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Roboterboote sollen Wassergüte von Sachsens Seen überwachen

Ein Roboterboot auf dem Wasser. Foto: TU Bergakademie Freiberg

Ein Roboterboot auf dem Wasser. Foto: TU Bergakademie Freiberg

Bergakademie Freiberg setzt eine KI ans Steuer

Freiberg, 16. Januar 2022. Kleine Roboterboote sollen künftig selbstständig Seen und Tümpel abpatrouillieren, um ökologische Schäden zu entdecken, aber auch um interessante Ecken für Naturforscher vorzuerkunden. Forschende der Bergakademie Freiberg konstruieren derzeit im Rahmen des Projektes „Robo-Boat-Assist“ ein solches Roboterboot und wollen es mit einer Künstlichen Intelligenz (KI) versehen, die das Steuerrad übernimmt. Das geht aus einer Mitteilung der Freiberger Uni hervor.

Lidar, Sonar und Kameras an Bord

Das Miniboot wird mit zahlreichen Sensoren ausgestattet sein, die heute schon teilautomatisierte Autos sowie U-Boote steuern: optische Kameras, Laserortung per Lidar und Schallortung per Sonar. KI und Sensoren sollen zusammen in der Lage sein, das Mini-Roboterboot autonom durch unkartierte Gewässer zu navigieren und Hindernisse selbstständig zu umschiffen. Gedacht ist der Einsatz solcher schwimmenden Roboter vor allem auf Gewässern, an denen die freie Sicht für einen Fernsteuer-Modus fehlt. „Dies schließt in vielen Fällen den Einsatz in den ökologisch besonders interessanten Uferzonen aus, die oft nicht einsehbar sind und wo zum Beispiel von umgestürzten Bäumen oder Untiefen vorab nicht vorhersehbare Kollisionsgefahren ausgehen“, erklärte Informatik-Professor Bernhard Jung von der TU Bergakademie Freiberg.

316.000 Euro von der EU

Die EU fördert das Projekt mit 316.000 Euro aus dem „Europäischen Sozialfonds“ (ESF). Beteiligt sind Studenten und Studentinnen der Freiberger Lehrstühle für „Künstliche Intelligenz und Datenbanken“, „Virtuelle Realität und Multimedia“, „Softwaretechnologie und Robotik“ sowie „Angewandte Diskrete Mathematik“. Die Robotersteuerung soll Ende 2022 fertig sein.

Quelle: Bergakademie Freiberg

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