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Moderner Komplex für Krebsforscher in Dresden

Im "Operationssaal der Zukunft" sammeln Wissenschaftler Erfahrungen mit roboter- und computergestützten Systemen für die Krebschirurgie. Foto: André Wirsig für das NCT/UCC

Im “Operationssaal der Zukunft” sammeln Wissenschaftler Erfahrungen mit roboter- und computergestützten Systemen für die Krebschirurgie. Foto: André Wirsig für das NCT/UCC

25 Millionen Euro teurer NCT-Neubau offiziell eröffnet

Dresden, 21. September 2020. Um die Krebsforschung auf eine neue technologische und medinische Stufe zu heben, haben der Freistaat Sachsen, der Bund und private Spender rund 25 Millionen Euro in einen neuen wissenschaftlichen Komplex auf dem Uniklinik-Campus in Dresden investiert und ihn heute offiziell in Betrieb genommen.

Herzstück ist ein experimenteller OP-Saal für vernetzte Chirurgie der Zukunft

In dem viergeschossigen Neubau für das „Nationale Centrum für Tumorerkrankungen Dresden“ (NCT/UCC) gibt es beispielsweise einen experimentellen Operationssaal, der mit chirurgischen Robotern, mehreren bildgebenden Apparaturen, Strahlentherapie-Geräten, vernetzter Computertechnik und Datenbrillen für die Ärzte und Schwestern ausgestattet ist. Auch molekulare und zellbiologische Labore sowie Büros für die gemeinsame interdisziplinäre Forschung von Ärzten und Ingenieuren sind auf den rund 3000 Quadratmetern Nutzfläche zu finden. Zu den Kooperationspartnern gehören auch Physiker und andere Naturwissenschaftler vom Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR).

Ein integriertes Ganzkörpergerät für die Magnetresonanztomographie (MRT) und die Positronen-Emissions-Tomographie (PET) im NCT/UCC-Neubau für die patientennahe Forschung. Foto: André Wirsig für das NCT/UCC

Ein integriertes Ganzkörpergerät für die Magnetresonanztomographie (MRT) und die Positronen-Emissions-Tomographie (PET) im NCT/UCC-Neubau für die patientennahe Forschung. Foto: André Wirsig für das NCT/UCC

„Dresden hat sich zu Spitzenstandort für Krebsforschung entwickelt“

Im neuen NCT-Komplex sollen „im Rahmen klinischer Studien die Strahlentherapie verbessert, die Präzision minimalinvasiver Krebsbehandlungen erhöht und neue radioaktive Sonden für die PET-Bildgebung etabliert werden“, teilte die sächsische Staatsregierung mit. „30 Jahre nach der Deutschen Einheit hat sich Dresden zu einem Spitzenstandort für Krebsforschung und -versorgung entwickelt“, betonte der parlamentarische Staatssekretär Thomas Rache vom Bildungsforschungsministerium (BMBF). „Mit dem neuen NCT hat Dresden jetzt auch Vorbildcharakter für die Entwicklung der personalisierten Krebsmedizin der Zukunft und für weitere NCT-Standorte, die das BMBF fördern wird.“ Ein Ziel dabei sei es, „Therapie und Diagnostik noch viel individueller auf den einzelnen Krebspatienten zuzuschneiden als es der heutige Standard vorsieht“, ergänzte Vorstand Prof. Michael Baumann vom deutschen Krebsforschungszentrum.

Autor: hw

Quelle: SKK, NCT Oiger-Archiv

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