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Sachsens Wirtschaft schwächelte schon vor Corona

Die BIP-Entwicklung in Sachsen 2008-2019. Grafik: Statistisches Landesamt Sachsen
Die BIP-Entwicklung in Sachsen 2008-2019. Grafik: Statistisches Landesamt Sachsen

Wachstum war bereits auf 0,5 % abgesackt

Kamenz, 22. September 2020. Bereits vor Corona hat sich das Wirtschaftswachstum in Sachsen spürbar abgeschwächt. Das geht aus dem nun publizierten „Wirtschaftsbericht für den Freistaat Sachsen“ des statistischen Landesamtes Sachsen in Kamenz hervor.

Nach Finanzkrise prosperierte sächsische Wirtschaft über Jahre

Demnach ist die sächsische Wirtschaft im Jahr 2019 nur noch um ein halbes Prozent gewachsen. Damit lag der Freistaat einerseits leicht unter dem Bundesdurchschnitt (+ 0,6 %). Anderseits war das auch deutlich weniger als in den Vorjahren, als das sächsische Bruttoinlandsprodukt (BIP) um rund zwei Prozent pro Jahr zugelegt hatte.

Umsatz ausgewählter Industriebereiche in Sachsen 2018 und 2019. Grafik: Statist. Landesamt Sachsen
Umsatz ausgewählter Industriebereiche in Sachsen 2018 und 2019. Grafik: Statist. Landesamt Sachsen

Industrie abgesackt – wohl vor allem durch Autokrise

Der Rückgang 2019 geht vor allem auf das Konto der Industrie. Deren BIP-Beitrag sank um 0,7 Prozent und zog damit die gesamte Wirtschaft herunter. „Anders als in den Vorjahren hatte die Industrie, genauer das Verarbeitende Gewerbe, 2019 einen stark mindernden Beitrag auf die Wirtschaftsentwicklung in Sachsen“; hieß es von den Landesstatistikern. Leitbranchen wie der Autobau und die Elektronik verzeichneten sinkende Umsätze. Beide dürften von der generellen Krise geschwächt worden sein, in die die deutsche Automobilindustrie durch den Dieselskandal, die immer härteren Umweltauflagen der EU, den Transformationsprozess hin zu mehr Elektroautos, die auch schon vor Corona schwächelnde Weltwirtschaft und andere Faktoren geraten war.

Autor: hw

Quelle: Stat. LA Sachsen

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt

Heiko Weckbrodt

[caption id="attachment_177887" align="aligncenter" width="155"]Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski[/caption] Heiko Weckbrodt war 16 Jahre als Redakteur bei den "Dresdner Neuesten Nachrichten" tätig und betreute dort neben anderen Themen die Schwerpunkte Wirtschaft, Technologieunternehmen und Forschung sowie die Computerseite. Studiert hat er Publizistik und Geschichte mit dem Fokus DDR-Wirtschaftsgeschichte. Inzwischen ist er als freiberuflicher Journalist tätig und publiziert vor allem auf der Nachrichtenplattfom "Oiger", schreibt aber gelegentlich auch für andere Magazine und Publikationen. Lieblingsbeschäftigung: Lesen! Privat schreibt er über seine Ausflüge auf dem Blog "Reise-Oiger". Heiko Weckbrodt ist Autor der Sachbücher

Profile

Kurzvita:

•  Geboren 1970 • 1991-96 Studium der Geschichte und Publizistik an der Freien Universität Berlin • 1990-1997: zunächst nebenberuflich, später als Vollzeitjob freier Journalist (u. a. Siegener Zeitung, Sächsische Zeitung, Dresdner Neueste Nachrichten) • 1999-2000 Volontariat bei den Dresdner Neuesten Nachrichten • 2000-2014: Redakteur bei den Dresdner Neuesten Nachrichten (u.a. Gerichtsreporter, Sozialpolitik, Wirtschaft, Forschung) • seit 2015: freiberuflicher Journalist und Herausgeber des Nachrichtenportals Oiger