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LEDON-Chef rechnet für 2014 mit massivem Preisverfall für OLED-Leuchten

OLED-Pad

Beispiel für die neuen Bauformen, die durch OLEDs möglich sind. Abb.: Treluce

Dresden, 28. Juli 2013: Mit einem massiven Preisverfall organischer Leuchten rechnet LEDON-Geschäftsführer Jörg Amelung bereits im kommenden Jahr. Die bisher noch sündhaft teuren Lampen aus „Organischen Leuchtdioden“ (OLEDs) könnten sich nach Einschätzung des früheren Fraunhofer-Forschers im Jahr 2014 „durchaus um den Faktor 10 oder 20“ verbilligen, erklärte er auf Oiger-Anfrage.

Neue Leuchttechnologie steht vor Markteintritt

Die OLED-Technologie befinde sich derzeit in einer technologisch wie markttechnisch sehr dynamischen Phase – ähnlich, wie es seinerzeit der anorganischen LED erging, erklärte Amelung. In den nächsten Monaten würden zahlreiche OLED-basierte Leuchten marktreif, mit den höheren Stückzahlen sei auch ein Kostenverfall zu erwarten.

OLED-Lampen derzeit noch sündhaft teuer

Chic, aber teuer: Victory-OLED-Leuchte in rot. Abb.: Novaled

Chic, aber teuer: Victory-OLED-Leuchte in rot. Abb.: Novaled

Wollte man heute eine klassische 60-Watt-Glühbirne durch eine OLED-Leuchte ersetzen, müsste man theoretisch zirka 500 bis 600 Euro investieren. Die Betonung liegt auf „theoretisch“, denn OLED-Leuchten kann man noch in keinem Baumarkt kaufen, sie liegen bisher nur in Kleinserien-Mustern vor. Laut Amelungs Prognose würde dieser Preis also im kommenden Jahr also auf etwa 50 Euro sinken, damit wäre eine organische Lösung „nur“ noch etwa fünf- bis zehnmal so teuer wie eine entsprechende LED-Leuchte.

Allerdings gibt es bereits jetzt vereinzelt OLED-Leuchten zu kaufen, zum Beispiel vertreibt die Dresdner OLED-Firma „Novaled“ Designer-Lampen aus Karbon und OLEDs auf exklusiven Kanälen – dem Vernehmen nach zu Stückpreisen um die 5000 Euro.

Die von Amelung geleitete Dresdner Firma „LEDON“ ist auf die Konfektionierung einbaufertiger OLED-Leuchtenmodule spezialisiert. Sie wurde die vom Fraunhofer-Photonikinstitut IPMS – wo Amelung vorher Geschäftsfeldleiter war – ausgegründet und kürzlich vollständig vom österreichischen Leuchtenunternehmen „Zumtobel“ übernommen.

Ganz neue Lampen-Designs erwartet

OLEDs haben anders als LEDs organische Funktionsschichten und sind auch keine Punkt- sondern Flächenstrahler. Sie werden meist als sehr flache – teils auch biegsame – Leuchtkacheln produziert. Damit sind ganz neue Lampen-Designs möglich. Für Smartphone-Bildschirme und Auto-Rücklichter werden sie teils bereits eingesetzt. Heiko Weckbrodt

Zum Weiterlesen:

LED und andere Leuchttechnologien im Vergleich

LED-Designerleuchten mit Gestensteuerung

Das Organik-Cluster Dresden

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