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Deutsche kaufen immer weniger klassische Heimelektronik

Da freut sich das LG-Werbemädchen: Der Fernseher ist vollgestopft mit Apps. Ob der Endkonsument das auch so sieht, bleibt abzuwarten. Abb.: LG

Da freut sich das LG-Werbemädchen: Der Fernseher ist vollgestopft mit Apps. Abb.: LG

Tablet & Co. bedrängen einstiges Alphatier „Glotze“ in den Haushalten

Berlin, 2. September 2013: In Deutschland sinken die Umsätze mit klassischer Unterhaltungstechnik stetig, Wachstumstreiber für Handel und Industrie sind fast nur noch große Fernseher (Smart-TVs) und Digitalkameras mit integriertem Internetzugang. Das geht aus einer Marktanalyse hervor, die der deutsche Hightech-Verband „Bitkom“ heute im Vorfeld der Internationalen Funkausstellung (Ifa, 6.-11. September 2013 in Berlin) vorgestellt hat.

Fernseher-Absatz sinkt um 16 %

So ist der Markt für Unterhaltungselektronik insgesamt in Deutschland von 12,7 (2011) auf 12,6 Milliarden Euro gesunken. In diesem Jahr wird sich die Talfahrt noch beschleunigen, für 2013 werden nämlich nur noch 11,2 Milliarden Euro Umsatz erwartet.

Die Heimelektronik-Umsätze in Deutschland schrumpfen. Abb.: Bitkom, EITO, GfK

Die Heimelektronik-Umsätze in Deutschland schrumpfen. Abb.: Bitkom, EITO, GfK

Generell sind Fernseher weniger gefragt als früher: Sowohl Absatz wie Umsatz mit TV-Geräten sind rückläufig. So wurden im Jahr 2011 noch 9,6 Millionen TV-Geräte verkauft, für dieses Jahr gehen die Prognosen von nur noch acht Millionen Stück aus.

Unterhaltungselektronik antwortet mit Vernetzung

Dies liegt anscheinend auch daran, dass auf der anderen Seite Boom-Artikel wie Computertelefone und Tablettrechner auch als Fernseher genutzt werden können – vor allem über das wachsende IP-TV-Angebot im Netz. Zudem beginnen sie, der klassischen Glotze den Status als Familien-Unterhaltungsgerät Nr. 1 streitig zu machen. Nur supergroße Fernseher mit Bildschirmdiagonalen ab 46 Zoll sowie TV-Geräte und Kameras mit integriertem Internetanschluss gehen noch gut.

Doch im Vergleich dazu rast die neue Technik der Glotze regelrecht davon: Laut Prognose werden in diesem Jahr 26 Millionen Smartphones (+ 18 % zum Vorjahr) und acht Millionen Tablets (+ 60 Prozent) in Deutschland verkauft. Heiko Weckbrodt

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