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„Neue Hoffnung“: Ifo erhöht Wachstums-Prognose auf 0,4 Prozent

Das Konjunktur-Barometer deutet laut Ifo einen leichten Aufschwung an. Grafik: Dall-E und hw
Das Konjunktur-Barometer deutet laut Ifo einen leichten Aufschwung an. Grafik: Dall-E und hw

2. Halbjahr soll schon deutlich besser ausfallen als das erste

München, 20. Juni 2024. Nachdem die Wirtschaftsforscher ihre Erwartungen für Deutschland ständig herunter korrigieren mussten, ist nun wieder ein Lichtstreif am Horizont: Das Ifo-Institut aus München hat heute seine Wachstums-Prognose von 0,2 auf 0,4 Prozent hoch korrigiert. Für 2025 gehen die Ökonomen dann schon von einem nennenswerten Zuwachs von 1,5 Prozent aus.

„Deutsche Wirtschaft arbeitet sich langsam aus der Krise“

„Es entsteht gerade neue Hoffnung“, schätzt Ifo-Konjunkturchef Timo Wollmershäuser ein. „Die deutsche Wirtschaft arbeitet sich langsam aus der Krise. Das zweite Halbjahr 2024 dürfte deutlich besser ausfallen als das erste.“

Konsum, Welthandel und Zinssenkungen sorgen für Impulse

Impulse erwarten die Ifo-Forscher sowohl von der Binnennachfrage wie auch von einer wieder anziehenden weltweiten Konjunktur und Zinssenkungen. „Im weiteren Verlauf des Jahres dürfte die Kaufkraft der privaten Haushalte weiter an Stärke gewinnen und die gesamtwirtschaftliche Erholung im Zuge der Normalisierung der Konsumkonjunktur an Tempo gewinnen“, meint Timo Wollmershäuser. Auch Welthandel und Industrieproduktion nehmen demnach im zweiten Halbjahr wieder an Fahrt auf. Zudem erwartet das Institut noch zwei weitere Zinssenkungen der Europäischen Zentralbank. Dies dürfte die Nachfrage für Investitionsgüter aus dem deutschen Maschinenbau fördern, aber auch über womöglich wieder sinkende Hausbau-Zinsen auch der schwächelnden Bauwirtschaft helfen.

Autor: hw

Quellen: Ifo München, Oiger-Archiv

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt

Heiko Weckbrodt

[caption id="attachment_177887" align="aligncenter" width="155"]Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski[/caption] Heiko Weckbrodt war 16 Jahre als Redakteur bei den "Dresdner Neuesten Nachrichten" tätig und betreute dort neben anderen Themen die Schwerpunkte Wirtschaft, Technologieunternehmen und Forschung sowie die Computerseite. Studiert hat er Publizistik und Geschichte mit dem Fokus DDR-Wirtschaftsgeschichte. Inzwischen ist er als freiberuflicher Journalist tätig und publiziert vor allem auf der Nachrichtenplattfom "Oiger", schreibt aber gelegentlich auch für andere Magazine und Publikationen. Lieblingsbeschäftigung: Lesen! Privat schreibt er über seine Ausflüge auf dem Blog "Reise-Oiger". Heiko Weckbrodt ist Autor der Sachbücher

Profile

Kurzvita:

•  Geboren 1970 • 1991-96 Studium der Geschichte und Publizistik an der Freien Universität Berlin • 1990-1997: zunächst nebenberuflich, später als Vollzeitjob freier Journalist (u. a. Siegener Zeitung, Sächsische Zeitung, Dresdner Neueste Nachrichten) • 1999-2000 Volontariat bei den Dresdner Neuesten Nachrichten • 2000-2014: Redakteur bei den Dresdner Neuesten Nachrichten (u.a. Gerichtsreporter, Sozialpolitik, Wirtschaft, Forschung) • seit 2015: freiberuflicher Journalist und Herausgeber des Nachrichtenportals Oiger