Alle Artikel mit dem Schlagwort: AR

"Time of Flight"-Sensoren sollen Datenbrillen-Trägern besonders realistische und detaillierte Augmentierte Realitäten vormachen. Foto und Visualisierung: Infineon, Magic Leap, PMD

Lichtflug-Sensortechnik aus Dresden für neue „Magic Leap“-Datenbrille

„Time of Flight“-Technologie „zeichnet“ in Echtzeit hochpräzise 3D-Umgebungskarten Siegen/Dresden/München/Plantation, 31. Mai 2022. Augmentierte Realitäten (AR), in denen der Träger einer Datenbrille sowohl seine reale Umgebung wie auch darübergelegte computergenerierte Bilder sieht, spielen in der Logistik, Medizin, Industrie und teils auch in der Unterhaltungsbranche eine wachsende Rolle. Der US-Hersteller „Magic Leap“ aus Plantation in Florida will demnächst eine neue Generation solcher AR-Datenbrillen vorstellen, die sich durch Gesten steuern lassen und AR-Welten überzeugender als bisher darstellen sollen. Die Bildsensoren dafür kommen von Infineon und Pmdtechnologies – die Technologie dafür wurde teilweise in Dresden entwickelt.

Mit dem "Dvision"-Nachrüstpaket will Digades Motorradfahrern den "Augmented Reality"- Komfort von Kampfpiloten bescheren. Foto: Digades

Augmentierte Realität für Motorradfahrer

Digades Zittau entwickelt Jetpiloten-Bildschirm für den Krad-Helm Zittau, 22. Februar 2022. Damit sich Motorrad-Fahrer ein bisschen wie Jet-Piloten fühlen können, hat die sächsische Elektronikschmiede „Digades“ aus Zittau einen Helmbildschirm (Head-up-Display) für augmentierte Realität (AR) entwickelt. Die Biker können mit dem „Dvision“ genannten System ein quadratzentimeter-kleines und batterie-betriebenes Display in ihrem Helm nachrüsten. Dieser Minibildschirm wird vor einem Auge platziert, wird mit dem Smartphone gekoppelt und spiegelt dem Fahrer unterwegs zum Beispiel Navi-Anweisungen, Tempo oder Kommunikationsdaten ein – zusätzlich zum Sichtfeld auf die Straße. Das geht aus einer Digades-Mitteilung hervor.

Auch der Teddybär will mit VR-Brillen und Headsets videotelefonieren. Foto (freigestellt): Heiko Weckbrodt

Das Metaversum lockt: Durchbruch für VR-Datenbrillen prognostiziert

Auch „Augmentierte Realität“ spielt eine wachsende Rolle in Industrie und Alltagsleben Berlin, 5. Januar 2022. Obwohl schon seit Jahren verfügbar, haben sich Datenbrillen für die „Virtuelle Realität“ (VR) bisher nicht als Verkaufsrenner durchsetzen können. Die Gründe liegen auf der Hand: Die Anwendungsmöglichkeiten für den Endnutzer jenseits der Industrie sind begrenzt, die Kosten für die hochwertigen Modelle sind zu hoch und die billigeren Modelle liefern kein überzeugendes virtuelles Erlebnis. Das soll nun – wieder mal – ganz anders werden: Weil Facebook sind nun in Meta umbenannt und das Metaversum als neue Mischwelt aus realer und virtueller Realität ausgerufen hat, rechnet der „Bitkom“ aus Berlin mit einem ordentlichen Schub für die VR-Brillen-Anbieter und einem Durchbruch für diese Technologie.

Wer die Datenbrille aufsetzt, kann sowohl seine reale Umgebung wie auch computergenerierte Welten sehen. Foto: Fraunhofer FEP Dresden

Steiler Weg in Zuckerbergs Metaversum

IDTechEx: Heutige Hardware ist noch weit weg von einer überzeugenden Verschmelzung von realer und virtueller Welt Cambridge, 26. November 2021. Bis uns Meta-Chef Mark Zuckerberg alle in sein Metaversum integrieren kann, das reale und virtuelle Welt verschmilzt, sind noch erhebliche technische Hürden zu überwinden. Das hat das britische Marktforschungs-Unternehmen „IDTechEx“ aus Cambridge eingeschätzt.

In der neuen Chipfabrik in Dresden hat Bosch von Anfang an auf AR-Datenbrillen, KI und andere "Industrie 4.0"-Konzepte gesetzt. Foto: Bosch

Bosch-Ingenieure schauen mit Datenbrillen durch Wände

KI, vorausschauende Wartung, erweiterte Realität und andere „Industrie 4.0“-Methoden liegen der neuen Bosch-Chipfabrik in Dresden in den Genen Dresden, 7. Juli 2021. Bosch setzt in seiner neuen Dresdner Chip-Fabrik auf augmentierte Realität, Datenbrillen und Künstliche Intelligenz (KI), um Anlagen schneller zu installieren und effektiver zu warten. „Mit dieser Technik wird es für uns zum Beispiel möglich, durch Wände zu schauen und verdeckte Gasleitungen zu sehen“, erklärt Bosch-AR-Spezialist Robert Lindemann. „Wir können damit aber auch Mitarbeiter trainieren und letztlich auch Reisekosten sparen.“

Im "Operationssaal der Zukunft" sammeln Wissenschaftler Erfahrungen mit roboter- und computergestützten Systemen für die Krebschirurgie. Foto: André Wirsig für das NCT/UCC

TU Dresden will Top-Chirurgen als digitale Zwillinge klonen

Künstliche Intelligenz soll helfen, tödliche Komplikationen bei und nach Operationen zu mindern Dresden, 18. Juni 2021. Digitale Zwillinge von Spitzenchirurgen sollen künftig weniger erfahrenen Operateuren bei komplizierten Eingriffen beistehen. Ein Team um Prof. Stefanie Speidel von der TU Dresden bereitet auf diese Aufgabe nun „Künstliche Intelligenzen“ (KI) vor und lernt sie dafür an.

Legosteine kann der Kobot im Ceti-Labor schon mal einsortieren. Bildschirmfoto aus cleaning_cobotics_demo_v2 (Ceti)

Roboter statt Kinder räumen künftig das Spielzeug auf

Dresdner Ceti-Forscher lernen in virtueller Realität kollaborative Ordnungsknechte an Dresden, 29. Mai 2021. Frohe Kunde für Kinder und noch mehr für deren Eltern: Exzellenzforscher vom „Center for Tactile Internet with Human-in-the-Loop“ (Ceti) an der TU Dresden arbeiten an kollaborativen Robotern (Kobots), die über Nacht automatisch das Kinderzimmer aufräumen, ohne die Kleinen zu wecken. Angelernt werden die künstlichen Knechte mittels einer Fernsteuerung in einer eigens dafür geschaffenen „Virtuellen Realität“ (VR). Das geht aus einer Ankündigung von Ceti-Wissenschaftler Sebastian Ebert auf der Online-Fachkonferenz „Silicon Saxony Day“ in Dresden hervor.

Der Willersbau der TU Dresden wird einer von 15 Stationen im App-Projekt "Geheim!" sein. Hier ist auf dem Smartphones ein historisches Foto aus den Stasi-Akten zu sehen. Foto: Felix Möhwald für den BStU

Erweiterte Realität zeigt Stasi-Spitzelei an TU Dresden

Junge Computergrafiker entwickeln AR-App, die den „Big Brother 1.0“ auf dem Uni-Campus zu DDR-Zeiten sichtbar macht Dresden, 25. April 2021. Wer auf dem Dresdner TU-Campus unterwegs ist, soll künftig durch sein Smartphone per „Augmentierter Realität“ (AR) die einstigen Machenschaften der Stasi an der Universität sehen können. Dafür entwickeln die Stasi-Unterlagenbehörde in Dresden sowie ein Team um Professor Stefan Gumhold vom Lehrstuhl für Computergrafik- und Visualisierung nun eine App mit dem Codenamen „Geheim!“. Das haben die TU und die Dresdner Außenstelle des Bundesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der DDR (BStU) angekündigt. Sie wollen mit einer erweiterten Realität und anderen modernen Technologien die Geschichte und Geschichten von Überwachung, Spitzelei und Studentenleben vor der Wende erzählen.

Dr. Fiona Kolbinger und Prof. Jürgen Weitz an einem "Da Vinci"-OP-Roboter. Das neue Assistenzsystem soll den Da Vinci verbessern. Es blendet künftig in die Kamerabilder aus dem Bauchraum des Patienten weitere Informationen ein: etwa die Lage wichtiger Nerven oder die optimale Schnittlinie. Foto: Marc Eisele für das Uniklinik Dresden

Dresdner KI hilft ab 2022 bei Darmkrebs-OPs

Cobot soll Sexprobleme nach missglückten Eingriffen vermeiden Dresden, 18. März 2021. Mediziner und Ingenieure lernen derzeit in Dresden eine künstliche Intelligenz (KI) an, die künftig als Operations-Assistentin menschliche Chirurgen bei diffizilen Darm-OPs hilft. Vor allem soll „Cobot“ dafür sorgen, dass bei Tumor-Eingriffen am Enddarm keine Nerven zerstört werden, die beispielsweise den Darm-Schließmuskel, Erektionen und andere sexuelle Funktionen steuern. Das geht aus einer Mitteilung des „Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen“ (NCT) Dresden hervor.

Solche Roboter rollen - ferngesteuert durch Menschen über eine Netzplattform - anstelle von biologischen Besuchern durch die Ausstellung "Der Wille und der Berg. Mind over Matter" in den Technischen Sammlungen Dresden. Foto: Museen der Stadt Dresden

Wegen Corona: Roboter lustwandeln durch Museen in Dresden

Technische Sammlungen experimentieren mit neuen Echtzeit-Ausstellungsformaten Dresden, 3. Februar 2021. Weil die Museen in Dresden wegen Corona auf absehbare Zeit geschlossen bleiben, bieten die „Technischen Sammlungen Dresden“ (TSD) nun ihren menschlichen Besuchern an, aktuelle Ausstellungen mit Roboter-Avataren zu besichtigen. Sprich: Wer die Netzseiten der TSD oder des Partners „Dresden Contemporary Art“ aufsucht, kann von dort aus über eine spezielle Software einen Roboterdiener in Echtzeit durch die neue Exposition „Der Wille und der Berg. Mind over Matter“ fernlenken, die Exponate besichtigen und mit anderen robotischen Avataren interagieren. Das hat TSD-Sprecher Ilja Almendinger heute angekündigt.

Werden Menschen mit Chipimplantaten das Ziel von Biohacking? Abb.: Kaspersky

Jeder Sechste will durch Chip im Hirn schlauer werden

Kaspersky-Umfrage: Fast die Hälfte findet Cyborg-Technologien für Schüler akzeptabel Ingolstadt, 6. November 2020. Mit einem Computerchip im Gehirn die eigene Intelligenz erhöhen, ins Internet gehen und mit anderen „verbesserten“ Menschen sprachlos kommunizieren? Für 16 Prozent aller Deutschen klingt das nach einer guten Idee, hat eine Umfrage des russischen Sicherheitssoftware-Unternehmens „Kaspersky“ ergeben.

Wer die Datenbrille aufsetzt, kann sowohl seine reale Umgebung wie auch computergenerierte Welten sehen. Foto: Fraunhofer FEP Dresden

IDTechEx: Virtuelle Welten werden bis 2030 zum Multimilliarden-Markt

Bisher läuft das Geschäft mit Datenbrillen, VR- und AR-Technik eher enttäuschend – doch das ändert sich bald, meinen die Analysten Cambridge, 10. Februar 2020. Bis jetzt haben Datenbrillen und andere Produkte für „Virtuelle Realitäten“ (VR), „Augmentierte Realitäten“ (AR) oder „Mixed Reality“ (MR) bei weitem nicht die in sie gesteckten Erwartungen erfüllt. Das britische Marktforschungsunternehmen „IDTechEx“ aus Cambridge geht in einer neuen Analyse „Augmented, Mixed and Virtual Reality 2020-2030“ aber von deutlich steigenden Umsätzen aus. Bis 2030 wird der Markt für VR- und AR-Produkten demnach weltweit auf rund 30 Milliarden Dollar (27 Milliarden Euro) wachsen.

Haptische Handschuhe von Bebop Sensors für virtuelle Welten. Foto: Bebop Sensors

Mit Haptik-Handschuhen virtuelle Welten ertasten

Bebop stellt zur Messe CES 2020 Fühl-Handschuhe für VR-Datenbrillen vor Berkeley, 1. Januar 2020. Damit virtuelle Welten intuitiver erlebbar werden, hat das kalifornische Unternehmen „Bebop Sensors“ aus Berkeley einen haptischen Handschuh entwickelt. Kombiniert mit einer Datenbrille kann der Nutzer damit Gegenstände in virtuellen Realitäten (VR) scheinbar fühlen. Bebop will diesen Handschuh zur Konsumelektronikmesse „CES 2020“ ab 7. Januar 20209 in Las Vegas vorführen.

Ein Mitabeiter erprobt bei Audi die virtuelle Montage eines Elektroautos. Foto: Audi

Audi-Arbeiter üben Elektroauto-Montage virtuell

Datenbrillen und digitale Zwillinge der Montagehallen im Einsatz Neckarsulm/Ingolstadt, 21. Juli 2019. Damit die Audi-Arbeiter im Werk Neckarsulm die Montage der neuen „E-tron GT“-Elektroautos schneller einüben können, setzt der Autohersteller auf „Virtuelle Realität“ (VR): Die Arbeiter bekommen Datenbrillen und können sich damit in einer computergenerierten Werkhalle bewegen, die auf sehr genauen 360-Grad-Scans der echten Montagelinien beruhen. Das geht aus einer Audi-Mitteilung hervor.

Vanessa Brüll hat für ihre Bachelorarbeit an der HTW Dresden gemeinsam mit "Ravir Film" die Realität im Verkehrsmuseum von Direktor Breuninger (rechts) erweitert: Ihre App lässt die Besucher in die Dampflokomotive hineinschauen. Foto: Heiko Weckbrodt Foto: Heiko Weckbrodt

Verkehrsmuseum Dresden erweitert die stählerne Realität

Besucher können künftig per AR-App und Mediastation in alte Dampflok, Honecker-Citröen und andere Oldtimer hineinschauen. Dresden, 3. Juli 2019. All die Oldtimer, Dampfloks und alten Kräder in Museen eint eines: Sie sind erkalteter Stahl, der seit Jahrzehnten nicht mehr die Hitze der Brennkammern gespürt hat. Mal eben in einen dieser schönen, alten, rundgelutschten 311er Wartburgs einsteigen und den Zweitakter röhren lassen? Fehlanzeige! Aber das ändert sich gerade durch digitale Technologien aus Dresden. Studenten der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) erweitern dafür gemeinsam mit der Dresdner Medienagentur „Ravir Film“ die Realität im Verkehrsmuseum Dresden.