Alle Artikel mit dem Schlagwort: Cancer

Eine Hautärztin untersucht eine verdächtige Hautveränderung bei einem Patienten. Foto: Philip Benjamin für das NCT/UCC/

Hautkrebs-Vorsorge senkt Sterblichkeit um über ein Drittel

Tumorzentrum und TU Dresden haben Daten von 1,4 Millionen Kassenpatienten ausgewertet Dresden, 24. August 2021. Hautkrebsvorsorge („Screening“) senkt – statistisch gesehen – die Wahrscheinlichkeit, an Hautkrebs zu sterben, um mehr als ein Drittel. Das hat eine Studie des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen sowie des Unikrebszentrums Dresden (NCT/UCC) und der medizinischen Fakultät der TU Dresden ergeben. Die Forscher hatten dafür die Daten von rund 1,4 Kassenpatienten aus Sachsen der Jahre 2010 bis 2016 ausgewertet.

Im Labor untersuchen Wissenschaftler die Wirksamkeit verschiedener Substanzen an 3D-Zellkulturen. Foto: André Wirsig für das NCT/UCC

Mit Molekularkleber gegen Darmkrebs

Dresdner Forscher wollen mit neuem Wirkstoff den Tumor für die körpereigene Müllfabrik reif machen Dresden, 22. Juli 2021. Mit molekularen Klebstoff wollen Wissenschaftler aus Dresden und Heidelberg künftig Darmkrebs bekämpfen. Der neue Wirkstoff sorgt anscheinend dafür, dass krebsfördernde Proteine in der körpereigenen Eiweiß-Müllentsorgung landen. Konkret wollen die Forscher damit den Proteinkomplex „Cyclin K/CDK12“ ausschalten, der für einige besonders aggressive Darmkrebsformen mitverantwortlich ist. Das geht aus einer Mitteilung des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen Dresden und Uniklinik-Krebszentrums (NCT/UCC) hervor.

Die Onkologen suchen in den Genanalysen ihrer Patienten nach Hinweisen ("Biomarkern") auf die erfolgversprechendste Therapie. Foto: Philip Benjamin für das NCT Heidelberg

Genanalysen schenken Krebspatienten zusätzliche Lebensjahre

Bei seltenen Tumor-Arten zahlt sich Präzisionsonkologie aus Dresden/Heidelberg, 15. Juni 2021. Eine molekulare Erbgut-Analyse kann die Überlebenschancen von Menschen mit seltenen Krebsarten deutlich erhöhen. Das hat eine Studie des „Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen“ (NCT) in Heidelberg und Dresden ergeben. Demnach konnten Ärzte mit der sogenannten „Präzisionsonkologie“ zielgenauere und teils auch noch experimentelle Therapien für ihre Patienten einsetzen, die den Kranken in vielen Fällen zusätzliche Lebensjahre geschenkt haben. Das geht aus einer Mitteilung des NCT und des Deutschen Konsortiums für Translationale Krebsforschung (DKTK) hervor.

Patienten mit aggressiven Hirntumoren könnten von einer verbesserten Strahlentherapie profitieren. Grundlage ist eine kombinierte PET-MRT-Bildgebung. Foto: André Wirsig für das NCT/UCC

Kombinierte Magnet- und Antimaterie-Tomografien helfen im Kampf gegen Hirnkrebs

Tumorzentrum und Uniklinikum Dresden sehen lebensverlängernde Therapie-Ansätze für Glioblastom-Patienten Dresden, 5. Januar 2020. Hirnkrebspatienten lassen sich erfolgreicher behandeln, wenn die Onkologen dabei mehrere bildgebende Verfahren kombinieren. Das haben Forscherinnen und Forscher im „Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen“ (NCT) in Dresden herausgefunden. Dafür haben sie die Langzeitdaten von 89 behandelten Patienten ausgewertet, die unter besonders aggressiven Gehirntumoren litten, den sogenannten Glioblastomen.

Tanmaya Joshi

Der Biochemiker Dr. Tanmaya Joshi ist 33 Jahre alt. Er wurde im indischen Kanpur geboren, studierte Chemie am Indian Institute of Technology in Kanpur und hat dann an der Monash University im australischen Melbourne geforscht. Dort spezialisierte er sich auf Nanomaterialien für die Bildgebung, Therapie und Diagnostik in der Krebsforschung. Bis zum Spätherbst 2018 ist er nun als Stipendiat der Alexander von Humboldt-Stiftung zu Gast im Helmholtz-Zentrum Dresden Rossendorf (HZDR) als Gastwissenschaftler tätig. Sein Gastgeber ist Dr. Holger Stephan, Gruppenleiter für nano-skalige Systeme am HZDR-Institut für Radiopharmazeutische Krebsforschung.