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Neuauflage der „Giana Sisters“: Vom Ponyhof in die Hölle

Giana in der bunten Blumenwelt - die sich jeden Moment in eine düstere Szenerie verwandeln kann. Abb.: Black Forrest

Giana in der bunten Blumenwelt – die sich jeden Moment in eine düstere Szenerie verwandeln kann. Abb.: Black Forrest

Der eine oder andere wird sich vielleicht noch an die „Giana Sisters“ aus den 80er Jahren erinnern: Jene Mädels der Commodore und Atari-Ära, die auf dem Heimcomputer Edelsteinen hinterher jagten, sich dabei mit stoischen Uhus duellierten, gelegentlich mit dem Kopf durch die Wand wollten und sich manchmal aus Wut in feuerkugelschießende „Punk-Gianas“ verwandelten. „Black Forrest Games“ hat nun einen modernen Nachfolger dieses „Jump’n’Run“-Klassikers vorgestellt – und dabei ein stilsicheres Händchen bewiesen.

Per Knopfdruck Wechsel in den „Apokalypse-Modus“

Denn „Black Forrest“ hat nicht nur einfach das Originalspiel genommen und visuell aufgepeppt, wie das oft gemacht wird, sondern sich einen hübschen Mehrwelten-Ansatz ausgedacht: Der Grundkonzept (Edelsteine sammeln, Uhus flach legen) ist zwar geblieben, doch hier verwandelt sich Giana eben nicht nur mal gelegentlich, sondern die ganze Spielewelt: Per Tastendruck wechselt man „vom Ponyhof- in den Apokalypse-Modus“, wie es die Schwarzwäldler selbst formulieren.

Trailer (Black Forrest):

Aus einer sonnigen Landschaft wird dann ein düsterer Tann, aus Uhus Teufel, aus lustiger Plätschermelodie bedrohliche Hintergrundmusik, wo eben noch Brücken waren, gähnen plötzlich Abgründe – und Giana selbst kann sich plötzlich wie der Blitz durch Mauern sengen.

Das Ganze ist mehr als eine nette Pausenspiel-Adaption der „Giana Sisters“, wie sie unlängst für das iPad erschien, sondern bietet zahlreiche Level, eine eigene Halloween-Welt und eben viel Abwechselung. Und hat man die ersten Erfolge errungen, sind auch neue Modi wie Spiel gegen die Zeit oder Diamanten-Maximierung verfügbar.

Eben noch ein Uhu - und plötzlich hat es Giana mit einem Teufelchen zu tun. Abb.. Black Forrest

Eben noch ein Uhu – und plötzlich hat es Giana mit einem Teufelchen zu tun. Abb.. Black Forrest

Finanziert durch Fan-Spenden

Finanziert wurde das Projekt der Offenburger Spieleschmiede übrigens laut deren Angaben durch Crowd-Funding über die Sammelplattform „klickstartet“: Als genügend Fans per Internet für eine Wiederauflage des Commodore-Spiels gespendet hatten, wachten binnen zwölf Monaten die neuen Gianna-Sisters in ihren Betten auf.

Fazit:

Ein interessant gemachtes und modern anmutendes Jump’n’Run-Spiel, das wohl nicht nur Heimcomputer-Nostalgiker gern durchhüpfen werden. Heiko Weckbrodt

Giana Sisters: Twisted Dreams“ (Black Forrest), Genre: Jump’n’Run, erschienen für den PC per Steam für 15 Euro

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