Alle Artikel mit dem Schlagwort: SLUB

Im Dresdner "Makerspace" können SLUB-Leser 3D-Drucker und Lasercutter einsetzen, um Bauteile und Kunstwerke frei zu gestalten. Foto: Robert Lohse, SLUB Dresden

„Makerspace“ für Hightech-Bastler in der Bibliothek

Permanente 3D-Drucker-Minifabrik öffnet morgen in der Bibliothek SLUB in Dresden Dresden, 5. Februar 2015: Damit Ideen aus Köpfen und Büchern per hochtechnologischer Magie feste Gestalt in der realen Welt annehmen können, hat die Sächsische Staats- und Uni-Bibliothek SLUB in Dresden nach einem Pilotversuch nun eine permanente Mini-Fabrik aus 3D-Druckern, Laser-Cuttern und anderen Hightech-Werkzeugen eingerichtet. Der Dresdner Uni-Rektor Prof. Hans Müller-Steinhagen und SLUB-Generaldirektor Thomas Bürger eröffnen diesen „Makerspace“ morgen Abend im „Dre.Punct“ am Zelleschen Weg. Danach können sich dort Bibliotheksnutzer tagtäglich ihre Kreativität austoben.

Eva-Maria Stange. Foto: Götz Schleser

Stange: Müssen sächsische Hochschulen jetzt zukunftssicher machen

Sachsens Wissenschaftsministerin im Oiger-Interview Dresden, 3. Februar 2015: Für eine neue Biotech-Offensive des Landes sieht die sächsische Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange (SPD) derzeit keinen Spielraum – spricht sich aber für Förderschwerpunkte in der Mikroelektronik, Energiespeicher- und Ressourcen-Forschung aus. Die sächsischen Hochschulen sollen bis 2025 von weiteren Stellenkürzungen verschont bleiben und bis dahin so profiliert sein, dass sie auch das Ende zahlreicher Förderprogramme verkraften können. Zudem will Stange gegen den Trend hin zu immer kürzer befristeten Forscherstellen an den Unis vorgehen. „Oiger“-Redakteur Heiko Weckbrodt hat sie in einem Interview dazu befragt: Oiger: Welche Prioritäten wollen Sie in der Hochschul- und Wissenschaftspolitik setzen? Eva Maria Stange: Eines der größten Vorhaben wird eine neue Hochschul-Entwicklungsplanung ohne Stellenabbau und für einen recht langen Zeitraum von acht Jahren sein, von 2017 bis 2025. Wir müssen unsere Hochschulen jetzt zukunftsfähig machen, denn zwischen 2020 und 2025 versiegen viele Förderquellen: der Hochschulpakt, die EFRE- und ESF-Mittel von der EU, die Exzellenzinitiative…

Abb.: Dresden Marketing

Bibliothek SLUB plant in Dresden feste 3D-Drucker-Werkstatt

„Makerspace“ soll vom Experiment zu dauerhaften Angebot für Studis und Kreative werden Dresden, 7. September 2014: Studenten, Tüftler, Künstler und andere Kreative werden bald in Dresden eine feste Hightech-Werkstatt bekommen, in der sie mit 3D-Druckern, Laser-Schneidern & Co. experimentieren und konstruieren können: Nach einem achtwöchigen Pilotversuch will die Direktion der Sächsischen Landes- und Uni-Bibliothek SLUB einen dauerhaften „Makerspace“ im Buchtempel am Zelleschen Weg einrichten. Das hat Vize-Generaldirektor Achim Bonte angekündigt. Er betrachtet das Pilotprojekt als Ausblick auf die Bibliothek der Zukunft.

Annekathrin Weser betreut im SLUB-Digitalisierungszentrum einen Scan-Roboter für die Massen-Digitalisierung, der etwa 500 Buchseiten pro Stunde schafft. Foto: Heiko Weckbrodt

Sachsen startet Millionenprogramm für Digitalisierung

SLUB Dresden soll regionale Kulturgüter frei ins Netz stellen Dresden, 20. August 2014: Die sächsischen Bibliotheken möchten sich an die Spitze des digitalen Wandels stellen. „Wir wollen die digitale Zukunft nicht erleiden, sondern gestalten“, hält Professor Thomas Bürger, der Generaldirektor der Sächsischen Landes- und Uni-Bibliothek SLUB in Dresden, allen Unkenrufern entgegen, die Bibliotheken gerne als Totholz-Sammlungen verspotten – und ihnen immer wieder einen Untergang mit Schrecken im Informationszeitalter prophezeien. Um auf eben diese Herausforderungen zu reagieren, hat der Freistaat Sachsen nun ein „Landesdigitalisierungsprogramm Wissenschaft und Kultur“ aufgelegt. Aus diesem Sondertopf erhält die SLUB künftig jährlich 2,5 Millionen Euro extra, um Tausende Bücher und Handschriften zu digitalisieren, frei ins Internet zu stellen und neue Digitalzeitschriften-Lizenzen zu erwerben, wie die sächsische Wissenschaftsministerin Sabine von Schorlemer (parteilos) heute in Dresden ankündigte. Das Programm sei sowohl im Haushaltsentwurf 2015/16 als auch in der mittelfristigen Finanzplanung der Regierung verankert, versicherte sie.

Die Scan-Roboter der SLUB digitalisieren bis zu 500 Buchseiten pro Stunde. Abb.: SLUB

Sachsen plant Digitalisierungsprogramm für Bibliotheken

SLUB Dresden forciert Elektronisierungskurs Dresden, 13. August 2014: Die wissenschaftlichen Bibliotheken in Sachsen forcieren ihren Digitalisierungskurs: Unter Federführung der Sächsischen Landes- und Uni-Bibliothek SLUB in Dresden will das Wissenschaftsministerium ein „Landesdigitalisierungsprogramm Wissenschaft und Kultur“ starten.

Voerst noch allein, da ein Prototyp: Der "SLUB Outdoor Lounger" as Karbon-Beton soll Lesenden Entspannung verschaffen. Abb.: Paulsberg OHG

SLUB darf Wettiner-Bücher behalten

Vergleich von Freistaat und Ex-Fürsten betrifft auch 8500 Bücher Dresden, 20. Juli 2014: Die Nachfahren der Wettiner-Könige werden nicht alle Kunstgegenstände, die ihnen im jüngsten Vergleich mit dem Freistaat Sachsen zugesprochen wurden, auf Sothebys, E-Bay & Co. verticken, sondern viele Bücher in der Sächsischen Landes und Uni-Bibliothek SLUB in Dresden zur Verwahrung belassen. „Zu den prominentesten Büchern und Handschriften Wettiner Provenienz, die in der SLUB verbleiben, gehören Bücher aus der Dante-Bibliothek König Johanns oder Musikhandschriften aus dem Besitz der Kaisertochter Maria-Antonia“, betonte SLUB-Generaldirektor Thomas Bürger. „Diese Kulturgüter haben einen unschätzbaren Wert für Sachsen.“

Repro: SLUB

Uhrmacher-Zeitschriften digitalisiert

SLUB Dresden stellt zwölf alte Periodika ins Internet Dresden/Glashütte, 1. Juni 2014: „Wer liefert englische Hufeisenmagnete mit ausgehöhlten Polen?“ „Für ein größeres optisches Institut wird ein junger, möglichst militärfreier Mann gesucht…“ „Platinschwämmchen in vorzüglicher Qualität liefert Carl Apell in Dresden.“ Mit solchen Problemen schlug sich die sächsische Uhrmacher-Zukunft in der Gründerzeit herum. Und nachzulesen ist das im Leipziger „Allgemeinen Anzeiger für Mechanik. Optik, Elektrotechnik, Glasinstrumenten- und Uhrmacherbranche“ des Jahres 1888 – und seit Kurzem auch im Internet: Die Sächsische Landes- und Uni-Bibliothek SLUB hat nämlich inzwischen zwölf historische Periodika der Uhrmacherei ab dem Erscheinungsjahr 1876 digitalisiert und ins Netz gestellt.

Abb.: SLUB

SLUB-Bibliothek wird zum „Makerspace“

Studis können sich an 3D-Druckern austoben Dresden, 24. April 2014: Der Kartenlesesaal der Sächsischen Landes- und Uni-Bibliothek SLUB in Dresden verwandelt sich ab Montag für zwei Monate in einen „Makerspace“: Die Kreativwerkstatt „Fablab Dresden“ wird dort 3D-Drucker, Laserschneider und andere Hightech-Heimwerkelmaschinen aufstellen, die SLUB steuert Fachliteratur zum Thema bei, die Professuren für Technisches Design, Mediengestaltung, Wissensarchitektur und Kommunikationsakustik der TU Dresden bieten Einführungs-Lehrgänge an.

Manfred Osten. Foto: Suhrkamp-Verlag

Ex-Humboldt-General Osten: Kollektives Gedächtnis durch Digitalisierung gefährdet

Dresden-Rossendorf, 1. Februar 2014: Durch den digitalen Wandel ist das „kollektive Langzeitgedächtnis“ der Menschheit gefährdet. Davon ist der frühere Diplomat und Generalsekretär der Alexander-von-Humboldt-Stiftung, Dr. Manfred Osten, überzeugt. Dies geht aus vorab veröffentlichten Passagen seiner Festrede hervor, die er in der kommenden Woche zur Eröffnung der neuen Fachbibliothek im Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) halten will.

Im Archiv der Stimmen sind digitalisierte Schellack-Aufnahmen abrufbar. Abb.: SLUB

Bibliotheken: Wer sich gegen Digitaltrend stellt, geht unter

Dresdner Bibliothek SLUB setzt Scan-Offensive fort – und stellt auch den „Großen Krieg“ ins Netz Dresden, 24. Januar 2014: Ein elektronisches Opernarchiv, ein „Internetarchiv der Stimmen“ mit Gesängen von alten Schellack-Platten und ein fotografisches Netzfenster, das einen Blick 100 Jahre zurück bis in den I. Weltkrieg öffnet, sowie weitere Projekte stehen auf dem Digitalisierungsplan 2014 für die Sächsische Landes- und Uni-Bibliothek SLUB. Das hat SLUB-Generaldirektor Thomas Bürger angekündigt, der damit den Status der Dresdner Wissenschaftsbibliothek als zweitgrößtes Digitalisierungszentrum Deutschlands – hinter der Bayrischen Staatsbibliothek – ausbauen will.

Dresdner Sinfoniker vertonen Nationalepos der Turkvölker

Einziges Original von “Dede Korkut” verwahrt SLUB in Dresden Dresden, 10. Januar 2014: Die Sächsische Landes- und Uni-Bibliothek SLUB und die Dresdner Sinfoniker werden ihre intermediale Zusammenarbeit fortsetzen: Nachdem die Sinfoniker bereits Ende 2012 mit einem Apokalypse-Konzert in der Bibliothek den angeblich in der Dresdner Maya-Handschrift prophezeiten Weltuntergang vertont hatten, wollen die Künstler um Markus Rindt nun eine weitere wertvolle Handschrift aus den SLUB-Beständen zum musikalischen Leben erwecken: Sie geben am 8. Februar, 20 Uhr, im Festspielhaus Hellerau ein Premierenkonzert „Dede Korkut – Die Kunde von Tepegöz“. Die gleichnamige Schrift gilt laut SLUB-Generaldirektor Thomas Bürger als ein Nationalepos aller Turk-Völker. „Das ist für diese Völker das, was für uns Deutsche das Nibelungenlied ist“, sagte er.

TU Dresden gegen Umwandlung der Bibliothek SLUB in Staatsbetrieb

Dresden, 11. Dezember 2013: Als „bittere Pille“ hat die Leitung der TU Dresden den Gesetzentwurf des Landes Sachsen bezeichnet, durch den die Staats- und Unibibliothek SLUB in einen Staatsbetrieb umgewandelt werden soll. Forschungs-Prorektor Prof. Gerhard Rödel befürchtet, dass dadurch die Mitspracherechte der Uni auf „ihre“ Bibliothek schwinden. „Der Einfluss unserer Universität auf die strategische Entwicklung der SLUB wird stark eingeschränkt“, kritisierte Rödel.

Digitalkopien: Mehr als nur Copy & Past

Sonderschau in der SLUB Dresden zeigt, wie digitale Repros Kulturgut zum Leuchten bringen Dresden, 28. November 2013: Copy & Past ist zu Zeiten des Ex-Verteidigungsministers zu Guttenberg in die negativen Schlagzeilen gekommen, ist aber eine uralte Kulturtechnik: Schon im alten Rom schrieben die Chronisten voneinander ab und ohne die Vervielfältigungsstuben in den mittelalterlichen Klöstern und arabischen Gelehrtenschulen wäre wohl manche antike Handschrift für immer für die Menschheit verloren gegangen. Auch den II. Weltkrieg haben viele historische Bücher nur als Faksimiles überdauert. Und heute ist es dank der Digitalisierung eben nicht nur möglich in Doktorarbeiten leicht zu schummeln, sondern auch angegriffenes Kulturgut vor weiterem Zerfall zu bewahren, ja gar Details via elektronischer Lupenfunktion zum Vorschein zu bringen, die dem menschlichen Auge allzu leicht entgehen. Die Sächsische Landes- und Uni-Bibliothek SLUB in Dresden, die selbst zu den führenden Digitalisierungszentren in Deutschland gehört, hat diesem Thema nun eine Sonderausstellung gewidmet.

Dresdner SLUB digitalisiert weitere Adressbücher

Nun 17 Städte im Internetrecherchierbar Dresden, 2. November 2013: Um Familienforschern und Historikern die Recherche zu erleichtern, hat die Sächsische Landes- und Uni-Bibliothek SLUB in Dresden weitere historische Adressbücher digitalisiert. Wie die Bibliothek mitteilte, sind mittlerweile 17 Adressverzeichnisse aus der Zeit zwischen dem beginnenden 18. Jahrhundert und Mitte des 20. Jahrhunderts über das Portal „Historische Adressbücher Sachsens“ im Internet abrufbar.

SLUB Dresden will ihre Digitalisierungs-Kapazitäten verdreifachen

Dresdner Maya-Skript, Sachsenspiegel und Bach-Noten in Weltdigitalbibliothek aufgenommen Mit der Dresdner Maya-Handschrift, dem Meißner Sachsenspiegel und einer Notenschrift von Johann Sebastian Bach (Missa h-Moll) aus der Sächsischen Landes- und Uni-Bibliothek SLUB sind erstmals drei digitalisierte Kulturerbe-Stücke aus Sachsen in die „World Digital Library“ (Weltdigitalbibliothek) der UNESCO und der US-amerikanischen „Library of Congress“ aufgenommen worden. „Dort wird nur das Beste vom Besten weltweit akzeptiert“, betonte SLUB-Vizegeneraldirektor Dr. Achim Bonte. Dies ist insofern „eine große Ehre“ für Dresden und Sachsen.