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„Bioshock – Seebestattung“: Bizarres Untersee-Abenteuer für Booker und Elisabeth

Die Suche nach Sally führt Booker und Elisbeth durch bizarre Clubs in der - noch nicht zerstörten - Unterwasserwelt Rapture. Abb.: BSF.

Die Suche nach Sally führt Booker und Elisbeth durch bizarre Clubs in der – noch nicht zerstörten – Unterwasserwelt Rapture. Abb.: BSF.

Eigene Story in Parallelwelt

Rapture, 1958, in einer anderen Zeitlinie: Eine elegante Dame schlüpft in Booker de Witts Detektei, legt ihm das Foto eines verschwundenen Mädchens auf den Schreibtisch, bittet um Feuer. Im umnebelten Hirn des Detektivs zünden die Synapsen: Kenne ich diese distanzierte Fremde? Elisabeth? Und dieses Mädchen auf dem Foto: Das ist Sally, seine Sally… Zögerlich nimmt de Witt den Auftrag an. Und der führt ihn durch die kapitalistische Unterwasserwelt „Rapture“ des Milliardärs Ryan, in bizarre Künstler-Nachtklubs und halbzerstörte Konsumtempel voll zugedröhnter Plasmid-Junkies, die ihn mit Brecheisen, Revolvern und magischen Eisgeschossen attackieren – bis Booker und Elisabeth schließlich vor der Luke stehen, in der Sally verschwunden ist…

Werbevideo (2K, nicht für Minderjährige geeignet):


Fans ist natürlich klar: „Burial at Sea“ alias „Seebestattung“ ist die zweite Erweiterung für „Bioshock Infinite“, die die bezaubernde Geschichte um den Detektiv Booker und Elisabeth, das Mädchen aus der Wolkenstadt Columbia weitererzählt – freilich in einer Parallelwelt, in der sich Booker nicht recht an Elisabeth erinnert und beide die Meereswelt „Rapture“ aus den ersten beiden Bioshock-Spielen erkunden.

Neue Knarren, tolle Optik

Extremkünstler Cohen fordert einen gefährlichen Tanz von Elisabeth. Abb.: BSF

Extremkünstler Cohen fordert einen gefährlichen Tanz von Elisabeth. Abb.: BSF

Insofern ist der – nur per Download verfügbare – Erweiterungspack mehr als die befürchtete Zweitverwertung von Episoden, die eigentlich ins Hauptspiel gehört hätten, wie man es für den zuvor veröffentlichten Gefechtsmodus „Clash in the Clouds“ noch hätte sagen können: „Seebestattung“ ist ein kleines Universum für sich, grafisch und erzählerisch auf Augenhöhe mit „Bioshock Infinite“, nur eben kürzer und ganz im Stil der „Film noir“ gehalten.

Zudem haben die Macher von Irrational Games auch neue Knarren (Mikrowellen-Werfer) und Funktionen (die Spielewelt kann durch den Plasmid-Einsatz verändert werden) eingebaut und überhaupt sichtlich viel Mühe investiert. Auch ein kurzes Wiedersehen mit den Big Daddies und den Little Sisters steht übrigens an. „Wir haben uns von den Geschichten aus Columbia und Rapture inspirieren lassen und sie zu etwas Neuem verbunden“, betont Kreativ-Direktor Ken Levine von Irrational Games – zurecht.

Fazit:

Mit 15 Euro ist „Seebestattung“ zwar nicht direkt billig, aber meines Erachtens die Ausgabe wert, bietet dieser Zusatzpack doch ein zwar eher kurzes, aber künstlerisch anspruchsvolles und aktionsreiches 3D-Action-Abenteuer für sich. Man darf auf den bereits angekündigten nächsten Teil gespannt sein. Heiko Weckbrodt

Seebestattung“ (Irrational Games/2K), Zusatzabenteuer für den 3D-Shooter „Bioshock Infinite“, 15 Euro (Staffelpass mit nächster Episode inklusive: 20 Euro), USK 18, für PC, PS3, X-Box 360

Zum Weiterlesen:

Rezension „Bioshock Infinite – Hackt Ihre Krähen, hackt!“

Gefechts-Modus „Clash in the Clouds“ nachgeschoben

Bioshock-Chefanimateur Shawn Robertson im Oiger-Ferninterview

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