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Großbatterie für die Lausitz

Die 50-MW-"Big-Battery Lausitz" soll 13 Container umfassen. Frafik (bearbeitet): Leag
Die 50-MW-„Big-Battery Lausitz“ soll 13 Container umfassen. Frafik (bearbeitet): Leag

Leag baut mit der 50-MW-„Big-Battery Lausitz“ einen der größten Batteriespeicher Europas

Schwarze Pumpe, 17. Dezember 2018. In der Lausitz entsteht mit der „Big-Battery Lausitz“ einer der größten Batteriespeicher Europas. Das hat die Leag in Cottbus angekündigt. Demnach wird das Energieunternehmen am Kraftwerksstandort „Schwarze Pumpe“ einen 50 Megawatt-Stromspeicher bauen, der direkt an die Kraftwerksinfrastruktur angekoppelt werden soll.

Einzigartiges Leuchtturmprojekt

„Big-Battery Lausitz ist für die Leag ein Leuchtturmprojekt, das in seiner Größe und technischen Konstellation bislang einzigartig in Europa ist“, betonte Kraftwerksvorstand Hubertus Altmann.

22 Millionen Euro Kosten

Der Speicher wird auf Lithium-Ionen-Zellen basieren, aus 13 Containern bestehen und etwa 25 Millionen Euro kosten. Davon schießt die Landesregierung Brandenburg vier Millionen Euro zu. Die Techniker sollen die Großbatterie ab dem Sommer 2019 installieren. Im Sommer 2020 soll sie betriebsbereit sein. Hauptauftragnehmer ist das tschechische Energieunternehmen Egem mit Sitz in Budweis in Südböhmen.

Großbatterien sollen Netze stabilisieren

Auch andere Energieunternehmen wie die Drewag in Dresden haben inzwischen Batteriespeicher installiert, sie sind zumeist aber deutlich kleiner. Auch wenn sie im Vergleich zu einer Laptop- oder Autobatterie groß dimensioniert sind, gelten solche Akku-Projekte allerdings eher als mittlere Energie-Speicher zum Beispiel im Vergleich zu Pumpspeicherwerken. Sie sollen vor allem kleine und kurzfristige Netzschwankungen auffangen, um die Frequenzen und Spannungen in den Stromnetzen zu stabilieren. Dies hat durch die Energiewende an Bedeutung gewonnen, da Solar- und Windkraftanlagen elektrische Energie weit unbeständiger erzeugen als Kern-, Gas- und Kohlekraftwerke.

Projektmanager Thomas Dautert prüft die Einschub-Akkus im Batterie-Großspeicher der Drewag in Dresden-Reick. "Notfalls könnten wir damit einen Vier-Personen-Haushalt 200 Tage lang mit Strom versorgen", sagt er. Foto: Heiko Weckbrodt
Projektmanager Thomas Dautert prüft die Einschub-Akkus im Batterie-Großspeicher der Drewag in Dresden-Reick. „Notfalls könnten wir damit einen Vier-Personen-Haushalt 200 Tage lang mit Strom versorgen“, sagt er. Foto: Heiko Weckbrodt

Die „Big-Battery Lausitz“ ist wiederum Teil der Bemühungen, der Lausitz eine technologieorientierte Zukunft zu geben, wenn der Braunkohle-Ausstieg naht. Zur Debatte steht auch der Bau einer Giga-Fabrik für Autobatteriezellen.

Autor: hw

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt

Heiko Weckbrodt

[caption id="attachment_177887" align="aligncenter" width="155"]Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski[/caption] Heiko Weckbrodt war 16 Jahre als Redakteur bei den "Dresdner Neuesten Nachrichten" tätig und betreute dort neben anderen Themen die Schwerpunkte Wirtschaft, Technologieunternehmen und Forschung sowie die Computerseite. Studiert hat er Publizistik und Geschichte mit dem Fokus DDR-Wirtschaftsgeschichte. Inzwischen ist er als freiberuflicher Journalist tätig und publiziert vor allem auf der Nachrichtenplattfom "Oiger", schreibt aber gelegentlich auch für andere Magazine und Publikationen. Lieblingsbeschäftigung: Lesen! Privat schreibt er über seine Ausflüge auf dem Blog "Reise-Oiger". Heiko Weckbrodt ist Autor der Sachbücher

Profile

Kurzvita:

•  Geboren 1970 • 1991-96 Studium der Geschichte und Publizistik an der Freien Universität Berlin • 1990-1997: zunächst nebenberuflich, später als Vollzeitjob freier Journalist (u. a. Siegener Zeitung, Sächsische Zeitung, Dresdner Neueste Nachrichten) • 1999-2000 Volontariat bei den Dresdner Neuesten Nachrichten • 2000-2014: Redakteur bei den Dresdner Neuesten Nachrichten (u.a. Gerichtsreporter, Sozialpolitik, Wirtschaft, Forschung) • seit 2015: freiberuflicher Journalist und Herausgeber des Nachrichtenportals Oiger