Alle Artikel mit dem Schlagwort: VR

Die bisher größte Videoschlacht tobte 14 Stunden lang im virtuellen Kosmos von "Eve Online". Bildschirmfoto: Andreas Jones/Razorien

Weltwelt größte virtuelle Schlacht in Eve Online geschlagen

8825 Spieler zerstören 6746 Raumschiffe und vernichten dabei Ressourcen für 18.712 US-Dollar Reykjavík, 29. Oktober 2020. Die weltweit größte Schlacht in virtuellen Welten hatte 8825 Kombattanten und tobte 14 Stunden lang in der Weltraum-Simulation „Eve Online“. Diesen neuen Guinness-Weltrekord hat heute der Eve-Betreiber „CCP Games“ in der isländischen Hauptstadt Reykjavík bekannt gegeben. In der Schlacht „Aufruhr bei FWST-8“ kämpften demnach zwei große Spieler-Allianzen um die territoriale Vorherrschaft in einem Sektor des Videospiel-Kosmos.

Entwurf zum Detailabschnitt "Tod des Generals Kraußhaar" für das Dresdner Panorama "Erstürmung von St. Privat am 18. August 1870" von Louis Braun. Repro (hw) aus: Ausstellungskatalog „Krieg. Macht. Nation, Sandstein-Verlag

Das Virtual-Reality-Kino der Kaiserzeit

1883 sorgte in Dresden das Rundbild „Die Erstürmung von St. Privat“ für Furore Dresden, 24. August 2020: Raffinierte 360-Grad-Panoramen mit 3D-Effekten sind keine Erfindung des Digitalzeitalters: Schon zu Kaiser Zeiten erfreuten sich Rundgemälde, auf denen Schlachten gezeigt wurden, großer Beliebtheit. Ein reichliches Jahrzehnt nach der Reichsgründung sorgte beispielsweise in Dresden ein Schlachten-Panorama, das ganz besonders den sächsischen Beitrag zum deutsch-französischen Krieg heraussstreichen sollte, für Furore.

Franziska Weser und Anna Kirchberg von Heartucate Leipzig erklären im "5G Lab Germany" an der TU Dresden, wie sie sich den digotal erweiterten Unterricht der Zukunft vorstellen. Foto: Heiko Weckbrodt

„Heartucate“ schickt Schüler auf 3D- Expedition in Arktis und auf Mars

Junge Lehrerinnen wollen Klimawandel und anderen Schulthemen in 3D-Welten veranschaulichen Dresden/Leipzig, 16. August 2020. Franziska Weser und Anna Kirchberg sind zwei junge Lehrerinnen aus Dresden und wollen Unterricht auf eine neue, digitale Stufe heben. Dafür möchten sie in Leipzig das Unternehmen „Heartucate“ gründen und dort aufregende virtuelle Exkursionen für Schulkinder entwickeln. Dabei setzen sie Technologien der „augmentierten“, also erweiterten Realität (AR) wie auch der „Mixed Reality“ (MR) ein, bei der Datenbrillen oder Tablets den Kindern sowohl ihre reale Umgebung zeigen wie auch computergenerierte Welten.

Wer die Datenbrille aufsetzt, kann sowohl seine reale Umgebung wie auch computergenerierte Welten sehen. Foto: Fraunhofer FEP Dresden

IDTechEx: Virtuelle Welten werden bis 2030 zum Multimilliarden-Markt

Bisher läuft das Geschäft mit Datenbrillen, VR- und AR-Technik eher enttäuschend – doch das ändert sich bald, meinen die Analysten Cambridge, 10. Februar 2020. Bis jetzt haben Datenbrillen und andere Produkte für „Virtuelle Realitäten“ (VR), „Augmentierte Realitäten“ (AR) oder „Mixed Reality“ (MR) bei weitem nicht die in sie gesteckten Erwartungen erfüllt. Das britische Marktforschungsunternehmen „IDTechEx“ aus Cambridge geht in einer neuen Analyse „Augmented, Mixed and Virtual Reality 2020-2030“ aber von deutlich steigenden Umsätzen aus. Bis 2030 wird der Markt für VR- und AR-Produkten demnach weltweit auf rund 30 Milliarden Dollar (27 Milliarden Euro) wachsen.

Haptische Handschuhe von Bebop Sensors für virtuelle Welten. Foto: Bebop Sensors

Mit Haptik-Handschuhen virtuelle Welten ertasten

Bebop stellt zur Messe CES 2020 Fühl-Handschuhe für VR-Datenbrillen vor Berkeley, 1. Januar 2020. Damit virtuelle Welten intuitiver erlebbar werden, hat das kalifornische Unternehmen „Bebop Sensors“ aus Berkeley einen haptischen Handschuh entwickelt. Kombiniert mit einer Datenbrille kann der Nutzer damit Gegenstände in virtuellen Realitäten (VR) scheinbar fühlen. Bebop will diesen Handschuh zur Konsumelektronikmesse „CES 2020“ ab 7. Januar 20209 in Las Vegas vorführen.

Die historische Uhr mit einem raffinierten Wecker-Uhrwerk aus der Sammlung von Otto Horn. Foto: Peter Weckbrodt

Gehirn speichert Reisen wie eine Zeit-Schatzkarte ab

Planck-Forscher kartieren mit virtuellen Welten und Hirn-Scans die Entstehung von Erinnerungen Leipzig, 8. August 2019. Um Erinnerungen an Reisen und ähnliche Erlebnis-Abfolgen abzuspeichern, legt unser Gehirn anscheinend eine Karte verknüpfter Erinnerungen an. Das haben Hirnforscher vom „Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften“ (MPI-CBS) in Leipzig durch Experimente herausgefunden.

Angehende Chirurugen können dank dem TU-Projekt "HIPS" künftig einen der kompliziertesten Schritte bei einer Hüft-OP üben. Foto: HIPS

Chirurgen üben Hüft-OP in virtuellen Welten

Fräs-Simulation ist fertig, TU Chemnitz und ihre Partner wollen die “Virtuelle Realität” nun um weitere OP-Schritte erweitern Chemnitz, 26. Juli 2019. Chirurgen können künftig Hüftgelenk-OPs vorab mit Datenbrillen und Robotern in einer „Virtuellen Realität“ (VR) simulieren, damit die Prothese später beim Patienten besser sitzt. Für einen besonders kritischen Schritt der Prothesen-Implantation haben Ingenieure aus Sachsen, Bremen und Bayern nun einen ersten Simulations-Abschnitt fertiggestellt. Darin können die Mediziner üben, die Hüftpfanne (Acetabulums) passend zum Implantat hochpräzise auszufräsen. Das geht aus einer Mitteilung der TU Chemnitz hervor, die beim Verbundprojekt „Hüft-Implantat-Pfannenfräs-Simulator“ (Hips) die Federführung übernommen hatte.

Ein Mitabeiter erprobt bei Audi die virtuelle Montage eines Elektroautos. Foto: Audi

Audi-Arbeiter üben Elektroauto-Montage virtuell

Datenbrillen und digitale Zwillinge der Montagehallen im Einsatz Neckarsulm/Ingolstadt, 21. Juli 2019. Damit die Audi-Arbeiter im Werk Neckarsulm die Montage der neuen „E-tron GT“-Elektroautos schneller einüben können, setzt der Autohersteller auf „Virtuelle Realität“ (VR): Die Arbeiter bekommen Datenbrillen und können sich damit in einer computergenerierten Werkhalle bewegen, die auf sehr genauen 360-Grad-Scans der echten Montagelinien beruhen. Das geht aus einer Audi-Mitteilung hervor.

Oled-Mikrobildschirm für Datenbrillen vom Fraunhofer FEP Dresden. Foto: Claudia Jacquemin für das Fraunhofer-FEP

Fraunhofer Dresden verspricht scharfe Bilder in Datenbrillen

FEP-Ingenieure stellen neue Stromspar-Oled-Displays in USA vor San Jose/Dresden, 30. April 2019. Fraunhofer Dresden wird auf der Messe „SID Display Week“ Mitte Mai in San Jose in den USA neue, hochauflösende organische Mini-Bildschirme vorstellen, die sich besonders für den Industrieeinsatz eignen. Das geht aus einer Ankündigung des „Fraunhofer-Instituts für Organische Elektronik, Elektronenstrahl- und Plasmatechnik“ (FEP) hervor.

Ein 5G-Roboter misst sich mit menschlichen Gegnern im Kugel-Balancierspiel. Foto: Heiko Weckbrodt

Technologiemesse Connect: VR-Tanz mit den Delfinen und Hockey gegen Roboter

Veranstalter wollen mit neuer Messe „connect ec“ in Dresden soll nicht nur Fachbesucher, sondern auch ein breites Publikum erreichen Dresden, 26. April 2019. Hockey gegen Roboter spielen, Elektroautos probefahren und mit virtuellen Delfinen tanzen – die neue Technologiemesse „connect ec“ Anfang Mai in Dresden, präsentiert von den „Dresdner Neuesten Nachrichten“, richtet sich sichtlich nicht nur an Fachbesucher, sondern auch ganze Familien. „Wir sehen uns als Vermittler“, betonte Chefredakteur Marc-Oliver Bender von der Fachzeitschrift „Connect“, der die Konferenzmesse mitorganisiert. Er denke da auch an die Senioren: „Viele Ältere sehen in der Digitalisierung eher ein Problem. Wir aber wollen auch die Chancen dieser Entwicklung zeigen – und zwar ganz greifbar und erlebbar und nicht nur für die Spezialisten.“

Eine Siemens-Mitarbeiterin testet die Aufrüstung einer Maschinen mit einer organischen AR-Brille vom Fraunhofer-Institut FEP Dresden. Die Brille zeigt ihr zusätzlich zur realen Umwelt computergenerierte Montageanleitungen. Foto: Siemens AG

In der Fabrik der Zukunft wandeln die Digitalbrillenschlangen

Fraunhofer Dresden sieht Marktpotenzial für seine AR-Brillen zunächst in der Logistik Dresden, 27. November 2018. Datenbrillen, die dem Träger „Augmentierte“ beziehungsweise „Erweiterte Realitäten“ (AR) zeigen, spielen in deutschen Fabriken bald eine wachsende Rolle. Davon ist Dr. Uwe Vogel vom Fraunhofer-Institut für Organische Elektronik, Elektronenstrahl- und Plasmatechnik (FEP) in Dresden überzeugt. Daher haben er und seine Kollegen spezielle Mini-Bildschirme aus organischen Leuchtdioden (OLEDs) entwickelt. Mit diesen Displays lassen sich sehr leichte AR-Brillen konstruieren, die sich durch Augenbewegungen steuern lassen und auch besonders hochauflösende Bilder anzeigen können.

Die Maus öffnet für Kinder die 3D-Höhle im „Zentrum für Systembiologie Dresden“ (CSBD). Foto: CSBD

Der Wurm wird für Kinder zum 3D-Kino

Dresder Systembiologen öffnen ihre Höhle zu virtuellen Welten Dresden, 1. Oktober 2018. Wie in einem 3D-Kino können Kinder zum Nationalfeiertag am 3. Oktober 2018 in Dresden durch das Innere eines Fadenwurms oder über die Leber einer Maus spazieren. Möglich macht dies eine Hightech-Höhle („Cave“) für „Virtuelle Realität“ (VR) im „Zentrum für Systembiologie Dresden“ (CSBD), die an diesem Tag für kleine Besucher geöffnet ist.

Die Entwickler vom Fraunhofer-Institut FEP in Dresden schmelzen organische Farb-Mikrobildshcirme mit dem elektronenstrahl. Foto: Fraunhofer FEP

Fraunhofer Dresden schneidert mit E-Strahlen organische Farbbildschirme

Mini-Displays sollen für leichtere und brillantere Datenbrillen sorgen Dresden, 6. August 2018. Fraunhofer-Ingenieure aus Dresden haben einen Weg gefunden, besonders brillante Mini-Farbbildschirme aus organischen Materialien mit Elektronenkanonen zu erzeugen. Vor allem für leichtere Datenbrillen, digitale Medizintechnik und elektronisch aufgerüstete Textilien wären solche dünnen und leistungsstarken Displays sinnvoll einsetzbar, schätzten die Forscher des „Fraunhofer-Institut für Organische Elektronik, Elektronenstrahl- und Plasmatechnik“ (FEP) aus Dresden ein.

Die Erde fest im Griff: Laborleiter Konrad Henkel von der TUD-Professur für Mikrosystemtechnik führt einen Prototypen für anfassbare virtuelle Welten vor. Rechts auf dem Bildschirm sieht man, was er durch seine Datenbrille sieht - nämlich den grpnen Planeten. Foto: Heiko Weckbrodt

Willkommen auf dem Holodeck der „Enterprise“

Ingenieure der TU Dresden wollen virtuelle Welten materialisieren Dresden, 9. April 2018. Mancher mag sich noch an das „Holodeck“ im TV-Raumschiff „Enterprise“ aus den 1990ern erinnern: Um die Crew auf den Ewig-Reisen durchs All bei Laune zu halten, gab es einen speziellen Saal im Schiff: Ein Raum, in dem die Mannschaft computererzeugte Welten durchwandern, sie betasten und erfühlen, virtuell in die ferne Vergangenheit reisen oder Abenteuer mit dem „leibhaftigen“ Mark Twain erleben konnte. Inzwischen können wir tatsächlich „Virtuelle Realitäten“ (VR) erzeugen – aber vom Holodeck der „Enterprise“ sind sie noch ein ganzes Stück entfernt: Die Bildqualität ist meist noch mäßig, der Besucher muss Datenbrillen tragen und vor allem kann er oder sie die Artefakte und künstlichen Menschen in dieser computergeschaffenen Welt nicht anfassen. Das wollen Dresdner Ingenieure nun ändern: Ein Team um Mikrosystemtechnik-Professor Andreas Richter von der TU Dresden hat eine Lösung gefunden, um VR-Objekte im wörtlichen Sinne „fassbar“ zu machen. „Wir materialisieren virtuelle Welten“, versprach er bei einer Leistungsschau des Forschungsclusters „FAST“ in Dresden.

Indem er sich synchron zu den Bewegungen in der Virtuellen Realität (VR) mitdreht, soll der "Roto VR Chair" für ein beeindruckenderes Erlebnis in Spielen und anderen VR-Anwendungen ermöglichen. Foto: Roto VR

Drehstuhl soll VR-Spiele realistischer wirken lassen

Motoren drehen den „Roto VR Chair“ synchron zum Spielgeschehen London, 1. April 2018. Um virtuelle Welten (VR) – vor allem für Spieler – intuitiver erlebbar zu machen, entwickelt die Firma „Roto VR Ltd.“ aus London derzeit einen speziellen Drehstuhl. Wenn ein Spieler mit einer Datenbrille auf dem „Roto VR Chair“ Platz nimmt, dreht und wendet sich der motorgetriebene Stuhl mit jeder Bewegung im Spiel mit – vorausgesetzt, das Spiel beziehungsweise die Schnittstelle unterstützt dies.