Alle Artikel mit dem Schlagwort: Photovoltaics

Nach Pleite: Dresdner Solarfirma „Sunstrom“ von alten Chefs gekauft

Hälfte der Jobs durch Insolvenz futsch Dresden, 15. Oktober 2012: Nachdem Insolvenzverwalter Rüdiger Wienberg über die Hälfte der einst 145 Mitarbeiter entlassen hat, macht die angeschlagene Dresdner Solarfirma unter alter-neuer Führung weiter wie bisher: Die bisherigen Geschäftsführer Stephan Riedel und Reiner Matthees haben die frühere Solarwatt-Tochter gekauft und führen sie nun unter dem Namen „MR SunStrom GmbH“ mit einem ähnlichen Geschäftsmodell wie vor der Pleite fort.

Sunstrom-Insolvenz: Belegschaft halbiert, Hoffnung auf Investor

Dresden, 1. Oktober 2012: Die bankrotte Dresdner Solaranlagenfirma “Sunstrom” hofft nach einer Rosskur, durch die die Hälfte aller Arbeitsplätze flöten ging, auf einen Investor: Der vom Amtsgericht eingesetzte Insolvenzverwalter Rüdiger Wienberg von der Anwaltskanzlei “hww wienberg wilhelm” zeigte sich optimistisch, möglicherweise noch vor Ende Oktober einen neuen Eigentümer für das Unternehmen präsentieren zu können. Der Geschäftsbetrieb von Sunstrom solle vorerst fortgesetzt werden.

Solarwatt Dresden (vorerst) gerettet: Gläubiger verzichten auf Großteil ihres Geldes

BMW-Milliardär Quandt wird Hauptaktionär Dresden, 11. September 2012: Die Gläubiger der angeschlagenen Solarwatt AG Dresden haben heute den Sanierungsplan des Unternehmens geschlossen abgesegnet und damit einen Neustart ermöglicht. Das teilte Solarwatt im Anschluss an die heutige Gläubiger-Versammlung mit. Im Kern werden die Lieferanten, Anleihe-Zeichner und andere unbesicherte Gläubiger (dazu gehören zum Beispiel nicht die Banken) auf 84 Prozent ihrer offenen Forderungen verzichten, im Gegenzug gibt BMW-Milliardär Stefan Quandt eine millionenschwere Kapitalspritze und wird Haupteigentümer des Unternehmens. Wenn bis Anfang Oktober kein Widerspruch gegen diesen Plan eingeht, wird das Insolvenzverfahren beendet und Solarwatt nimmt mit 337 der einst 473 Stammmitarbeiter den normalen Geschäftsbetrieb wieder auf.

EU leitet Anti-Dumping-Untersuchung gegen chinesische Solarindustrie ein

Brüssel/Bonn, 6. September 2012: Die Europäische Kommission hat auf die Klage der europäischen Solarwirtschaft reagiert und leitet eine Anti-Dumping-Untersuchung gegen Chinas Photovoltaik-Exporte ein. Das teilte die Solarworld AG mit und begrüßte die Entscheidung – das Bonner Unternehmen steckt als treibende Kraft hinter der klagenden Lobby-Initiative “EU ProSun”.

Europa hat die meisten Solaranlagen – „Groß-China“ produziert sie

Erstmals mehr Solar- als andere Kraftwerke installiert Paris/Dresden, 8.8.2012: Die „Energiewende“ ist bereits im vollem Gange: In Europa wurden – in Energieleistung gerechnet – im Jahr 2011 erstmals mehr Solaranlagen installiert als traditionelle Energieerzeugungstechnik wie Öl-, Gas- oder Kernkraftwerke. Das geht aus einer Analyse des „European Photonics Industry Consortium“ (EPIC) in Paris hervor. In Summe kamen auf dem Kontinent im vergangenen Jahr 40,6 Gigawatt Energiekapazität hinzu. 41 Prozent davon war Solartechnik – gefolgt von Windkraft mit 24 Prozent.

Milliardär Quandt übernimmt angeschlagene Solarwatt – aber jeder 4. Job geht flöten

Dresden, 1.8.2012: Der überschuldete Dresdner Solarmodul-Hersteller „Solarwatt“ bekommt durch eine Kapitalspritze des BMW-Milliardärs Stefan Quandt die Chance auf einen Neuanfang – allerdings zu einem hohen Preis: Etwa jeder vierte Mitarbeiter verliert seinen Job, die Gläubiger sollen auf 84 Prozent ihrer Forderungen verzichten. Das sieht ein Sanierungsplan vor, den heute das Insolvenzgericht in Dresden genehmigt hat.

Nächstes Opfer der Solarkrise: Sunstrom Dresden ist pleite

Dresden, 27.7.2012: Die Solarkrise hat ihr nächstes Opfer gefunden: Nun ist auch die Dresdner „Sunstrom“ pleite. Der Komplettanbieter für Photovoltaik-Anlagen hat beim Amtsgericht Dresden Insolvenz angemeldet, wie Rechtsanwalt Rüdiger Wienberg von der Kanzlei „hww wienberg“ heute mitteilte – das Gericht hat ihn vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt.

Dumping-Vorwurf: 20 Solarfirmen fordern von EU Strafzölle gegen China

Brüssel, 26.7.2012: 20 europäische Photovoltaik-Unternehmen haben sich in Brüssel zu einer Industrieinitiative “EU ProSun” zusammengeschlossen und eine Anti-Dumping-Klage gegen Chinas Solarexporte eingereicht – ähnlich, wie es die deutsche “Solarworld” kürzlich erfolgreich in den USA durchexzerziert hatte. “Wir sind technologisch führend, werden aber im eigenen Markt geschlagen durch illegales Preisdumping Chinas”, schimpfte “EU ProSun”-Sprecher Milan Nitzschke.  “Die Preise für Solarstrommodule aus China liegen dabei weit unter den Herstellungskosten in China.“ Die europäischen Solarfirmen wollen daher EU-Strafzölle gegen die Chinesen durchsetzen.

Elektronikverband SEMI: Anti-China-Zölle der USA schaden der Energiewende

SEMI warnt vor Kostensteigerungen und Versorgungsengpässen durch Schutzzoll-Politik San Jose, 19.5.2012: Der internationale Halbleiter-Verband “SEMI” hat die jüngsten Strafzölle des US-Handelsministeriums gegen chinesische Solartechnik als schädlich für die Wende hin zu erneuerbaren Energien kritisiert. Während viele deutsche und amerikanische Hersteller von Solarzellen und -modulen über die Schutzzölle jubeln, fordert SEMI genau das Gegenteil: Ein globales Freihandelsabkommen für Solartechnik. “Da ein Großteil der Solarpaneele in den USA aus China kommen, werden die neuen Zölle die Solarprodukte in den USA verteuern, die Versorgungssicherheit gefährden … und die Nutzung von Solarenergie reduzieren”, warnte der Verband.

USA erhöhen Schutzzölle gegen Chinas Solarfabriken

Washington/Bonn, 17.5.2012: Das US-Handelsministerium hat die Anti-Dumping-Zölle gegen chinesische Solarmodule drastisch erhöht: Von zunächst 2,9 bis 4,7 Prozent je nach Fabrikat auf nun 31,14 bis 249,96 Prozent. Das teilte das deutsche Photovoltaik-Unternehmen “Solarworld” mit – dessen US-Tochter hatte zuvor eine entsprechende Petition an die US-Regierung eingereicht.

Umsatzminus & Verluste: Solarwatt sieht Zukunft als Systemanbieter

Dresden, 18.4.2012: Die Photovoltaik-Krise setzt „Solarwatt” weiter unter Druck: Die Umsätze des Dresdner Solarmodulherstellers sind im Jahr 2011 um über ein Drittel auf unter 200 Millionen Euro abgesackt, auch landete Solarwatt in den roten Zahlen, wie Vertriebsvorstand Detlef Neuhaus mitteilte. Die Firma will der Krise nun mit einem neuen Profil begegnen.

Chinas „böse“ Solarindustrie hilft Deutschland bei Energiewende

AE Photonics: Viele deutsche Solarfirmen haben Schritt von Manufaktur zu Fabrik einfach verschlafen Dresden, 30.3.2012: Während deutsche Solarzellen-Hersteller auf die subventionierte Konkurrenz in Asien schimpft, Solarworld gar eine Anti-Dumping-Klage in den USA anstrengt, warnen andere Photovoltaik-Unternehmen – die am anderen Ende der Wertschöpfungskette agieren – vor anti-chinesischer Hysterie: Letztlich helfen die Chinesen, die viel beschworene Energiewende hin zu erneuerbaren Stromquellen überhaupt bezahlbar zu machen, meint Mike Renner, Manager bei der Dresdner Firma „AE Photonics“ (AEP).