Alle Artikel mit dem Schlagwort: Behandlung

Die arabische Version des Gesundheits-Ratgebers für Asylsuchende. Abb.: BM f. Gesundheit

Gesundheits-Ratgeber für Flüchtlinge

Sachsen gibt zudem Tipps für Ärzte und Apotheker Berlin/Dresden, 1. Februar 2016. Damit sich Asylbewerber im nicht gerade unkomplizierten deutschen Gesundheitssystem zurechtfinden, hat das Bundesgesundheitsministerium ein Ratgeberheft „Gesundheit für Asylsuchende in Deutschland“ veröffentlicht. Umgekehrt gibt es für Ärzte und Apotheker inzwischen einen Ratgeber, was bei der Betreuung von Flüchtlingen zu beachten ist. Darauf hat die sächsische Landesapothekerkammer hingewiesen.

Musiktherapeutin Saskia Mittmann von der Autismusambulanz Dresden mit Instrumenten, die für die Musiktherapie von Autisten genutzt werden. Einige davon – etwa das Saiteninstrument – haben die Patienten selbst gebaut. Foto: Uniklinikum / Holger Ostermeyer

Autisten musizieren gegen die Isolation

Uniklinikum Dresden stellt ungewöhnliche Therapieansätze für chronisch in sich gekehrte Menschen bei Tag der offenen Tür vor Dresden, 31. März 2015: Anfangs dachten seine Eltern, Gregor* sei nur einfach ein bisschen schüchtern. Doch schon im Kindergarten fiel den Erzieherinnen auf, dass sich der Junge grundsätzlich nicht an Spielen mit anderen Kindern beteiligte, sich eine Ecke zurückzog, oft sogar schrie, wenn jemand versuchte, in diese seine eigene Welt einzudringen. Andererseits zeigte sich bald: Gregor war alles anderes als dumm, löste viele Rätsel mit einer Detailverliebtheit, die ihn weit von den anderen Kindern abhob. Schließlich gingen die Eltern zur Autismusambulanz ins Uniklinkum Dresden und bald war die Diagnose klar: Der Junge hat eine der Spielarten des Autismus – eine Entwicklungsstörung, bei der sich die Betroffenen übermäßig von ihrer Umwelt und ihrem sozialem Umfeld abzuschotten versuchen. Bei einem „Tag der offenen Tür“ wollen die Mediziner und Mitarbeiter der Autismusambulanz morgen über diese Krankheit in all ihren Facetten die Öffentlichkeit informieren – und über neuere Behandlungsansätze wie Musiktherapie für Autisten und autistische veranlagte Menschen.

Meta-Studie: Internetsucht ist behandelbare psychologische Störung

Marburg, 7. Februar 2013: Internetsucht wird von Medizinern aus verschiedenen Kulturkreisen mittlerweile als eigenständige psychische Störung eingestuft, ist aber gut durch Psychotherapie und Medikamente behandelbar. Das geht aus eine Meta-Studie der Arbeitsgruppe „Klinische Psychologie und Psychotherapie“ der Universität Marburg um Dr. Julia A. Glombiewski hervor, wie die “Deutsche Gesellschaft für Psychologie” (DGPs) mitteilte. 1,5 bis 8,2 Prozent internetsüchtig Zugleich räumt die vergleichende Analyse mit manchen Horrorzahlen auf, die teils in der Öffentlichkeit kursieren: Demnach sind laut diversen europäischen und nordamerikanischen Studien zwischen 1,5 und 8,2 Prozent der Bevölkerung internetsüchtig. In einigen asiatischen Staaten wurden höhere Werte ermittelt, in China zum Beispiel 13,7 Prozent.