Sachsen in industrienaher Mittelstandsforschung vorn

Rang 2 in Deutschland: Freistaat bekam zuletzt 28 Millionen Euro für „Industrielle Gemeinschaftsforschung“
Berlin/Dresden, 26. November 2024. Seien es nun effizientere Brennstoffzellen, Möbel mit Wärmespiegel-Effekten oder künstliche Trommelfelle – die Innovationen, an denen Firmen und Institute in Sachsen arbeiten, sind breit gestreut. So wundert es auch kaum, dass der Freistaat von allen ostdeutschen Bundesländern seit Jahren die meisten Fördergelder für industrienahe Forschung abruft.
Deutschlandweit ruft nur NRW mehr Geld ab
So bekam Sachsen im Jahr 2023 rund 28 Millionen Euro für die sogenannte „Industrielle Gemeinschaftsforschung“ (IGF), die zuletzt mit insgesamt rund 175 Millionen Euro dotiert war. Sachsen landete damit auf Platz 1 im Osten und deutschlandweit auf Platz 2 nach Nordrhein-Westfalen. Das hat die „Allianz für Industrie und Forschung“ (AIF) aus Berlin mitgeteilt, die das entsprechende Bundesprogramm jahrelang betreut hat.
Hohe Institutsdichte in Sachsen
Der hohe Mittelabruf dürfte einerseits an der generell hohen Dichte an Forschungseinrichtungen in Sachsen liegen, andererseits an der – im ostdeutschen Vergleich – recht starken industriellen und hochtechnologischen Basis im Freistaat. In Sachsen befinden sich neben 18 Hochschulen unter anderem vier staatliche Universitäten, darunter mit der TU Dresden die einzige ostdeutsche Exzellenz-Uni. Dazu kommt eine auch im bundesweiten Vergleich besonders hohe Dichte an außeruniversitären Forschungseinrichtungen von Fraunhofer, Helmholtz, Planck und Leibniz sowie zahlreiche private Institute, die sich teils in der Zuse-Gemeinschaft zusammengetan haben. Gerade letztere sind oft recht stark in der IGF vertreten.

Mit der „Industriellen Gemeinschaftsforschung“ fördert der Bund vor allem industrienahe Entwicklungsprojekte vor allem im Mittelstand. Um die Mittelverteilung kümmert sich seit einem Jahr der „DLR Projektträger“, vorher war es jahrelang die AIF.
Autor: hw
Quellen: AIF, IGF, Oiger-Archiv, Wikipedia
Zum Weiterlesen:
Allianz fordert mehr Geld für Mittelstandsforschung

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