Alle Artikel mit dem Schlagwort: BIP

Prof. Joachim Ragnitz ist Stellvertretender Leiter der ifo-Niederlassung Dresden. Foto: Heiko Weckbrodt

Ifo: Sachsens Wirtschaft erreicht Ende 2021 wieder Vor-Corona-Niveau

“Long Covid”: Wohlstandsverluste bleiben auf lange Sicht Dresden, 23. Juni 2021. Angesichts der jüngsten Corona-Lockerungen und Impffortschritte wachsen die sächsische und die ostdeutsche Wirtschaft nun wieder und werden voraussichtlich bis Ende 2021 ihr Vorkrisen-Niveau wieder erreichen. Das hat Prof. Joachim Ragnitz vom Wirtschaftsforschungsinstitut Ifo in Dresden heute prognostiziert. „Wir kommen damit aber noch nicht zurück auf den Wachstumspfad“, betonte er. „Unsere Wohlstandsverluste werden wir lange nicht zurückgewinnen.“

Der Energiesektor von Siemens konnte erst kürzlich wieder Großaufträge in Ägypten und in Belgien an Land ziehen - hier ein Blick in die Turbinenmontage im Berliner Siemens-Werk. Das IfW rechnet damit, dass sich das Wirtschaftswachstum in Deutschland noch beschleunigen wird. Foto: Siemens

Weil Corona länger dauert: Ökonomen senken Prognose

Nur 3,7  statt 4,7 % Wachstum: Seuche und Überalterung bremsen deutsche Wirtschaft aus München, 15. April 2021. Weil sich Impfkampagne und Corona länger hinschleppen als gedacht und Deutschland weiter überaltert, haben die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute im deutschsprachigen Raum ihre Wachstumsprognose für 2021 nun um einen Prozentpunkt auf 3,7 Prozent abgesenkt. Das geht aus dem gemeinsamen Frühjahrsgutachten 2020 von Ifo München, DIW Berlin, der KOF Zürich, dem IfW Kiel, dem RWI Wien und dem IWH in Halle hervor.

Forscher am US-Seuchenkontrollzentrum CDC haben dieses 3D-Modell des neuen Corona-Virus (2019nCoV) entworfen, das eine schwere Lungenkrankheit auslösen kann. Die Angst vor dem Krankheitserreger lähmt mittlerweile weltweit das öffentliche Leben, die Wirtschaft, den Tourismus, selbst die Forschung in vielen Ländern. Illustration: CDC/ Alissa Eckert, MS; Dan Higgins, MAMS, Lizenz: Public Domain, https://phil.cdc.gov/Details.aspx?pid=23312 / Wikipedia https://commons.wikimedia.org/wiki/File:2019-nCoV-CDC-23312.png

Ifo: Wirtschaft stagniert wegen Corona-Sperren

Jede Woche Ausnahmezustand verringert Wertschöpfung München, 20. Januar 2021. Weil die Kanzlerin und die Ministerpräsidenten den Corona-Ausnahmezustand bis in den Februar hinein verlängert haben, rechnet das Ifo-Wirtschaftsforschungsinstitut in München nicht mehr mit einer ökonomischen Erholung im ersten Quartal des neuen Jahres. Vielmehr werde die deutsche Wirtschaft in den ersten drei Monaten 2021 stagnieren, prognostizierte das Institut.

Highvolt-Monteur Andreas Nusch prüft die elektrischen Verbindungen an einer 550.000-Volt-Wechselspannungs-Prüfanlage, die für Toshiba bestimmt ist. Foto. Heiko Weckbrodt

Dresdens Wirtschaftskraft seit 2018 über Bundesschnitt

Landesstatistiker zeichnen Bip-Entwicklung nach Dresden, 6. Oktober 2020. Die Stadt Dresden liegt in puncto Wirtschaftskraft bereits seit dem Jahr 2018 leicht über dem gesamtdeutschen Durchschnitt. Das hat das statistische Landesamt Sachsen in Kamenz zum 30. Jahrestag der Wiedervereinigung berechnet und nun veröffentlicht. Neuere Zahlen liegen dazu noch nicht vor.

Bund und Länder haben wegen der Corona-Epidemie de facto für große Teile der Wirtschaft ein Not-Aus angeordnet. Die ökonomischen Folgen sind noch nicht bezifferbar, aber sie werden drastisch sein, meinen viele Ökonomen. Foto: Heiko Weckbrodt

Sachsen verliert durch Corona 17 % Wirtschaftsleistung

Ifo Dresden: Langfristige Schäden könnten in Ostdeutschland höher ausfallen als im Westen Dresden, 17. April 2020. Die Corona-Krise wird Sachsen etwa 17 Prozent seiner Wirtschaftsleistung kosten. Das geht aus der Untersuchung “Wirtschaftliche Folgen der Coronakrise: Szenarienrechnung für die einzelnen Bundesländer” des Ifo-Wirtschaftsforschungs-Institutes Dresden hervor. „Ausgleichende Effekte wie in der Wirtschaftskrise 2009 sind nicht zu erwarten, weil aktuell nahezu alle Sektoren von Produktionsausfällen betroffen sind“, betonte Joachim Ragnitz von der Dresdner Ifo-Dependance.

ifo-Präsident Clemens Fuest. Foto: Heiko weckbrodt

Ifo: Corona kostet bis zu 1,8 Millionen Jobs

Deutschland könnte über 20 Prozent seiner Wirtschaftskraft verlieren München, 23. März 2020. Die Corona-Krise kann Deutschland bis zu ein Fünftel seiner Wirtschaftsleistung und bis zu 1,8 Millionen Arbeitsplätze kosten. Das hat Präsident Clemens Fuest vom Münchner Wirtschaftsforschungs-Institut Ifo mitgeteilt. „Die Kosten werden voraussichtlich alles übersteigen, was aus Wirtschaftskrisen oder Naturkatastrophen der letzten Jahrzehnte in Deutschland bekannt ist“, schätzt er ein.

Forscher am US-Seuchenkontrollzentrum CDC haben dieses 3D-Modell des neuen Corona-Virus (2019nCoV) entworfen, das eine schwere Lungenkrankheit auslösen kann. Die Angst vor dem Krankheitserreger lähmt mittlerweile weltweit das öffentliche Leben, die Wirtschaft, den Tourismus, selbst die Forschung in vielen Ländern. Illustration: CDC/ Alissa Eckert, MS; Dan Higgins, MAMS, Lizenz: Public Domain, https://phil.cdc.gov/Details.aspx?pid=23312 / Wikipedia https://commons.wikimedia.org/wiki/File:2019-nCoV-CDC-23312.png

Institut rechnet nach Corona-Schock mit schrumpfender Wirtschaft

Die meisten deutschen Unternehmen spüren bereits Auswirkungen Kiel/München, 12. März 2020. Weil die Corona-Pandemie einen regelrechten Schock in der Weltwirtschaft ausgelöst und andere Abschwung-Faktoren verstärkt, rechnet das Institut für Weltwirtschaft (IfW) aus Kiel dieses Jahr mit einem „harten Konjunktureinbruch, gefolgt von einer starken Gegenbewegung“. Die deutsche Wirtschaft wird laut IfW-Prognose in diesem Jahr um 0,1 Prozent schrumpfen, dafür aber 2021 wieder um 2,3 Prozent wachsen.

Die Ökonomen haben ihre Wachstumsprognose für die deutsche Wirtschaft weiter herunterkorrigiert. Grafik: Heiko Weckbrodt

Deutscher Aufschwung versiegt

Wirtschaftsweise senken Wachstumsprognose auf 0,5 Prozent Berlin, 2. Oktober 2019. Die deutschen Chefökonomen rechnen damit, dass die Konjunktur in der Bundesrepublik weiter abflaut: Sie haben ihre Gemeinschaftsprognose für das deutsche Wirtschaftswachstum in diesem Jahr von 0,8 auf 0,5 Prozent abgesenkt. Für 2020 senkten sie ihre Prognose von 1,8 auf 1,1 Prozent. Das haben die beteiligten Institute Ifo, Diw, IfW, IWH und RWI heute mitgeteilt.

Wachstumstreiber Autoindustrie in Sachsen - hier ein Blick in die i8-Montage im BMW-Werk Leipzig. Foto: BMW

Sächsische Wirtschaft stagniert

Statistisches Landesamt stellt BIP-Halbjahresbilanz vor Kamenz, 24. September 2019. Die fetten Jahre sind offensichtlich erstmal vorbei: Die Wirtschaft in Sachsen wächst nicht mehr. Das geht aus einer Mitteilung des statistischen Landesamtes in Landesamtes hervor, die sich wiederum auf Berechnungen des Arbeitskreises „Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder“ stützt.

Die ifo-Konjunkturprognose-für Ostdeutschland und Sachsen für 2019 und 2020 8Stand: Sommer 2019). Grafik: Ifo Dresden

Konjunkturdämpfer: Sachsens Industrie schrumpft

Ifo Dresden korrigiert Wachstumsprognose herunter Dresden, 27. Juni 2019. Die lange Wachstumsphase ist vorerst vorbei: Die strauchelnde Weltkonjunktur wirkt sich auch in Sachsen aus. Daher haben die Dresdner Ökonomen des Ifo-Instituts heute ihre Wachstumsprognosen deutlich heruntergeschraubt. Statt um 1,2 Prozent, wie noch vor einem halben Jahr erwartet, wird die Wirtschaft im Freistaat demnach im Jahr 2019 wahrscheinlich nur um 0,7 Prozent wachsen. Für die Industrie als Rückgrat der sächsischen Wirtschaft erwarten die Volkswirte sogar einen Rückgang um 1,2 Prozent. Erst 2020 sei wieder mit einer Erholung zu rechnen.

Selbst in eher leichter Schutzkleidung ist es im Stahlwerk nicht gerade leicht, alles Gefahrenquellen im Auge und Ohr zu behalten. Der Cyberhelm soll die Arbeiter in solchen Fällen vor Risiken warnen. Foto: GesisSelbst in eher leichter Schutzkleidung ist es im Stahlwerk nicht gerade leicht, alles Gefahrenquellen im Auge und Ohr zu behalten. Der Cyberhelm soll die Arbeiter in solchen Fällen vor Risiken warnen. Foto: Gesis

Langer deutscher Aufschwung endet

Wirtschaftsweise senken Wachstumsprognose deutlich Berlin, 4. April 2019. Die seit der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/09 andauernde lange Konjunktur in Deutschland neigt sich dem Ende zu – das ist mittlerweile unübersehbar. Die deutschen Wirtschaftsweisen haben in ihrer neuen „Gemeinschaftsdiagnose“ heute auch ihre Wachstumsprognosen für die Wirtschaft deutlich heruntergeschraubt: Statt von knapp zwei Prozent Zuwachs, wie noch im Herbst 2018 angenommen, gehen sie für das Jahr 2019 nur noch von einem Wirtschaftswachstum in der Bundesrepublik um 0,8 Prozent aus. Für 2020 erwarten die Ökonomen dagegen wieder eine Erholung und halten an ihrer früheren 1,8-%-Prognose weiter fest.