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Dresden baut viertes Gewerbezentrum an Freiberger Straße

Der vierte Gewerbehof der DGH entsteht neben dem im Jahr 2019 eröffneten Gebäude an der Freiberger Straße 114. Visualisierung und Foto: Dresdner Gewerbehofgesellschaft mbH
Der vierte Gewerbehof der DGH entsteht neben dem im Jahr 2019 eröffneten Gebäude an der Freiberger Straße 114. Visualisierung und Foto: Dresdner Gewerbehofgesellschaft mbH

6,5 Millionen Euro teurer Anbau ist Teil eine stadtweiten Ausbaukurses

Dresden, 26. Februar 2022. Mit Blick auf das starke Interesse aus der Wirtschaft baut die Stadt Dresden ihren Gewerbehof an der Freiberger Straße erneut aus: Die städtische Tochter „Dresdner Gewerbehofgesellschaft mbH“ (DGH) wird rund 6,5 Millionen Euro in einen vierten Trakt investieren. Das hat die Stadtverwaltung angekündigt.

Erste drei Trakte sind vollständig ausgelastet

„Die ersten drei Standorte sind zu 100 Prozent ausgelastet und auch aufgrund ihrer zentralen Lage sehr begehrt“, erklärte Wirtschaftsförderungs-Chef Robert Franke. Die Nachfrage an den DGH-Gewerbezentren kommt vor allem aus der Gründerszene: Gerade Ausgründungen aus den zahlreichen Forschungsinstituten in Dresden, aber auch andere industrienahe Jungunternehmen haben besonderes Interesse an preiswerten und sofort nutzbaren Büros und Produktionshallen für ihre ersten Wachstumsphase. Und da gelte der Grundsatz, so Franke: „Wachstum benötigt Raum.“

Büros und Produktionshallen geplant

Daher wollen Stadt und DGH das vierte Gründer- und Gewerbezentrum in Löbtau – das sich nicht allzu weit vom Uni-Campus befindet – auch möglichst rasch betriebsbereit haben, nämlich im Sommer 2023. Geplant sind einerseitsein ein dreigeschossiger Kopfbau mit 1750 Quadratmetern Büro- und Gewerbeflächen direkt an der Freiberger Straße sowie eingeschossige Produktionshallen mit rund 1500 Quadratmetern dahinter.

Die bisher jüngste Erweiterung dieses Gründerkomplexes ist noch gar nicht so lange her: 2019 hatte die DGH einen Trakt in Betrieb genommen.

Auch neues Bioz und IT-Techzentrum im Kraftwerk geplant

Der Ausbau des Gewerbezentrums an der Freiberger Straße ist Teil einer Erweiterungsstrategie, mit der Franke bis Ende 2023 insgesamt  rund 30.000 Quadratmeter neue Büro-, Produktions- und Laborflächen für Gründer und den Mittelstand in städtischer Regie schaffen will – teils auch in Kooperation mit privaten Partnern. Dies betrifft in Summe vier Technologiezentren und Gewerbehöfe, die entweder neu gebaut oder stark erweitert werden. Auch zusätzliche kommunale Gewerbegebiete sind geplant. Zu diesem Ausbaukurs gehören unter anderem ein zweites Biotech-Zentrum (Bioz) in der Johannstadt, ein neues Gewerbegebiet am Rossendorfer Ring, ein neues Technologiezentrum für informationstechnologische (IT) Ansiedlungen in der „Schalterhalle 9“ des alten Kraftwerks Mitte, der Ausbau des ersten Technologiezentrums an der Gostritzer Straße sowie der Ausbau der Universellen Werke Dresden in Uni-Nähe.

Autor: Heiko Weckbrodt

Quellen: LHD-Wifö, Oiger-Archiv

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt

Heiko Weckbrodt

[caption id="attachment_177887" align="aligncenter" width="155"]Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski[/caption] Heiko Weckbrodt war 16 Jahre als Redakteur bei den "Dresdner Neuesten Nachrichten" tätig und betreute dort neben anderen Themen die Schwerpunkte Wirtschaft, Technologieunternehmen und Forschung sowie die Computerseite. Studiert hat er Publizistik und Geschichte mit dem Fokus DDR-Wirtschaftsgeschichte. Inzwischen ist er als freiberuflicher Journalist tätig und publiziert vor allem auf der Nachrichtenplattfom "Oiger", schreibt aber gelegentlich auch für andere Magazine und Publikationen. Lieblingsbeschäftigung: Lesen! Privat schreibt er über seine Ausflüge auf dem Blog "Reise-Oiger". Heiko Weckbrodt ist Autor der Sachbücher

Profile

Kurzvita:

•  Geboren 1970 • 1991-96 Studium der Geschichte und Publizistik an der Freien Universität Berlin • 1990-1997: zunächst nebenberuflich, später als Vollzeitjob freier Journalist (u. a. Siegener Zeitung, Sächsische Zeitung, Dresdner Neueste Nachrichten) • 1999-2000 Volontariat bei den Dresdner Neuesten Nachrichten • 2000-2014: Redakteur bei den Dresdner Neuesten Nachrichten (u.a. Gerichtsreporter, Sozialpolitik, Wirtschaft, Forschung) • seit 2015: freiberuflicher Journalist und Herausgeber des Nachrichtenportals Oiger