Alle Artikel mit dem Schlagwort: BIP

Die Dresdner Niederlassung des Wirtschaftsforschungsinstituts ifo hat sich auf die Analyse der ostdeutschen und sächsischen Wirtschaft spezialisiert. Foto: Heiko Weckbrodt

Ifo-Forscher kritisiert schlappe ostdeutsche Wirtschaftspolitik

Ragnitz: So einem „Weiter so“ wird nie was mit dem Westniveau Dresden, 28. Juni 2016. Die Wirtschaftsminister in den ostdeutschen Bundesländer müssen aufwachen und eine aktivere Politik betreiben, wenn sie jemals den Abstand zum Westen aufholen wollen. Darauf hat Prof. Joachim Ragnitz, der Dresdner Vize-Niederlassungschef des Wirtschaftsforschungsinstituts ifo, am Dienstag hingewiesen, als er die aktuelle Konjunkturprognose für Ostdeutschland und Sachsen vorgestellte.

Abb.: hw

Deutsche Wirtschaft wächst schwächer

Ökonomen korrigieren BIP-Prognose auf 1,6 % herunter Halle, 14. April 2016. Die führenden Wirtschaftsforschungs-Institute in Deutschland haben ihre Wachstumsprognose nach unten korrigiert. Demnach wird das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2016 in der Bundesrepublik nur um 1,6 % statt um 1,8 % steigen, wie noch im Herbst vorhergesagt. Dies teilte das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) heute mit, das diese Prognosen gemeinsam mit dem ifo-Institut, dem DIW Berlin und dem RWI zweimal pro Jahr für das Bundeswirtschaftsministerium erstellt. Weltwirtschaft abgekühlt, Binnennachfrage gut „Ausschlaggebend für die Revision war ausschließlich, dass sich die Weltwirtschaft Ende 2015 merklich abgekühlt hat. Die deutsche Binnenkonjunktur stellt sich aus heutiger Sicht sogar besser dar als noch im Herbst“, schätzte Timo Wollmershäuser ein, der Leiter des ifo-Zentrums für Konjunkturforschung.

Die fetten Jahre sind vorbei: Sachsens Wirtschaft (grüne Balken) wächst nur noch verhalten. Abb.: Statist. Landesamt Kamenz

Sachsens Wirtschaft wächst nur um laue 1,5 %

BIP-Zuwachs auf Ost-Durchschnitt Kamenz, 30. Januar 2016. Die sächsische Wirtschaft ist im Jahr 2015 um 1,5 % gewachsen. Das haben der Arbeitskreis „Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder“ und das Statistische Landesamt in Kamenz nun ausgerechnet. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) wuchs damit im Freistaat nicht so stark wie im Deutschland-Durchschnitt (+ 1,7 %), die Rate bewegte sich eher im Ost-Durchschnitt.

Abb.: hw

Aufschwung in Deutschland geht weiter

IfW rechnet mit leichten Impulsen durch Flüchtlingen Kiel/Berlin, 14. Dezember 2015. Trotz eher schwacher Industrieproduktion wird sich der wirtschaftliche Aufschwung in Deutschland fortsetzen. Das hat das Institut für Weltwirtschaft in Kiel heute prognostiziert. Für dieses Jahr gehen die Forscher von 1,8 % Wirtschaftswachstum aus, 2016 erwarten sie 2,2 % und 2017 dann 2,3 Prozent. Damit haben sie ihre Prognosen leicht angehoben. Denn die Ausgaben für Flüchtlinge sorgen kurzfristig für leichte Zusatz-Impulse auf das Bruttoinlandsprodukt (BIP). Sie wirken derzeit „wie ein Konjunkturprogramm“, erklärte Prof. Stefan Kooths vom IfW.

Abb.: hw

Sachsen bleibt wirtschaftlich gespalten

Leipzig und Kreis Görlitz mit starkem BIP-Wachstum seit 2000, das Vogtland schwächelt Kamenz, 19. November 2015. Wirtschaftlich bleibt Sachsen ein in sich gespaltenes Land: Während vor allem die Großstädte und wenige Landkreise wie Görlitz seit der Jahrtausendwende ökonomisch weit überdurchschnittlich gewachsen sind, sind viele ländliche Gebiete wie etwa das Vogtland weit zurück. Das geht aus einer Aufstellung hervor, die das Statistische Landesamt im Kamenz heute veröffentlicht hat.

Die Zuwächse des Bruttoinlandproduktes (BIP) in den Bundesländern im 1. Halbjahr 2015 im Vergleich. Abb.: AK VWGR

Sächsische Wirtschaft wächst um 1,7 %

Kamenz, 24. September 2015. Die sächsische Wirtschaft ist im ersten Halbjahr 2015 preisbereinigt um 1,7 Prozent gewachsen und hat sich damit spürbar dynamischer entwickelt als die ostdeutsche (+ 1,1 %) und die gesamtdeutsche Wirtschaft (+1,4 %). Das teilte das Statistische Landesamt in Kamenz heute mit und berief sich dabei auf Berechnungen des „Arbeitskreis es Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder“. Industrie war wieder mal das Zugpferd Zugpferd des Wirtschaftswachstums in Sachsen war demnach wieder einmal die Industrie. Die besondere Dynamik im Freistaat dürfte durch die im ostdeutschen Vergleich stärkere industrielle und Export-Orientierung der hiesigen Wirtschaft zu erklären sein. Zum Vergleich: Die Dresdner Außenstelle des ifo-Instituts hatte noch im Sommer ein Wachstum um 2 % für Sachsen im gesamten Jahr 2015 prognostiziert.

Abb.: hw

Ifo Dresden: Sachsens Wirtschaft legt über Bundesschnitt zu

Wirtschaftsforscher sehen auch durch Grexit und Russland-Krise keine dramatische Bedrohung Dresden, 2. Juli 2015. Sachsen kann in diesem und im kommenden Jahr mit einer guten, ja sogar im Bundesvergleich leicht überdurchschnittlichen wirtschaftlichen Aufwärtsentwicklung rechnen. Das haben die Ökonomen von ifo Dresden prognostiziert. Demnach wird die Wirtschaftsleistung (Bruttoinlandsprodukt) im Freistaat in diesem Jahr um zwei Prozent zulegen, 2016 dann um 1,8 Prozent. Zum Vergleich: Für Ostdeutschland rechnen die Wirtschaftsforscher mit Wachstumsraten von 1,8 % (2015) und 1,6 % (2016) und für Deutschland insgesamt mit 1,9 bzw. 1,8 %. „Wir können positiv in die Zukunft schauen“, schätzte Ifo-Dresden-Vizechef Prof. Joachim Ragnitz ein. Nach einem eher schwachen ersten Halbjahr 2015 werde die Konjunktur nun an Fahrt aufnehmen – allerdings ohne in gleichem Maße auch neue Jobs zu generieren.

Abb.: AK VWGSR

Aufholprozess Ost-West eingeschlafen

Nur Sachsens Wirtschaft wächst überdurchschnittlich, Sachsen-Anhalt trägt mit nur 0,4 % die rote Laterne Halle/Dresden, 1. Mai 2015: Der Aufholprozess der ostdeutschen Bundesländer zum gesamtdeutschen Wirtschafts-Niveau stockt noch immer: Mit Ausnahme von Sachsen ist es im vergangenen Jahr keinem einzigen dieser Länder gelungen, ein Wirtschaftswachstum über dem deutschen Durchschnitt (1,6 % im Jahr 2014) zu steigern. Das geht aus der aktuellen Gesamtrechnung des „Arbeitskreises Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder“ hervor.

Gemessen am BIP je Areitsstunde, liegt Sachsens Produktivität im unteren Drittel. Grafik: Stat. LA Kamenz, Foto & Montage: hw

Sachsens Wirtschaft wächst über Bundes-Schnitt

BIP legt um 1,9 % zu Kamenz/Dresden, 29. April 2015: Die sächsische Wirtschaft ist im vergangenen Jahr um 1,9 Prozent gewachsen und damit schneller als die gesamtdeutsche Wirtschaft (+ 1,6 %). Das teilte das Statistische Landesamt in Kamenz heute mit. Der wichtigste Wachstumsmotor war erneut die Industrie, die um 4,5 % zulegte.

Sven Morlok. Abb.: sachsen.de

Wirtschaftsminister attackiert Wirtschafts-Weise

Morlok will sich von Ifo-Forschern Sachsen-Aufschwung nicht kaputt reden lassen Dresden, 29. September 2014: Ungewöhnlich scharf hat der scheidende sächsische Wirtschaftsminister Sven Morlok (FDP) die Wirtschaftsforscher des „ifo“-Instituts angegriffen. Die hatten kürzlich eine Studie veröffentlicht, laut der die ostdeutsche Wirtschaft dem westdeutschen Durchschnitt um 30 Jahre hinterher hinke und der Aufholprozess zum Westen völlig zum Erliegen gekommen sei. Die ifo-Forscher seien offensichtlich nicht ganz auf dem Stand der Dinge. „Da sollten sich die Herren Wirtschaftsforscher mal die Studien angucken, die im eigenen Haus über die Auswirkungen sinkender Transfer-Leistungen vorliegen“, sagte er während der Wirtschaftspreis-Verleihung der „Dresdner Neuesten Nachrichten“ heute Abend.

Wachstumstreiber Autoindustrie in Sachsen - hier ein Blick in die i8-Montage im BMW-Werk Leipzig. Foto: BMW

Sachsen im Aufschwung

Ifo prognostiziert solides Wirtschaftswachstum für 2014/15 Dresden, 3. Juli 2014: In Sachsen geht es vorerst aufwärts: Die Dresdner Forscher des ifo-Instituts rechnen in diesem Jahr mit 1,9 Prozent Wirtschaftswachstum im Freistaat, im kommenden Jahr mit 2,1 Prozent. Damit wird die hiesige Wirtschaft nicht ganz so stark zulegen wie die gesamtdeutsche (plus 2 bzw. 2,2 Prozent Bruttoinlandsprodukt = BIP), sich aber etwas dynamischer als die ostdeutsche Wirtschaft (1,8 bzw. 2 Prozent) entwickeln. „Wir befinden uns in einem Aufschwung“, ist sich Prognose-Koautor Robert Lehmann sicher.

Bitkom-Umfrage wie auch das Ifo-Konjunkturbarometer weisen auf ein positives Konjunkturklima hin. Abb.: Bitkom

Sächsische Wirtschaft stagniert

Landesamt: 2013 legte BIP nur um 0,3 Prozent zu Kamenz, 28. März 2014: Die Wirtschaft in Sachsen ist im vergangenen Jahr fast nahezu auf der Stelle getreten: Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Freistaat wuchs um gerade mal 0,3 Prozent auf 99,9 Milliarden Euro, wie das Statistische Landesamt im Kamenz mitteilte. 2012 war das sächsische BIP sogar um 0,6 Prozent geschrumpft.

Fast 3 % des Bruttoinlandsproduktes fließen in Sachsen in Forschung und Entwicklung - wobei der Staat anteilig mehr invesitiert als die Wirtschaft. Diese Innovationsausgaben haben wohl beigetragen, dass Wirtschaftskraft und Exportquote im ostdeutschen Vergleich vorn liegen. Abb.: SMWA

Sachsens Wirtschaft in Ostdeutschland top, in EU nur Mittelmaß

Ministerium legt Standortvergleich vor Dresden, 2. März 2014: Sachsen hat sich im ostdeutschen Vergleich erneut als wirtschafts- und forschungsstärkstes Bundesland behauptet und die De-Industrialisierung, die nach der politischen Wende eingesetzt hatte, anscheinend nachhaltig gestoppt. Der Nachholebedarf bleibt indes groß: Im EU-Vergleich ist die Wirtschaftskraft des Freistaats – ähnlich wie die der anderen „Neuen Bundesländer“ – höchstens mittelmäßig, liegt noch hinter den vielgescholtenen Krisenländern Spanien und Griechenland. Das geht aus einem Standortvergleich vor, den heute das sächsische Wirtschaftsministerium veröffentlicht hat.

Sind alle Maschinen und Werkstücke in einer Fabrik mit Funkchips bzw. Lesegeräten ausgestattet, können sie sich zu "Cyber Physical Systems" zusammenschließen und die Poduktionsprozesse teils selbst regulieren. Foto: Silicon Saxony

Sächsische Wirtschaft stagniert – kleiner Aufschwung naht aber

Dresden, 15. Februar 2014: Die sächsische Wirtschaft hat sich im vergangenen Jahr schwächer entwickelt als die deutsche und speziell auch die ostdeutsche Wirtschaft – nämlich überhaupt nicht. Das hat eine Analyse des Forschungsinstituts „ifo Dresden“ ermittelt. Schuld ist vor allem die schwächelnde Industrie: In Dresden zum Beispiel verlor diese 15 Prozent ihrer Umsätze.

Dresdner Wirtschaft tritt auf der Stelle

Seit 2006 stagniert BIP in der Stadt, SPD fordert neue Wachstumsstrategie Dresden, 9. Januar 2014: Weil die Dresdner Wirtschaft seit Jahren stagniert – und damit auch die Gewerbesteuer-Einnahmen – hat die SPD-Fraktion im Stadtrat eine neue Wachstumsstrategie von der Stadtverwaltung gefordert. Insbesondere sei es notwendig, den vakanten Chefposten im Amt für Wirtschaftsförderung, das seit geraumer Zeit von Wirtschaftsbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) in Personalunion mitgeleitet wird, endlich wieder zu besetzen. Ebenso müsse sich das Rathaus einen langfristigen Plan für den Einsatz von EU-Fördergeldern zurechtlegen. „Dresden braucht wieder mehr Wachstum“, so die Fraktion. „Ansonsten stehen mit dem Auslaufen des Solidarpakts schwere Zeiten bevor.“