Alle Artikel mit dem Schlagwort: SLUB

Der Sachsenspiegel: eine Sammlung mittelalterlichen deutschen rechts. Repro. SLUB Dresden, Ramona Ahlers-Bergner

Sachsenspiegel 3D im Bibliotheksfoyer

Besucher der SLUB Dresden können digitale Version des mittelalterlichen Rechtsbuchs nun per Gestensteuerung durchblättern Dresden, 29. November 2016. Was tun, wenn mein Nachbar meine Diener abmurkst? Wie bestrafe ich Wegelagerer? Antworten auf diese und andere praktische Fragen versuchte Eike von Repgow zu geben, als er von 1220 und 1235 germanisches und anderes zeitgenössisches Recht im Sachsenspiegel aufschrieb. Eines der wenigen Original verwahrt die Sächsische Landes- und Unibibliothek SLUB in Dresden, die das wertvolle Werk allerdings nur sechs Wochen pro Jahr öffentlich zeigt. Als Alternative testen die Bibliothekare nun eine alternative Präsentationsform: Im SLUB-Foyer können die Besucher eine digitale 3D-Variante des Sachsenspiegels wie auf einem Tablet oder Smartphone mit Fingergesten und Handbewegungen durchblättern.

Blick in den Lesesaal der Söächsischen Landes- und Uni-Bibliothek SLUB. Obwohl inzwischen viele historische Quellen digitalisiert wurden: Um klassische Archiv- und Nibliotheksrecherchen kommt auch der Ahnenforscher 2.0 nicht herum. Kurrent- und Frakturschrift lesen zu können, ist nahezu unerlässlich. Foto: SULB Dresden

Interesse an Familienforschung wächst

Dresden, 11. Oktober 2016. Als Kind langweilt man sich eher, wenn Opa über den Krieg erzählen oder Oma über den beschlagnahmten Familienbesitz in Ostpreußen lamentieren will. Doch irgendwann mag dann doch das Interesse daran erwachen, wo die eigene Familie über die Jahrhunderte hinweg wurzelte, was der mittlerweile verstorbene Großvater eigentlich genau im Krieg gemacht hat und ob die eigenen Vorfahren Wikinger oder Schuster waren. Dann ist Familienforschung angesagt – und die ist meist langwieriger, als der Laie zunächst denkt.

Abb.: Bildschirmfoto Fotothek

Internetschwarm formt Weltsichten mit

Die Bibliothek SLUB in Dresden experimentiert mit Crowdsourcing Dresden, 28. Juli 2016. Nach dem Geld des Internetschwarms („Crowdfunding“) ist nun dessen Weisheit („Crowdsourcing“) gefragt: Die Experten der Sächsischen Landes- und Uni-Bibliothek SLUB in Dresden möchten künftig auch die weltweit verstreuten Besucher ihrer digitalen Sammlungen für die Wissensschöpfung einspannen. Die Nutzer sollen per Internet mit ihren Kommentaren helfen, verlorene Informationen über uralte Fotos, Karten und Bücher wiederzugewinnen und die historischen Dokumente zu beschriften.

Der Umbauer: Prof. Thomas Bürger und die digitalen Sammlungen der SLUB im Hintergrund. Foto: Heiko Weckbrodt

„Wir haben den Run auf die Bibliothek unterschätzt“

Generaldirex Bürger will Dresdner SLUB ab 2017 generalüberholen und nach dem Vorbild der British Library zum Wissens-Knoten umbauen Dresden, 12. Juli 2016. Generaldirektor Thomas Bürger plant eine Generalüberholung für die Sächsische Landes und Uni-Bibliothek SLUB – wenn das Land dafür das Geld herausrückt. Er will den Büchertempel am Zelleschen Weg innerlich so umbauen, dass er den Nutzerwünschen an die Bibliothek der Zukunft gerecht werde. Vor allem müsse aber die Klima- und Energietechnik dringend saniert werden.

Robert Schumann. Skizzen zum Klaviertrio op. 63. Repro: SLUB Dresden, Henrik Ahlers

SLUB Dresden stellt Klaviertrio-Skizzen von Robert Schumanns ins Netz

Komponist schenke das Opus einst nach Elbbad in Dresden seiner Gattin Clara Dresden, 4. März 2016. Originale Skizzen von Robert Schumann über sein Klaviotrio (Opus 63) sind nun weltweit über das Internet einsehbar: Die Sächsische Landes- und Unibibliothek SLUB in Dresden hatte die Skizzen von einem amerikanischen Antiquariat gekauft und digitalisiert. Nun hat die Bibliothek das Digitalisat online frei geschaltet.

Andrea Hilber (links), Bianca Pötschke und Leander Neuhaus gehören zu den sechs Master-Studenten, die die Hintergrundgeschichte zu den gefundenen Gartenarchitektur-Zeichnungen recherchiert haben. Foto: Heiko Weckbrodt

Vom Gärtnerlümmel zum Gartenarchitekten

Ausstellung in DrePunct-Bibliothek veranschaulicht die mühselige Emanzipation der Landschaftsarchitektur als eigene Wissenschaft Dresden, 15. Februar 2016. „Toll!“, exklamiert Professor Thomas Bürger, als er die in Glas gefasste Zeichnung zwischen den Bücherregalen mustert. „So eine Villa hätte ich auch gern.“ Ein paar Studenten, die an den Lesetischen unterm „DrePunct“ sitzen, schauen kurz auf, vertiefen sich dann schnell wieder in ihre Lektüre, während Bürger durch die Ausstellung „Land schafft Architektur“ streift. Der Generaldirektor der Sächsischen Landes- und Uni-Bibliothek SLUB ist offensichtlich angetan von dem Gartengrundstück, das ein Student namens Georg Schulze vor 127 Jahren an der Technischen Hochschule Dresden als Studienarbeit niedergepinselt hat. An Computer-Entwurfsprogramme wie heute war in der Kaiserzeit natürlich noch nicht zu denken: Schulze hat 1889 jeden Baum, jeden Busch und jedes Uferdetail des Villa-Teichs einzeln mit Feder und Aquarellfarben zeichnen müssen. Obzwar „nur“ eine studentische Arbeit, sieht das Ergebnis doch so aus, wie es Prof. Bürger spontan umrissen hat: Wohnenswert wirkt dieses Ensemble aus Villa, Park und Wasseranlagen auf jeden Fall.

Anke Wartenberg betreut in der Sächsischen Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB) den Dokumenten- und Publikationsserver Qucosa. Über diese Plattform publizieren Forscher aus Sachsen ihre wissenschaftlichen Arbeiten. Foto: Heiko Weckbrodt

„Da ist ein Generationswechsel im Gange“

Qucosa in der SLUB Dresden: Digitale Publikation setzt sich in Forschergemeinde als Standard durch Dresden, 27. Januar 2016. Immer mehr Wissenschaftler publizieren ihre Forschungsergebnisse elektronisch. Diese Digitalausgaben erscheinen entweder parallel zur klassisch-gedruckten Ausgabe oder ausschließlich als PDF-Dokument. Und viele Forscher deklarieren diese Arbeiten dann auch gleich als „Open Access“, machen sie also gratis im Internet verfügbar. Vor allem junge Naturwissenschaftler, Mathematiker, Ingenieure und Mediziner nutzen gerne diese rasche und unkomplizierte elektronische Veröffentlichung, erzählt Anke Wartenberg vom „Qucosa“- Projekt in der Sächsischen Landes- und Uni-Bibliothek SLUB, das sich auf eben solche digitalen Wissenschaftspublikationen aus Sachsen spezialisiert hat. Unter vielen Historikern und anderen Geisteswissenschaftlern gelte hingegen noch „das Paradigma des gedruckten Wortes“, ergänzt SLUB-Sprecher Jens Bemme.

Martin Luther (1483-1546) um 1570 auf einem Porträt von Lucas Cranach dem Jüngeren. Repro: Wikipedia, Public Domain

Luther-Handschrift der SLUB Dresden ist nun Welterbe

Unesco trägt Manuskript in Liste „Memory of the World” ein Dresden, 29. Oktober 2015. Die Unesco hat ein handschriftliches Vorlesungs-Manuskript von Martin Luther, das in der Sächsischen Landes- und Uni-Bibliothek (SLUB) in Dresden aufbewahrt wird, zum Weltdokumentenerbe erklärt. Darauf hat heute die sächsische Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange (SPD) aufmerksam gemacht.

Tita, Leeloo und Vola Ve zeigten beim Hackathon in der SLUB ein funktionsfähiges Modell ihres WLAN-Baums, der nur dann seinen Internet-Funk anschaltet, wenn jemand für Wasser gesorgt hat. Die zwölfjährigen Schülerinnen aus Berlin hatten keine 48 h Zeit, um ihren Prototypen fertig zu bekommen. Foto: Heiko Weckbrodt

WLAN-Bäume und Grüne-Welle-Apps für Radler

Junge Ostdeutsche zeigen beim Hackathon in Dresden, wie sie die Welt verbessern wollen Dresden, 7. Juni 2015. Was sich Tita, Yola Ve und Leeloo da für den Weltverbesserungs-Technik-Wettbewerb „Hackathon“ in Dresden ausgedacht hatten, das hat zweifellos seinen besonderen Charme: Wer sich für die Umwelt abstrampelt, wird von den Bäumen der Großstadt mit kostenlosem Internet belohnt. Das „Treefi“-Konzept der drei Zwölfjährigen aus Berlin: Stadtbäume werden mit WLAN-Sendern bestückt, ihre Äste tragen Schaukeln, daneben stehen Fahrrad-Hometrainer. Macht sich der Passant die Arbeit und tritt ordentlich in die Pedalen, erzeugt ein Dynamo Strom für eine Bewässerungsanlage, die wiederum den Baum tränkt. Ist der zufrieden, schaltet er seinen Internetfunksender ein – und der Passant kann seines Weges gehen und auf seinem Smartphone im Netz surfen. Beigetragen hat er oder sie dann ein klein bisschen für mehr Stadtgrün, für den freien Zugang zum Internet – und für die eigene Fitness. Und für Spiellustigere gibt es alternativ ja noch die Schaukel, um den Wasserfluss anzutreiben…

Dresden lädt Anfang Juni zum 1. hackathon Ost ein. Foto: Medienkulturzentrum Dresden

Jugend hackt die Daten frei

Open Data: Anfang Juni hacken, kodieren und basteln junge Ostdeutsche im Dresden beim 1. Hackathon Ost um die Wette Dresden, 8. Mai 2015: Für die Befreiung der Daten und eine bessere Zukunft werden rund 50 ostdeutsche Kinder und Jugendliche demnächst in Dresden in die Tasten und staatlichen Datenbanken hacken und die 3D-Drucker anwerfen: Auf Einladung des Medienkulturzentrums Dresden wollen begabte Jungbastler und Programmierer im Alter von zwölf bis 18 Jahren Anfang Juni in der Sächsischen Landes- und Uni-Bibliothek SLUB beim ersten mitteldeutschen „Hackathon“ darum wetteifern, wer binnen drei Tagen die besten Apps, Codes und Gadgets entwickelt. Sie lassen sich dabei vom „Open Data“-Prinzip leiten: Von Behörden gesammelte Daten werden unter dem Motto „Zukunftsstadt – Hack your City!“ eingespannt, um Wissen allen zugänglich zu machen.

Im Dresdner "Makerspace" können SLUB-Leser 3D-Drucker und Lasercutter einsetzen, um Bauteile und Kunstwerke frei zu gestalten. Foto: Robert Lohse, SLUB Dresden

„Makerspace“ für Hightech-Bastler in der Bibliothek

Permanente 3D-Drucker-Minifabrik öffnet morgen in der Bibliothek SLUB in Dresden Dresden, 5. Februar 2015: Damit Ideen aus Köpfen und Büchern per hochtechnologischer Magie feste Gestalt in der realen Welt annehmen können, hat die Sächsische Staats- und Uni-Bibliothek SLUB in Dresden nach einem Pilotversuch nun eine permanente Mini-Fabrik aus 3D-Druckern, Laser-Cuttern und anderen Hightech-Werkzeugen eingerichtet. Der Dresdner Uni-Rektor Prof. Hans Müller-Steinhagen und SLUB-Generaldirektor Thomas Bürger eröffnen diesen „Makerspace“ morgen Abend im „Dre.Punct“ am Zelleschen Weg. Danach können sich dort Bibliotheksnutzer tagtäglich ihre Kreativität austoben.

Eva-Maria Stange. Foto: Götz Schleser

Stange: Müssen sächsische Hochschulen jetzt zukunftssicher machen

Sachsens Wissenschaftsministerin im Oiger-Interview Dresden, 3. Februar 2015: Für eine neue Biotech-Offensive des Landes sieht die sächsische Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange (SPD) derzeit keinen Spielraum – spricht sich aber für Förderschwerpunkte in der Mikroelektronik, Energiespeicher- und Ressourcen-Forschung aus. Die sächsischen Hochschulen sollen bis 2025 von weiteren Stellenkürzungen verschont bleiben und bis dahin so profiliert sein, dass sie auch das Ende zahlreicher Förderprogramme verkraften können. Zudem will Stange gegen den Trend hin zu immer kürzer befristeten Forscherstellen an den Unis vorgehen. „Oiger“-Redakteur Heiko Weckbrodt hat sie in einem Interview dazu befragt: Oiger: Welche Prioritäten wollen Sie in der Hochschul- und Wissenschaftspolitik setzen? Eva Maria Stange: Eines der größten Vorhaben wird eine neue Hochschul-Entwicklungsplanung ohne Stellenabbau und für einen recht langen Zeitraum von acht Jahren sein, von 2017 bis 2025. Wir müssen unsere Hochschulen jetzt zukunftsfähig machen, denn zwischen 2020 und 2025 versiegen viele Förderquellen: der Hochschulpakt, die EFRE- und ESF-Mittel von der EU, die Exzellenzinitiative…

Abb.: Dresden Marketing

Bibliothek SLUB plant in Dresden feste 3D-Drucker-Werkstatt

„Makerspace“ soll vom Experiment zu dauerhaften Angebot für Studis und Kreative werden Dresden, 7. September 2014: Studenten, Tüftler, Künstler und andere Kreative werden bald in Dresden eine feste Hightech-Werkstatt bekommen, in der sie mit 3D-Druckern, Laser-Schneidern & Co. experimentieren und konstruieren können: Nach einem achtwöchigen Pilotversuch will die Direktion der Sächsischen Landes- und Uni-Bibliothek SLUB einen dauerhaften „Makerspace“ im Buchtempel am Zelleschen Weg einrichten. Das hat Vize-Generaldirektor Achim Bonte angekündigt. Er betrachtet das Pilotprojekt als Ausblick auf die Bibliothek der Zukunft.