachfrage für Nanoröhrchen wächst stark

IDTechEx prognostiziert in der nächsten Dekade Bedarf für 70.000 Tonnen pro Jahr Cambridge, 10. März 2022. Nach Jahren einer eher verhaltenen Marktentwicklung wird die Nachfrage für Kohlenstoff-Nanoröhrchen (CNT) demnächst stark ansteigen – auf etwa 70.000 Tonnen pro Jahr ab 2032. Das hat das Marktforschungsunternehmen „IDTechEx“ aus Cambridge prognostiziert.

Herzstück der elektronischen Nasen ist der Geruchssensor „Smell iX16” auf Basis von Kohlenstoff-Nanoröhrchen. Foto: SmartNanotubes

Turck Duotec will künstliche Nasen aus Sachsen

Auftragsfertiger aus NRW steigt bei „Smartnanotubes“ Freital ein und plant Serienproduktion Dresden/Halver/Freital, 12. April 2021. Um Zugriff auf eine neuartige künstliche Nase zu bekommen, beteiligt sich der Elektronik-Auftragsfertiger „Turck Duotec“ aus Halver an „Smartnanotubes Technologies“ aus Freital. Das geht aus einer Duotec-Mitteilung hervor. Die Smartnanotubes-Ingenieure hatten zuvor an der TU Dresden innovative Mehrkanal-Gasensoren entwickelt. Die koppelten sie dann mit einer „Künstlichen Intelligenz“ (KI), die ganz verschiedene Gasgemische erlernen, erschnüffeln und erkennen kann. Duotec organisiert nun die Serienproduktion der künstlichen Nasen, um sie ab dem vierten Quartal 2021 dann auch zu verkaufen beziehungsweise in Geräte von Kunden einzubauen.

Herzstück der elektronischen Nasen ist der Geruchssensor „Smell iX16” auf Basis von Kohlenstoff-Nanoröhrchen. Foto: SmartNanotubes

Elektronische Nasen mit Nanotech aus Dresden

„Smart Nanotubes“-Chef: Können 2021 Millionenproduktion starten Dresden, 17. Dezember 2020. „Smart Nanotubes Technologies“ aus Dresden hat elektronische Nasen für den Massenmarkt entwickelt: Die Gassensor-Chips aus Sachsen sollen unangenehme und gefährliche Gerüche in verdorbenen Speisen „erschnüffeln“, aber auch vor schlechter Atemluft oder Pfusch in der Chemieproduktion warnen. Dank einer an der TU Dresden entwickelten Nanotechnologie sei der neue Sensor weit genauer, kleiner, sparsamer und billiger herstellbar als heutige Profi-Lösungen, teilte die Uni-Ausgründung mit. Es handele sich dabei um den „weltweit ersten Geruchssensor-Chip für den Massenmarkt“.

Das CNT arbeitet mit einer 300-mm-Linie im früheren Qimonda-Reinraum - solche Forschungsbedingungen gibt es europaweit sonst nur selten. Abb.: CNT

Sachsen sichert Nanoelektronik-Zentrum CNT Dresden mit 43 Millionen Euro

Die Forscher übernehmen die frühere E-Papier-Fabrik. Freistaat und Fraunhofer liebäugeln mit der Konzentration weiterer Chip-Institute. Dresden, 3. Dezember 2019. Um das Fraunhofer-Nanoelektronikzentrum CNT in Dresden langfristig abzusichern, wird die sächsische Regierung für die Forschungseinrichtung 43,4 Millionen Euro zuschießen. Das hat das sächsische Wissenschaftsministerium auf Oiger-Anfrage mitgeteilt. Perspektivisch könnte das damit finanzierte Umzugsprojekt als Wachstumskern für ein größeres Dresdner Elektronikforschungs-Konglomerat nach französischem und belgischem Vorbild dienen.

Blick in die "Plastic Logic"-Fabrik für elektronisches Papier in Dresden. Foto: PL

Fraunhofer-Zentrum zieht in stillgelegte „Plastic Logic“-Fabrik ein

Wo eigentlich massenhaft Digitalpapier entstehen sollte, forschen ab 2022 die CNT-Nanoelektroniker – und machen so auch Platz für Infineon Dresden Dresden, 28. August 2019. Für den Technologie-Standort Dresden kristallisiert sich eine gute und eine schlechte Nachricht heraus. Zuerst die schlechte: Das einst britische Unternehmen Plastic Logic (PL) beerdigt wohl endgültig die Vision, in seiner sächsischen Fabrik noch eine Massenproduktion von elektronischem Papier anzukurbeln. Die gute Nachricht: Statt dessen zieht dort bis 2022 das Fraunhofer-Centrum für nanoelektronische Technologien (CNT) ein, das bisher noch in den Infineon-Reinräumen in Dresden-Klotzsche residiert. Den Umzugsplan haben Direktor Hubert Lakner vom CNT-Mutterinstitut für Photonischen Mikrosysteme (IPMS) und Infineon-Standortsprecher Christoph Schumacher auf Oiger-Anfrage bestätigt. Von Plastic Logic gab es dazu bisher keine Stellungnahme.

Graphene sind wabenförmige 2D-Moleküle aus Kohlenstoff mit hoher Leitfähigkeit. Abb.: Graphen Center Cambridge

Graphen-Forschungszentrum in Dresden gegründet

Neuer Forschungspfad für kohlenstoffbasierte 2,5D-Elektronik in Dresden Dresden, 7. September 2016. Elektronikforscher und Chemiker der TU haben am Mittwoch ein „Graphen-Zentrum Dresden“ (GraphD) am Exzellenz-Center für fortgeschrittene Elektronik „cfaed“ gegründet. Dort bündeln sie die Dresdner Forschungen an diesem „Wundermaterial“, das aus extrem dünnen, festen und leitfähigen Kohlenstoff-Netzen besteht.

Foto: Fraunhofer IPMS-CNT

Fraunhofer-Nanozentrum Dresden kooperiert mit Südkoreanern

Neues Geschäftsfeld Chipwerk-Gerätetests soll Auslastung sichern Dresden, 14. Januar 2015: Weil das ursprüngliche Geschäftsmodell gescheitert ist, spezialisiert sich das Fraunhofer-Nanoelektronikzentrum CNT in Dresden nun auch auf Reinraum-Tests für Chipfabrik-Analysetechnik. So werden die Fraunhofer-Forscher jetzt ein neues Defekt-Inspektionsgerät für Chipscheiben (Wafer) des südkoreanischen Anlagenherstellers „NEXTIn“ erproben und dessen Marktreife überprüfen. Dies sieht eine Vereinbarung zwischen den Südkoreanern und dem Fraunhofer-Institut für Photonische Mikrosysteme (IPMS) Dresden vor, zu dem das CNT inzwischen gehört.

Sumio Iijima. Foto: NIMSoffice, Wikipedia, cc3-Lizenz

CNT-Entdecker: Nanoforschung wird von Supermikroskopen getrieben

Japanische Nano-Koryphäe Iijima besucht Dresdner Elektronikzentrum „cfaed“ Dresden, 11. September 2014: Die Entdeckung neuer Nano-Werkstoffe für leistungsfähigere Computerchips und für die Biotechnologie hängt entscheidend von der Entwicklung noch hochauflösender Elektronen-Mikroskope ab. Das schätzt der japanische Physiker Sumio Iijima ein, der morgen das Dresdner Zentrum für fortgeschrittene Elektronik „cfaed“ besuchen will. Der 75-jährige Iijima gilt als Pionier der Nanotechnologie: Er hatte 1991 die sogenannten „Kohlenstoff-Nanoröhrchen“ (CNTs) entdeckt, die heute als ein Schlüsselmaterial für innovative Halbleiter, besonders haltbare Sportgeräte und neuartige Wasserstoff-Speicher gelten.

Auch recht detaillierte Gesichts-Animationen sind mit dem prämierten Cinector möglich. Abb.: HS Mittweida

„futureSAX“-Gewinner: Elektronik-Nanorohre und die Heirat von Spiel und Film

Innovationspreise für sächsische Tüftler in Dresden vergeben Dresden, 16. Juli 2014: Für ein neues Verfahren, um hochreine Kohlenstoff-Nanoröhrchen (CNT) für künftige Computerchips industrienah herzustellen, hat das „ProNT“-Team der TU Dresden heute den mit 15.000 Euro dotierten ersten Preis im „futureSAX“-Ideenwettbewerb in Dresden gewonnen. Das teilte das sächsische Wirtschaftsministerium mit. Das Team plant nun eine Firmen-Gründung und will mit seinen CNTs den Weg für den Übergang von der Mikro- zur Nanoelektronik ebnen. „Sachsen besitzt eine sehr hohe Innovationskraft und einen großen Ideenreichtum“, freute sich Wirtschaftsminister Sven Morlok (FDP) bei der Preisvergabe.

Pantelis Haidas (Infineon, links) und Prof. Hubert Lakner (Fraunhofer-IPMS). Foto: FHG

Dresdner Fraunhofer-Nanozentrum darf im Infineon-Reinraum bleiben

Konzern stellt neue Forschungsaufträge in Aussicht Dresden, 28. Mai 2014: Das angeschlagene Fraunhofer-Nanoelektronikzentrum „CNT“ in Dresden hat einen wichtigen Etappenerfolg auf seinem Konsolidierungs-Kurs erzielt: Es darf zu recht günstigen Bedingungen in den Reinräumen von Infineon Dresden bleiben und hat auch weitere Forschungsaufträge des Chip-Konzerns in Aussicht. Das sieht ein Miet- und Service-Vertrag vor, den der Dresdner Infineon-Standortchef Pantelis Haidas und der Direktor des „Fraunhofer-Instituts für Photonische Mikrosysteme“ (IPMS), Prof. Hubert Lakner nun unterschrieben haben.

TU Dresden baut Nanoelektronik-Analyse aus

Globalfoundries steuert Spezialtechnik bei Dresden, 30. November 2013: Die Technische Universität Dresden (TUD) baut ihre Kapazitäten für die hochaufgelöste Analyse künftiger Nanoelektronik aus. So will das „Dresden Center for Nanoanalysis“ (DCN), das zum TU-Zentrum für fortgeschrittene Elektronik (cfaed) gehört, in der kommenden Woche mehrere teure Analysegeräte übernehmen, um in den kommenden drei Jahren eindimensionale Elektronik zu erforschen. Außerdem geht am Montag das neue Elektroniktechnikum und weitere neue Forschungsgebäude der TU an der Nöthnitzer Straße in Betrieb, für die unter anderem der Chip-Auftragfertiger Globalfoundries aufwendige Elektronenmikroskoptechnik für Experimente auf 300-Millimeter-Siliziumscheiben bereit stellt. Laut bisher unbestätigten Informationen soll einer der beiden neuen Komplexe nach den Dresdner Mikroelektronik-Pionier Werner Hartmann benannt werden.

Dresdner Chipforschung am Staats-Tropf

Institute Namlab und CNT haben sich nach Qimonda-Schock neu orientiert Dresden, 2.Juni 2013: Die Qimonda-Pleite vor vier Jahren hatte nicht nur Kunden und Zulieferer, sondern auch mit dem Namlab und dem CNT zwei hochmodern ausgestattete Dresdner Forschungsinstitute in eine existenzielle Krise gestürzt. Seitdem wurden sie auch mit millionenschweren Förderströmen von Staat am Leben erhalten – inzwischen haben sie sich neu ausgerichtet.