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Wirtschaft fordert Fusion von Landesagenturen

Lukas Rohleder. Foto: Heiko Weckbrodt
Lukas Rohleder. Foto: Heiko Weckbrodt

IHK Dresden verweist auf steigende Kosten für Behörden jenseits der sächsischen Kernverwaltung

Dresden, 26. März 2026. Im Streit um den Bürokratieapparat in Sachsen hat die Industrie- und Handelskammer (IHK) Dresden ihre Forderungen nach einem deutlichen Personalabbau und weniger Behörden erneuert.

Stellenabbau gefordert

Erste Schritte seien recht bald notwendig, betont IHK-Hauptgeschäftsführer Lukas Rohleder: „Der Landeshaushalt 2026/27 sollte sich auf Kernaufgaben konzentrieren“, fordert er. Nötig sei eine Konsolidierung. Konkret fordern die sächsischen IHKs einen Stellenabbau in den sächsischen Behörden um 11.000 auf rund 80.000 Köpfe. Ein Weg dahin sei es, mehr Stellen nicht mehr zu besetzen, wenn Behördenmitarbeiter in den Ruhestand gehen.

Fokus soll auf Investitionen und Bildung liegen

Der Freistaat solle sich dafür stärker auf Investitionen, Bildung und ähnliche Zukunftsaufgaben fokussieren. Als erhaltenswert stufen die Kammern speziell auch die Landesausgaben für Duale Ausbildung, berufliche Weiterbildung, Lehrlings-Wohnheime und Berufsorientierung für Schüler ein.

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Ein anderer Pfad führe über Fusionen: Wenn es nach der IHK geht, sollten Wirtschaftsförderung Sachsen, das „Zentrum für Fachkräftesicherung und Gute Arbeit Sachsen“ (Zefis), die Digitalagentur, die Energieagentur, Futuresax sowie die „Sächsische Agentur für Regionale Lebensmittel“ (Agil) zu einer Zukunftsagentur verschmelzen, um Kosten zu sparen. Denn diese zusätzlichen Agenturen, Beratungsstellen und Behörden jenseits der Kernverwaltung verursachen nach Kammereinschätzung stark wachsende Kosten für den Steuerzahler: Seit 2017 seien speziell diese Ausgaben um 80 Prozent auf 383 Millionen Euro gestiegen.

Autor: Heiko Weckbrodt

Quelle: IHK DD

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt

Heiko Weckbrodt

[caption id="attachment_177887" align="aligncenter" width="155"]Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski[/caption] Heiko Weckbrodt war 16 Jahre als Redakteur bei den "Dresdner Neuesten Nachrichten" tätig und betreute dort neben anderen Themen die Schwerpunkte Wirtschaft, Technologieunternehmen und Forschung sowie die Computerseite. Studiert hat er Publizistik und Geschichte mit dem Fokus DDR-Wirtschaftsgeschichte. Inzwischen ist er als freiberuflicher Journalist tätig und publiziert vor allem auf der Nachrichtenplattfom "Oiger", schreibt aber gelegentlich auch für andere Magazine und Publikationen. Lieblingsbeschäftigung: Lesen! Privat schreibt er über seine Ausflüge auf dem Blog "Reise-Oiger". Heiko Weckbrodt ist Autor der Sachbücher

Profile

Kurzvita:

•  Geboren 1970 • 1991-96 Studium der Geschichte und Publizistik an der Freien Universität Berlin • 1990-1997: zunächst nebenberuflich, später als Vollzeitjob freier Journalist (u. a. Siegener Zeitung, Sächsische Zeitung, Dresdner Neueste Nachrichten) • 1999-2000 Volontariat bei den Dresdner Neuesten Nachrichten • 2000-2014: Redakteur bei den Dresdner Neuesten Nachrichten (u.a. Gerichtsreporter, Sozialpolitik, Wirtschaft, Forschung) • seit 2015: freiberuflicher Journalist und Herausgeber des Nachrichtenportals Oiger