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Sublokaler Klimawandel unter der Lupe: Dresden baut Regenmess-Netz auf

oinformationstechnologie-Student Arne Rümmler von der TU Dresden justiert einen Sensor.   Foto: André Wirsig für die Landeshauptstadt Dresden

oinformationstechnologie-Student Arne Rümmler von der TU Dresden justiert einen Sensor.
Foto: André Wirsig für die Landeshauptstadt Dresden

TU Dresden und Partner planen 50 Messstationen

Dresden, 12. Dezember 2018. Geoinformatiker und Elektroniker wollen ein engmaschiges Netz aus Regenmessgeräten in Dresden installieren. Die im “Smart Rain“-Netz gesammelten Daten sollen beispielsweise helfen, den Flutschutz zu verbessern, das urbane Mikroklima und dessen Veränderung in den einzelnen Stadtvierteln zu analysieren. Die kommunalen Wirtschaftsförderer bezuschussen das gemeinsame Projekt von TU Dresden, dem jungen Unternehmen „Pikobytes GmbH“ und der Elco Industrie Automation GmbH mit 70.000 Euro aus ihrem Innovationsfonds. Das geht aus einer Mitteilung der Stadtverwaltung Dresden hervor.

Pierre Karrasch (l.), Robert Franke und Renate Franz begutachten die neue Technik. Foto: André Wirsig für die Landeshauptstadt Dresden

Pierre Karrasch (l.), Robert Franke und Renate Franz begutachten die neue Technik. Foto: André Wirsig für die Landeshauptstadt Dresden

1. Messstelle an Sternwarte Gönnsdorf

Die erste Messstation haben die Projektpartner heute an der Sternwarte Dresden-Gönnsdorf in Betrieb genommen. Weitere Stationen in privaten Gärten in Gittersee, Oberwartha, am Emerich-Ambros-Ufer und in Gompitz sowie im Forstcamp Bühlau, in der Dresdner Heide, an den Wasserwerken in Hosterwitz und Kaditz sowie im Botanischen Garten folgen demnächst. Insgesamt soll das Netz künftig 50 Messstellen umfassen. Die Daten wollen die Partner dann im Opensensorweb zugänglich machen.

Wirtschaftsförderer unterstützen Projekt mit 70.000 Euro

„Die Messstationen bestehen aus einer Niederschlagskippwaage, einer Temperaturmessdose sowie einer Solarzelle für die Stromversorgung“, informierte die Wirtschaftsförderung Dresden. „In einem wetterdichten Gehäuse steckt ein Prozessor, der die Daten der Sensoren empfängt und via GSM-Mobilfunk an die Projektpartner Elco und dann Pikobytes sendet. Die Prototypen wurden vor dem Feldeinsatz auf dem Messfeld der Professur für Meteorologie an der TU Dresden am Standort Tharandt getestet.“

Autor: hw