Alle Artikel mit dem Schlagwort: Wirtschaftsförderung

Blick ins Zentralwerk in Dresden-Pieschen. Eine Genossenschaft hat die einstige Rüstungsschmiede schrittweise zum Kreativzentrum umgebaut. Foto: Wifö LHD

100.000 Euro für Dresdner Kreativwirtschaft

Wirtschaftsförderer wollen neben den „Leuchttürmen“ auch Investitionen von Tänzern, Filmemachern und anderen Kreativen unterstützen Dresden, 3. Juni 2022. Damit neben den teils staatlich kräftig subventionierten Projekten der Mikroelektronik und anderer „Leuchttürme“ die kleineren, sublokalen Unternehmungen in Dresden nicht „durch den Rost fallen“, hat die Kommune nun knapp 100.000 Euro aus dem Stadthaushalt an die der Kreativwirtschaft verteilt. Mit dem Geld können Künstler und andere Kreative zum Beispiel Proberäume einrichten, Bühnen bauen und ähnliche Investitionen finanzieren. Das hat Robert Franke, der Chef der städtischen Wirtschaftsförderung (Wifö), bei einem Besuch im „Zentralwerk“ mitgeteilt.

Am stärksten wirkte der Bevölkerungsschwund in Sachsen-Anhalt. In einer Art Reallabor wird man in den nächsten Jahren wohl beobachten können, ob die Intel-Ansiedlung in Magdeburg für demografische Effekte sorgt. Grafik: IfW Kiel

IfW Kiel: Ostdeutschland holt Westen vor 2080 nicht ein

Ökonom: Überalterung bremst Wirtschaft im Osten immer mehr aus Kiel, 21. März 2022. Wenn die ostdeutsche Wirtschaft weiter so langsam wächst wie in jüngster Zeit, wird es noch 40 Jahre dauern, bis sich die ostdeutschen Einkommen ans Westniveau angeglichen haben. Sogar 60 Jahre wird es demnach dauern, bis die westdeutsche Arbeitsproduktivität erreicht hat. Das hat das Institut für Weltwirtschaft in Kiel (IfW) für den Thüringer Landtag errechnet. Ähnlich hatte sich in der Vergangenheit auch schon das Ifo-Institut in Dresden geäußert, bis hin zur Prognose, der Osten werde den Westen nie einholen.

Die Visualisierung zeigt die bestehenden Riegel des Technologiezentrums Süd (rechts), den von Infratec errichteten Anbau in der Mitte und links die beiden geplanten neuen Riegel. Visualisierung: Infratec

Dresden baut Technologiezentrum Süd für 20 Millionen Euro aus

Investition größtenteils kreditfinanziert Dresden, 25. November 2021. Wegen der hohen Nachfrage aus der Dresdner Hightech-Gründerszene will die „Technologiezentrum Dresden GmbH“ ihr erstes und ursprüngliches Technologiezentrum Süd an der Gostritzer Straße für rund 20 Millionen Euro bis 2023 ausbauen. Den geplanten neuen „Doppelriegel“ will die Betreibergesellschaft, die der Stadt Dresden, der TU Dresden und der Ostsächsischen Sparkasse Dresden (OSD) gehört, größtenteils – nämlich zu 90 Prozent – durch Kredite finanzieren. Das geht aus einer Vorlage des städtischen Geschäftsbereichs Finanzen hervor, über den heute der Stadtrat zu befinden hat.

Regnerationswürmer unterm Mikroskop. Foto: Heiko Weckbrodt

Den Biotechnologen wird’s zu eng in Dresden

Seit Jahren wartet die Branche in Sachsen vergebens auf ein zweites BioZ-Technologiezentrum in Johannstadt. Die Planck-Ausgründung Dewpoint erwägt daher, lieber in Boston zu investieren. Dresden, 10. Dezember 2019. Für ein noch junges Pflänzchen wird es eng in Dresden: Bio- und Medizintechnologie-Unternehmen finden kaum noch Platz im Biotech-Viertel Johannstadt. Auch Erweiterungen und neue Ansiedlungen sind wegen des Grundstücksmangels rund um das Uniklinikum und das Planck-Genetikinstitut so gut wie unmöglich. Das Problem schwelt seit Jahren – doch für Abhilfe haben die kommunalen Wirtschaftsförderer bis heute nicht gesorgt. Dies droht die zu zunächst so hoffnungsvolle Entwicklung einer ganzen Branche in der Landeshauptstadt abzuwürgen. Wachsende Instituts-Ausgründungen wie „Dewpoint Therapeutics“ erwägen inzwischen offen, in die Biotech-Metropole Boston in den USA umzusiedeln.

Bosch entwickelt "Industrie 4.0"-Lösungen - und will deren Konzepte auch in der eigenen Chipfabrik in Dresden einsetzen. Foto: Bosch

Auf der Werbetrommel steht jetzt „Industrie 4.0“ statt „Chipstadt Dresden“

Wirtschaftsförderer wollen fortan mit Geldeseln statt Kernkompetenzen die Investoren locken Dresden, 2. August 2018. Die Stadt Dresden wird sich künftig potenziellen Investoren als Wirtschaftsstandort für die „Industrie 4.0“ präsentieren, also als Hightech-Problemlöser für hochautomatisierte und vernetzte Fabriken. Zur Halbleiter-Messe „Semicon Europe“ im November 2018 in München werde die Stadt erstmals offensiv damit für sich werben. Das hat Dresdens Chef-Wirtschaftsförderer Robert Franke angekündigt.

Wirkt eher wie der Eingang zu einem Bankpalast: Der Eingang zur Philip-Morris-Fabrik nahe Bologna. Foto: Philip Morris International

Wirtschaftsförderung Sachsen zieht Erfolgsbilanz

19 Ansiedlungen in Sachsen im Jahr 2017 – darunter drei größere Pirna, 18. April 2018. Die Wirtschaftsförderung Sachsen (WFS) hat im Jahr 2017 19 Firmen-Ansiedlungen und –Erweiterungen mit einem Investitionsvolumen von 1,447 Milliarden Euro in Sachsen betreut – soviel wie seit 2010 nicht mehr. In diesem Zuge sollen 1807 neue Jobs entstehen, wie WFS-Geschäftsführer Peter Nothnagel heute bei einem Besuch der „Fahrzeugelektronik Pirna“ (FEP) mitteilte. „Wir blicken auf ein Jahr nachhaltiger und besonders erfolgreicher Arbeit für die sächsische Wirtschaft zurück“, schätzte Nothnagel ein.

Sachsens Hightech-Gründer leiden unter Risikokapital-Lücken. Foto: Heiko Weckbrodt

Wirtschaft investiert weniger in Sachsen

Wirtschaftsförderer geben internationaler Lage die Schuld Dresden/Coswig, 2. März 2017. In und auswärtige Unternehmen investieren weniger in Sachsen – zumindest gemessen an den Ansiedlungen und Erweiterungen, die die „Wirtschaftsförderung Sachsen“ (WFS) mitbetreut hat. Insgesamt begleiteten die Wirtschaftsförderer im vergangenen Jahr 25 Projekte mit einer Gesamt-Investitionssumme von 124,3 Millionen Euro. Zum Vergleich: Im Jahr 2015 waren es noch 223 Millionen Euro für 24 Projekte. Dies teilte die WFS heute in Coswig bei Dresden mit.

Foto: CWE

Marx philosophiert weiter

Die ersten Worte des Chemnitzer Nüschels kamen gut beim Volke an Chemnitz, 31. Oktober 2016. Weil seine ersten Worte seit 45 Jahren so gut beim gemeinen Volke ankamen, will der kommunistische Vordenker Karl Marx auch künftig post mortem gelegentlich laut in der Chemnitzer Innenstadt vor sich hinphilosophieren. Das hat Sören Uhle, der Chef der Chemnitzer Wirtschaftsförderung- und Entwicklungsgesellschaft (CWE) in Aussicht gestellt.

Susann Hirschberg und Marcel Kowallik bei der Entkontrolle am 5.000.000sten Volkswagen aus Sachsen im Werk Zwickau. Foto: Volkswagen

Ifo Dresden fordert aktivere Wirtschaftspolitik in Ostdeutschland

Forscher: Sonst schafft Osten niemals den Anschluss Dresden, 24. August 2016. Für eine aktivere Wirtschafts- und Technologietransfer-Förderung in Ostdeutschland hat der Wirtschaftsforscher Prof. Joachim Ragnitz vom „ifo“-Institut in Dresden plädiert. Andernfalls werde in überschaubarer Zukunft wohl nur Sachsen und Brandenburg der Anschluss an das gesamtdeutsche Wirtschaftsniveau gelingen.

Bürokratie, Zoll und Geschäftspartner-Suche sind für viele kleinere Unternehmen Steine auf dem Weg zu einem florierendem Exportgeschäft - aber sie sind überwindbar, weiß Kerstin Tiegel, die den Kälte- und Heiztechnik-Hersteller Tiegel in Radeberg leitet. Foto: Heiko Weckbrodt

Sachsen will aus Tischlern und Bäckern Export-Haie machen

Wirtschaftsminister Dulig gründet Internationalisierungs-Agentur für Mini-Betriebe Dresden/Radeberg, 6. April 2016. Um den sächsischen Export anzukurbeln, will Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) eine Internationalisierungs-Agentur gründen. Diese Agentur werde spätestens im Januar 2017 als Teil der Wirtschaftsförderung Sachsen (WFS) starten, kündigte Martin Dulig heute bei einem Besuch der Firma Tiegel in Radeberg an. Das zweiköpfige Team soll dann gemeinsam mit zusätzlichen „Export-Lotsen“ in den Wirtschaftskammern vor allem Handwerker, junge Hightech-Gründungen und andere Mini-Firmen im Freistaat als Exporteure trainieren. „Unsere Wirtschaft ist sehr, sehr kleinteilig“, erinnerte Dulig an ein altes Problem im Land. „Sie brauchen Wachstum und eine Außenwirtschaftsstrategie“.

Sowohl die Stadt wie auch die Telekom und andere private Anbieter haben den Glasfaser-Ausbau für schnelle Internet-Zugänge in Dresden inzwischen stark beschleunigt. Foto: Deutsche TelekomSowohl die Stadt wie auch die Telekom und andere private Anbieter haben den Glasfaser-Ausbau für schnelle Internet-Zugänge in Dresden inzwischen stark beschleunigt. Foto: Deutsche Telekom

Dresden und Drewag setzen Bündnis für schnelles Internet fort

Wirtschaftsförderung plant Breitbandzugänge für weitere Gewerbegebiete Dresden, 15. März 2016. Die Stadt Dresden und die Drewag-Stadtwerke werden ihr Breitband-Bündnis fortsetzen und in den nächsten Jahren weitere Gewerbegebiete über Drewag-Glasfasern mit schnellem Internet versorgen. Das hat Wirtschaftsstrategin Heike Lutoschka von der kommunalen Wirtschaftsförderung Dresden auf Oiger-Anfrage mitgeteilt. Zu den nächsten Ausbauprojekten gehöre das Gewerbegebiet an der Bismarckstraße in Niedersedlitz. Auch dort sollen bald Ladegeschwindigkeiten von 50 bis 100 Megabit je Sekunde (Mbs) möglich sein.

Geballte Software-Power aus Sachsen: Simon Jentzsch (links) von "Slock.it" mit einem digital gesteuerten Schloss, Anne-Cecile Graber von Diafyt mit einer Diabetiker-App und Karsten Ohme (rechts) von der Simless GmbH mit seiner programmbasierten Multi-SIM-Karten-Lösung. Foto (bearbeitet/ freigestellt): Heiko Weckbrodt

Dresden zeigt sich auf CeBit als Software-Wachstumsstandort

36 Firmen und Gründer zeigen Sachsen von der programmatischen Seite Dresden/Leipzig/Mittweida/Hannover, 8. März 2016. Mit innovativen Mischformen aus Video und Computerspiel, mit digitalen Honigfallen für Cybergangster, App-gesteuerten Designer-Leuchten und vielen anderen pfiffigen Ideen wollen sich junge Dresdner Unternehmen auf der Computermesse „CeBit“ vom 14. bis zum 18. März 2016 in Hannover präsentieren. Mit von der Partie sind insgesamt 36 Unternehmen und Institutionen, darunter viele Softwareschmieden. Dresden zeigt sich insofern diesmal nicht so von seiner Hardeware-Seite, also mit seinen Chip-Fabriken, sondern vor allem als Wachstumsstandort für industrienahe Programm-Entwicklung. „Wir wollen in Hannover unsere Software-Kompetenzen zeigen“, betonte heute Robert Franke, der Chef der städtischen Wirtschaftsförderung.

Virtueller Maschinenbau in einer Computerprojektions-Höhle (Cave) der TU Dresden. Foto: Jürgen Lösel, LHD Dresden

Impulse für Dresdens Wirtschaft kommen heute eher von Software als von Chipwerken

Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert im Interview über die gewandelte Rolle der Mikroelektronik Dresden, 3. November 2015. Gaben früher die großen Halbleiter-Fabriken von AMD, Infineon & Co. den Industrietakt in Dresden an, hat die hiesige Mikroelektronik vor allem seit der Pleite des Speicherchip-Herstellers Qimonda deutlich an Dynamik verloren. Inzwischen sind es eher Software-Schmieden, die für Impulse sorgen, hat Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) in einem Interview eingeschätzt, das wir mit ihm schriftlich über die gewandelte Rolle der Chipbranche für die Stadt geführt haben. Welche Bedeutung hat die Halbleiter-Industrie für Dresden? Dirk Hilbert: In fast allen technischen Geräten befindet sich heute ein Stück Dresden. Denn jeder zweite in Europa gefertigte Chip wird in der sächsischen Landeshauptstadt produziert. Dabei kann Dresden auf eine lange Tradition zurückblicken – schließlich wurde der Computer der ehemaligen DDR hier „erfunden“ und gebaut. Nach der Wende waren die gut ausgebildeten Ingenieure und Forscher in diesen Unternehmen und der TU Dresden die ausschlaggebenden Beweggründe, dass die Chipfabriken von Infineon und Globalfoundries (früher AMD) in Dresden angesiedelt wurden und tausende neue Arbeitsplätze boten.

Intelligente Flüssigkeiten sollen Dreck besser und ökologischer schrubben als klassische Reinigungsmittel. Abb.: Bubbles & Beyond

Sachsens Elektroniker buhlen auf Semicon West um Aufträge und Investoren

Freistaat mit 24 Ausstellern in San Francisco vertreten – neuer Rekord Dresden/San Francisco, 12. Juli 2015. Mit 24 Hightech-Unternehmen, Instituten und Verbänden rücken die Sachsen diesmal zur größten nordamerikanischen Halbleitermesse, zur „Semicon West“ in San Francisco (14. bis 16. Juli 2015), an. Nach Einschätzung der „Wirtschaftsförderung Sachsen“ (WFS) ist dies ein neuer Aussteller-Rekord. Die Wirtschaftsvertreter und Politiker wollen dort einerseits um neue Kunden buhlen, andererseits um Investitionen im Freistaat werben.