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Sachsen schießt 30 Millionen Euro für „regionales Wachstum“ nach

Sachsens Hightech-Gründer leiden unter Risikokapital-Lücken. Foto: Heiko Weckbrodt

SFoto: Heiko Weckbrodt

Regierung stellt Corona-Nachschlag für kleine Unternehmen bereit

Dresden, 10. August 2020. Um kleinen und regional agierenden Unternehmen aus dem Corona-Tal wieder herauszuhelfen, füllt die sächsische Landesregierung den Fördergeld-Topf für „Regionales Wachstum“ nun doch wieder mit 30 Millionen Euro auf. Das hat heute das Wirtschaftsministerium in Dresden angekündigt.

Martin Dulig. Foto: Götz Schleser, SMWA

Martin Dulig. Foto: Götz Schleser, SMWA

Minister Dulig: Corona-Lockdown hat lokal verankerte Betriebe besonders getroffen

„Die Einschränkungen der vergangenen Monate haben gerade Unternehmen, die lokal verankert sind und regionale Produkte anbieten, stark belastet“, erklärte Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD). Die Anti-Corona-Verordnungen hätten diese Betriebe viel unmittelbarer getroffen als beispielsweise international agierende Internethändler. „Diese Zielgruppe müssen wir im Wettbewerb mit überregionalen Konkurrenten stärken.“

Freistaat subventioniert Investitionen mit bis zu 30 %

Das Programm „Regionales Wachstum“ subventioniert die Investitionen kleiner Unternehmen mit bis zu 30 Prozent der Gesamtkosten, wenn die Investition auf eine bessere Wettbewerbsfähigkeit zielt. Die damit beauftragte „Sächsische Aufbaubank“ (SAB) zahlt aber maximal 200.000 Euro pro Unternehmen aus. Die Resonanz auf das „Regionale Wachstum“ war bisher enorm: Das Programm startet im Februar 2019. Aber bereits im September nahm die SAB keine Anträge mehr entgegen, weil das dafür reservierte Geld binnen weniger Monate vergeben war. Vor allem die Handwerkskammern und die Industrie- und Handelskammern hatten danach – und besonders während der Corona-Sperren – darauf gedrungen, das Programm neu aufzulegen.

Autor: Heiko Weckbrodt

Quellen: SMWA, Oiger-Archiv

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