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Das Archivbild zeigt einen Taxtifahrer, der das Taxameter Botax 80 aus dem WTZK Dresden testet. Foto: WTZK / VEB Taxi Dresden, Repro: Heiko Weckbrodt

WTZK Dresden: Vom Militär-Fahrtrainer bis zum Taxi-Bordrechner

Ein Forschungsbrüter für den DDR-Kraftverkehr im Überblick Dresden, 29. Januar 2019. Die Forschungslandschaft der DDR war weit weniger monolithisch, als sie gelegentlich im Rückblick erscheint: Zwischen der Grundlagenforschung in den Unis und in der Akademie der Wissenschaften auf der einen Seite und den anwendungsnahen Entwicklungsabteilungen der Kombinate gab es mit den „Wissenschaftlich-technischen Zentren“ eine Zwischenschicht. Diese Zentren erledigten jeweils für eine ganze Branche der DDR-Wirtschaft Forschungsprojekte, für die die einzelnen Betriebe keine Ressourcen hatten. Zu diesen besonderen Einrichtungen gehörte auch das „Wissenschaftlich-Technisches-Zentrum des Kraftverkehrs“ (WTZK) in Dresden, das als Volkseigener Betrieb (VEB) organisiert war. Dessen Arbeit haben Andreas Kretschmer und Eberhard Treufeld inzwischen dokumentiert, auf diese Ausarbeitungen sowie Zeitzeugenberichte stützt sich auch dieses Kurzporträt.

Der Chemiker Dr. Gerhard Geipel ist Experte für spektroskopische Methoden. Er richtet in Dresden die BioMetals-Konferenz 2016 aus. Foto: HZDR/O.Killig

9 % vom deutschen BIP fließen in Bildung und Wissenschaft

Wiesbaden, 12. April 2018. Deutschland hat im Jahr 2016 insgesamt rund 282 Milliarden Euro für Bildung, Forschung und Wissenschaft ausgegeben. Das waren 2,8 % mehr als im Vorjahr. Dies hat das Statistische Bundesamt (Destatis) in Wiesbaden nun berechnet – neuere Zahlen liegen noch nicht vor. Gemessen an der gesamten Wirtschaftsleistung investierten Staat, Kommunen, Unternehmen und andere Finanziers etwa 9 Prozent des deutschen Bruttoinlandsproduktes (BIP) in diesen Sektor.

Die Tesla-Prozessoren von Nvidia werden heute in KI-Anwendungen eingesetzt. Foto: Nvidia

6 % mehr Ausgaben für Mikroelektronik-Forschung

F/E-Investitionen auf knapp 36 Milliarden Dollar gestiegen Scottsville, 19. Februar 2018. Die zehn besonders forschungslastigen Mikroelektronik-Unternehmen weltweit haben im Jahr 2017 insgesamt rund 35,9 Milliarden Dollar (28,9 Milliarden Euro) für Forschung und Entwicklung (F/E) ausgegeben – sechs Prozent mehr als im Vorjahr. Das geht aus einem Bericht des US-amerikanischen Marktforschungs-Unternehmens „IC Insights“ aus Scottsville hervor.

Fast 3 % des Bruttoinlandsproduktes fließen in Sachsen in Forschung und Entwicklung - wobei der Staat anteilig mehr invesitiert als die Wirtschaft. Diese Innovationsausgaben haben wohl beigetragen, dass Wirtschaftskraft und Exportquote im ostdeutschen Vergleich vorn liegen. Abb.: SMWA

Sachsens Wirtschaft in Ostdeutschland top, in EU nur Mittelmaß

Ministerium legt Standortvergleich vor Dresden, 2. März 2014: Sachsen hat sich im ostdeutschen Vergleich erneut als wirtschafts- und forschungsstärkstes Bundesland behauptet und die De-Industrialisierung, die nach der politischen Wende eingesetzt hatte, anscheinend nachhaltig gestoppt. Der Nachholebedarf bleibt indes groß: Im EU-Vergleich ist die Wirtschaftskraft des Freistaats – ähnlich wie die der anderen „Neuen Bundesländer“ – höchstens mittelmäßig, liegt noch hinter den vielgescholtenen Krisenländern Spanien und Griechenland. Das geht aus einem Standortvergleich vor, den heute das sächsische Wirtschaftsministerium veröffentlicht hat.

Ein Heliatek-Mitarbeiter prüft ein biegsames Organiksolar-Panel aus der Laborfertiguung. Abb.: Heliatek

Sächsische Wirtschaft forscht mehr – und profitiert davon

Dresden, 7. Februar 2014: Die sächsischen Unternehmen forschen seit der Weltwirtschaftskrise 2008/2009 stärker und dies schlägt sich auch in ihren Umsätzen und der Wettbewerbsfähigkeit nieder. Das hat eine „EuroNorm“-Analyse ergeben, die Sachsens Forschungsministerin Sabine von Schorlemer heute in Dresden vorgestellt hat.

Koalition will anscheinend Steuerförderung für Industrieforschung

Berlin, 24. November 2013: Mittelständische Unternehmen, die in Forschung und Entwicklung investieren, sollen künftig diese Ausgaben künftig direkt von der Steuer absetzen können. Dies planen anscheinend Koalitions-Verhandlungspartner von CDU/CSU und SPD, wie aus einer (positiven) Stellungnahme des deutschen Hightech-Verbandes „Bitkom“ in Berlin hervorgeht. Eine solche steuerliche F/E-Förderung, wie in anderen Staaten bereits praktiziert, um die Innovationskraft der Wirtschaft zu steigern, hatte der „Bitkom“ bereits in der Vergangenheit gefordert.

Stark steigende Forschungs-Ausgaben in Chipindustrie

F/E-Budget erreicht Rekordwert von 53 Milliarden Dollar Scottsdale, 5. Februar 2013. Trotz eher magerer Geschäftslage steigert die Halbleiter-Industrie ihre Ausgaben für Forschung und Entwicklung (F/E) überdurchschnittlich. Das geht aus einer aktuellen Analyse des in Scottsdale in Arizona ansässigen Marktforschungs-Unternehmens „IC Insight“ hervor. So legte die F/E-Ausgaben der Chipbuden im Jahr 2012 weltweit um sieben Prozent auf einen Rekordwert von 53 Milliarden Dollar (39,2 Milliarden Euro) zu, während der Mikroelektronik-Umsatz weltweit um ein Prozent auf 317,6 Milliarden Dollar (235 Milliarden Euro) gefallen ist.