NewsWirtschaftzAufi

Eine Million Euro Risikokapital für Containerortungs-Firma Packwise Dresden

Die Packwise-Gründre Gesche Weger, Felix Weger (re) und Entwickler René Bernhardt (l.) mit einem Container, der mit ihrer Ortungstechnik aufgerüstet werden kann. Foto: Ronald Bonss für Packwise
Die Packwise-Gründer Gesche Weger, Felix Weger (re) und Entwickler René Bernhardt (l.) mit einem Container, der mit ihrer Ortungstechnik aufgerüstet werden kann. Foto: Ronald Bonss für Packwise

Investoren geben Geld, damit Nachrüst-Elektronik für Logistikbranche serienreif wird

Dresden, 23. Juli 2019. Das Logistikelektronik-Unternehmen Packwise GmbH aus Dresden hat eine weitere Million Euro von Risikokapitalisten eingesammelt, um seine Container-Ortungsgeräte bis Anfang 2020 zur Serienreife zu führen. Das geht aus einer heutigen Mitteilung von Packwise hervor.

Module orten Container, messen Füllstand und Temperatur

Die Dresdner wollen mit dem Geld in die Serienproduktion eigenentwickelte Ortungs- und Sensor-Geräte für Flüssigkeits-Container einsteigen. Sogenannte „Intermediate Bulk Container“ (IBC) können durch die neuen Module namens „Packwise Smart Cap“ laut Unternehmens-Angaben leicht nachgerüstet werden. Die „Smart Caps“ sind mit Sensoren und Mobilfunk-Modulen ausgestattet. Dadurch können sie den Standort der Container weltweit orten und an eine Zentrale übermitteln. Außerdem messen sie den Füllstand, und die Temperatur der Flüssigkeit oder des Schüttguts im Container. Auch können sie Bewegungen registrieren.

Zum Weiterlesen:

Packwise will globale Saftströme vernetzen

Technologiegründerfonds Sachsen führt neue Finanzierungsrunde an

Das Geld für die nun eingeworbene Kapitalspritze stammt vom „Technologiegründerfonds Sachsen“ (TGFS), „Hüttenes hoch drei“ und der „Golzern Holding“. Die Fondmanager seien davon überzeugt, dass die Packwise-Technologien die Lieferketten in der Branche revolutionieren können, begründete TGFS-Chef Sören Schuster das finanzielle Engagement. Durch die weltweit einzigartige Technologie könnten künftig auch neue Geschäftsmodelle generiert werden. Möglich seien mit den Packwise-Lösungen zum Beispiel ein einfacheres Bestellen oder Nachbestellen von Produkten oder das Bezahlen nach tatsächlichem Verbrauch.

Neue Arbeitsplätze versprochen

Der Dresdner Informatiker René Bernhardt sowie die Volkswirte Felix Weger und Gesche Weger hatten Packwise 2017 in Dresden gegründet. Inklusive der Gründer hat das Unternehmen fünf Mitarbeiter. Nachdem nun frisches Geld in den Kassen ist, wollen die Chefs in den nächsten Wochen weitere Mitarbeiter für Entwicklung und Vertrieb einstellen.

Foundrys übernehmen Auftragsfertigung

Nachdem es bisher nur Prototypen gab, schwenkt Packwise nun auf größere Stückzahlen um. „Wir arbeiten momentan mit mehreren renommierten Produzenten für die Serienproduktion der Hardware mit IoT*-Technologie zusammen“, teilte Geschäftsführerin Gesche Weger mit. Das garantiere, dass die „Packwise Smart Caps“ bei der Markteinführung Anfang 2020 in großen Mengen verfügbar sein werden. Es gebe viele Anfragen für Pilotprojekte. Dies zeige das große Interesse im Markt an der Technologie.

  • * IoT = Internet of Things = Internet der Dinge

Autor: hw

Quelle: Packwise

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt

Heiko Weckbrodt

[caption id="attachment_177887" align="aligncenter" width="155"]Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski[/caption] Heiko Weckbrodt war 16 Jahre als Redakteur bei den "Dresdner Neuesten Nachrichten" tätig und betreute dort neben anderen Themen die Schwerpunkte Wirtschaft, Technologieunternehmen und Forschung sowie die Computerseite. Studiert hat er Publizistik und Geschichte mit dem Fokus DDR-Wirtschaftsgeschichte. Inzwischen ist er als freiberuflicher Journalist tätig und publiziert vor allem auf der Nachrichtenplattfom "Oiger", schreibt aber gelegentlich auch für andere Magazine und Publikationen. Lieblingsbeschäftigung: Lesen! Privat schreibt er über seine Ausflüge auf dem Blog "Reise-Oiger". Heiko Weckbrodt ist Autor der Sachbücher

Profile

Kurzvita:

•  Geboren 1970 • 1991-96 Studium der Geschichte und Publizistik an der Freien Universität Berlin • 1990-1997: zunächst nebenberuflich, später als Vollzeitjob freier Journalist (u. a. Siegener Zeitung, Sächsische Zeitung, Dresdner Neueste Nachrichten) • 1999-2000 Volontariat bei den Dresdner Neuesten Nachrichten • 2000-2014: Redakteur bei den Dresdner Neuesten Nachrichten (u.a. Gerichtsreporter, Sozialpolitik, Wirtschaft, Forschung) • seit 2015: freiberuflicher Journalist und Herausgeber des Nachrichtenportals Oiger