Alle Artikel mit dem Schlagwort: BIP

ifo-Präsident Clemens Fuest. Foto: Heiko weckbrodt

Ifo: Corona kostet bis zu 1,8 Millionen Jobs

Deutschland könnte über 20 Prozent seiner Wirtschaftskraft verlieren München, 23. März 2020. Die Corona-Krise kann Deutschland bis zu ein Fünftel seiner Wirtschaftsleistung und bis zu 1,8 Millionen Arbeitsplätze kosten. Das hat Präsident Clemens Fuest vom Münchner Wirtschaftsforschungs-Institut Ifo mitgeteilt. „Die Kosten werden voraussichtlich alles übersteigen, was aus Wirtschaftskrisen oder Naturkatastrophen der letzten Jahrzehnte in Deutschland bekannt ist“, schätzt er ein.

Forscher am US-Seuchenkontrollzentrum CDC haben dieses 3D-Modell des neuen Corona-Virus (2019nCoV) entworfen, das eine schwere Lungenkrankheit auslösen kann. Die Angst vor dem Krankheitserreger lähmt mittlerweile weltweit das öffentliche Leben, die Wirtschaft, den Tourismus, selbst die Forschung in vielen Ländern. Illustration: CDC/ Alissa Eckert, MS; Dan Higgins, MAMS, Lizenz: Public Domain, https://phil.cdc.gov/Details.aspx?pid=23312 / Wikipedia https://commons.wikimedia.org/wiki/File:2019-nCoV-CDC-23312.png

Institut rechnet nach Corona-Schock mit schrumpfender Wirtschaft

Die meisten deutschen Unternehmen spüren bereits Auswirkungen Kiel/München, 12. März 2020. Weil die Corona-Pandemie einen regelrechten Schock in der Weltwirtschaft ausgelöst und andere Abschwung-Faktoren verstärkt, rechnet das Institut für Weltwirtschaft (IfW) aus Kiel dieses Jahr mit einem „harten Konjunktureinbruch, gefolgt von einer starken Gegenbewegung“. Die deutsche Wirtschaft wird laut IfW-Prognose in diesem Jahr um 0,1 Prozent schrumpfen, dafür aber 2021 wieder um 2,3 Prozent wachsen.

Die Ökonomen haben ihre Wachstumsprognose für die deutsche Wirtschaft weiter herunterkorrigiert. Grafik: Heiko Weckbrodt

Deutscher Aufschwung versiegt

Wirtschaftsweise senken Wachstumsprognose auf 0,5 Prozent Berlin, 2. Oktober 2019. Die deutschen Chefökonomen rechnen damit, dass die Konjunktur in der Bundesrepublik weiter abflaut: Sie haben ihre Gemeinschaftsprognose für das deutsche Wirtschaftswachstum in diesem Jahr von 0,8 auf 0,5 Prozent abgesenkt. Für 2020 senkten sie ihre Prognose von 1,8 auf 1,1 Prozent. Das haben die beteiligten Institute Ifo, Diw, IfW, IWH und RWI heute mitgeteilt.

Wachstumstreiber Autoindustrie in Sachsen - hier ein Blick in die i8-Montage im BMW-Werk Leipzig. Foto: BMW

Sächsische Wirtschaft stagniert

Statistisches Landesamt stellt BIP-Halbjahresbilanz vor Kamenz, 24. September 2019. Die fetten Jahre sind offensichtlich erstmal vorbei: Die Wirtschaft in Sachsen wächst nicht mehr. Das geht aus einer Mitteilung des statistischen Landesamtes in Landesamtes hervor, die sich wiederum auf Berechnungen des Arbeitskreises „Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder“ stützt.

Die ifo-Konjunkturprognose-für Ostdeutschland und Sachsen für 2019 und 2020 8Stand: Sommer 2019). Grafik: Ifo Dresden

Konjunkturdämpfer: Sachsens Industrie schrumpft

Ifo Dresden korrigiert Wachstumsprognose herunter Dresden, 27. Juni 2019. Die lange Wachstumsphase ist vorerst vorbei: Die strauchelnde Weltkonjunktur wirkt sich auch in Sachsen aus. Daher haben die Dresdner Ökonomen des Ifo-Instituts heute ihre Wachstumsprognosen deutlich heruntergeschraubt. Statt um 1,2 Prozent, wie noch vor einem halben Jahr erwartet, wird die Wirtschaft im Freistaat demnach im Jahr 2019 wahrscheinlich nur um 0,7 Prozent wachsen. Für die Industrie als Rückgrat der sächsischen Wirtschaft erwarten die Volkswirte sogar einen Rückgang um 1,2 Prozent. Erst 2020 sei wieder mit einer Erholung zu rechnen.

Selbst in eher leichter Schutzkleidung ist es im Stahlwerk nicht gerade leicht, alles Gefahrenquellen im Auge und Ohr zu behalten. Der Cyberhelm soll die Arbeiter in solchen Fällen vor Risiken warnen. Foto: GesisSelbst in eher leichter Schutzkleidung ist es im Stahlwerk nicht gerade leicht, alles Gefahrenquellen im Auge und Ohr zu behalten. Der Cyberhelm soll die Arbeiter in solchen Fällen vor Risiken warnen. Foto: Gesis

Langer deutscher Aufschwung endet

Wirtschaftsweise senken Wachstumsprognose deutlich Berlin, 4. April 2019. Die seit der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/09 andauernde lange Konjunktur in Deutschland neigt sich dem Ende zu – das ist mittlerweile unübersehbar. Die deutschen Wirtschaftsweisen haben in ihrer neuen „Gemeinschaftsdiagnose“ heute auch ihre Wachstumsprognosen für die Wirtschaft deutlich heruntergeschraubt: Statt von knapp zwei Prozent Zuwachs, wie noch im Herbst 2018 angenommen, gehen sie für das Jahr 2019 nur noch von einem Wirtschaftswachstum in der Bundesrepublik um 0,8 Prozent aus. Für 2020 erwarten die Ökonomen dagegen wieder eine Erholung und halten an ihrer früheren 1,8-%-Prognose weiter fest.

Leichtbauroboter tragen im BMW-Werk Leipzig Kleber auf Scheiben auf. Künftig sollen noch mehr Industrieroboter eingesetzt werden. Foto: BMW

Konjunktur in Sachsen kühlt ab

Ifo-Forscher korrigieren Wachstumsprognosen nach unten Dresden, 19. Dezember 2018. Die neuen Abgasprüf-Verfahren mit all ihren Auswirkungen auf die Autoindustrie, Handelsstreits, Brexit-Unsicherheiten und die abkühlende Konjunktur der Weltwirtschaft dämpfen auch das Wirtschaftswachstum in Sachsen und ganz Ostdeutschland: Die Dresdner Niederlassung des Wirtschaftsforschungs-Instituts „Ifo“ hat die Prognosen heute um 0,2 Prozentpunkte gegenüber früheren Ansagen herunterkorrigiert.

Selbst im Sommer entsteht 99 % des Regens in unseren Breiten in Eiswolken - hier eine Archivaufnahme vom Elbufer in Dresden. Foto: Heiko Weckbrodt

Deutscher Aufschwung flaut ab

Ifo-Institut korrigiert Prognose für Wirtschaftswachstum deutlich herunter München, 19. Juni 2018. Die deutsche Wirtschaft wächst weiter, aber nicht mehr so stark wie erwartet. Das geht aus einer aktualisierten Prognose des Wirtschaftsforschungs-Instituts Ifo aus München hervor. Die Volkswirte erwarten demnach für 2018, dass das Bruttoinlandsprodukt (BIP = Summe aller erwirtschafteten Waren und Leistungen) nur um 1,8 Prozent wächst statt um 2,6 Prozent, wie noch im Frühjahr vorhergesagt. Für 2019 korrigierten die Ökonomen ihre BIP-Zuwachsprognosen von 2,1 auf ebenfalls 1,8 Prozent herunter.

Das Wirtschaftswachstum (gemessen am BIP) von 2008 bis 2018 im Euroraum. Quellen: Europ. Statistisbehörde & Ifo

Wirtschaft der Eurozone wächst 2018 um 2,3 %

Institute ifo, KOF und Istat rechnen weiter mit robuster Konjunktur in Europa München/Zürich/Rom, 26. März 2018. Um 2,3 Prozent wird die Wirtschaft der Eurozone in diesem Jahr wachsen: Um 0,6 Prozent im ersten und zweiten Quartal 2018, im dritten Quartal dann um 0,5 Prozent. Das haben die Wirtschaftsforschungs-Institute Ifo München, KOF Zürich und Istat Rom in einer gemeinsamen Prognose vorhergesagt. Zum Vergleich: Für Deutschland erwarten die Forscher 2,6 % Wirtschaftswachstum im Jahr 2018. „Der Haupttreiber sind die Investitionen, die von niedrigen Zinsen und einer steigenden Kapazitätsauslastung profitieren“, heißt es in einer Mitteilung der drei Institute. “Dank einer dynamischen Weltwirtschaft und der damit einhergehenden hohen Exportnachfrage ist der Euroraum weiter auf Expansionskurs.”

Im ostdeutschen Maschinenbau brummen die Geschäfte derzeit. Hier im Foto sind gerade zwei Mitarbeiter von Niles-Simmons Chemnitz mit der Qualitätskontrolle einer großen Kurbelwelle beschäftigt. Foto: Wolfgang Schmidt, VDMA Ost

Weniger Arbeitslose, mehr Jobs in Deutschland

Bundesstatistiker verzeichnen 1,5 % mehr Erwerbstätige Wiesbaden, 2. Januar 2017. Der Jobmotor summt in Deutschland fleißig vor sich hin, wenn auch nicht in allen Wirtschaftsbereichen gleichermaßen. Die Zahl der Erwerbstätigen in der Bundesrepublik sei im vergangenen Jahr um 1,5 Prozent auf 44,3 Millionen Menschen gestiegen, teilte das statistische Bundesamt (Destatis) in Wiesbaden mit.

Zur Industrienacht öffnet auch der Standort Dresden des Berliner Technologie-Unternehmens "First Sensor" seine Reinraum-Schleusen. In Dresden produzieren die Mitarbeiter vor allem Sensoren für Autos und andere Transportsysteme. Foto: First Sensor

Dresdens Wirtschaft wächst besonders stark

Industrie ist Wachstumsmotor Kamenz, 25. Juli 2017. Die Dresdner Wirtschaft ist im Jahr 2015 um über ein Zehntel gewachsen und war damit Spitzenreiter in Sachsen. Das hat das Statistische Landesamt in Kamenz mitgeteilt. Die Mess- und Vergleichsgröße war dabei das (nicht um Inflationseffekte bereinigte) Bruttoinlandsprodukt (BIP). Zurückzuführen war das starke Wachstum des Jahres 2015 in der Landeshauptstadt vor allem auf die Industrie. Im Raum Dresden prägen vor allem Lebensmittelerzeugung, Mikroelektronik und Anlagenbau die industrielle Struktur.

Die Dresdner Niederlassung des Wirtschaftsforschungsinstituts ifo hat sich auf die Analyse der ostdeutschen und sächsischen Wirtschaft spezialisiert. Foto: Heiko Weckbrodt

Ifo-Forscher kritisiert schlappe ostdeutsche Wirtschaftspolitik

Ragnitz: So einem „Weiter so“ wird nie was mit dem Westniveau Dresden, 28. Juni 2016. Die Wirtschaftsminister in den ostdeutschen Bundesländer müssen aufwachen und eine aktivere Politik betreiben, wenn sie jemals den Abstand zum Westen aufholen wollen. Darauf hat Prof. Joachim Ragnitz, der Dresdner Vize-Niederlassungschef des Wirtschaftsforschungsinstituts ifo, am Dienstag hingewiesen, als er die aktuelle Konjunkturprognose für Ostdeutschland und Sachsen vorgestellte.

Abb.: hw

Deutsche Wirtschaft wächst schwächer

Ökonomen korrigieren BIP-Prognose auf 1,6 % herunter Halle, 14. April 2016. Die führenden Wirtschaftsforschungs-Institute in Deutschland haben ihre Wachstumsprognose nach unten korrigiert. Demnach wird das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2016 in der Bundesrepublik nur um 1,6 % statt um 1,8 % steigen, wie noch im Herbst vorhergesagt. Dies teilte das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) heute mit, das diese Prognosen gemeinsam mit dem ifo-Institut, dem DIW Berlin und dem RWI zweimal pro Jahr für das Bundeswirtschaftsministerium erstellt. Weltwirtschaft abgekühlt, Binnennachfrage gut „Ausschlaggebend für die Revision war ausschließlich, dass sich die Weltwirtschaft Ende 2015 merklich abgekühlt hat. Die deutsche Binnenkonjunktur stellt sich aus heutiger Sicht sogar besser dar als noch im Herbst“, schätzte Timo Wollmershäuser ein, der Leiter des ifo-Zentrums für Konjunkturforschung.