Alle Artikel mit dem Schlagwort: UAV

Dr. Pierre Karrasch und Dr. Anette Eltner von der TU Dresden demonstrieren den Einsatz von Umweltdrohnen neben dem Hülßebau. Foto: Heiko Weckbrodt

Fliegender Forscherknecht

Geo-Experten der TU Dresden schreiben mit internationalen Kollegen an einem Umweltdrohnen-Lehrbuch Dresden, 16. Oktober 2018. Seit Drohnen für Normalsterbliche bezahlbar geworden sind, setzen auch immer mehr Umweltwissenschaftler diese „Unbemannten Flugvehikel“ („Unmanned Aerial Vehicle“ = UAV) ein: Geologen kalkulieren damit an instabilen Bergleiten die Erdrutsch-Risiken, Hydrologen lassen die fliegenden Augen über Hochwasser-Arealen schweben, um Fließgeschwindigkeiten abzuschätzen, Bergbaukundler suchen damit nach magnetischen Anomalien im Boden. Sie alle neigen indes dazu, das Rad immer wieder neu zu erfinden, meinen Dr. Pierre Karrasch von der Professur für Geoinformatik und Dr. Anette Eltner von der Professur für Photogrammetrie an der TU Dresden: „Die meisten Forscher, die Drohnen erstmals einsetzen, fangen ganz von vorn an“, sagt Karrasch. Dabei könnten sie viel wertvolle Forschungszeit gewinnen, wenn sie die Erfahrungen drohnenerfahrener Kollegen anzapfen. Deshalb planen Eltner und Karrasch nun ein Lehrbuch über den UAV-Einsatz in den Umweltwissenschaften, das zu einem internationalen Standardwerk werden könnte.

Die Visualisierung zeigt, wie sich Elizabeth Turtle von der Johns Hopkins University das Projekt Dragonfly vorstellt: Das Roboter-Raumschiff soll mit acht Rotoren über der Titan-Oberfläche navigieren und mehrere Orte auf dem Saturn-Mond ansteuern, um sie näher zu untersuchen. Visualisierung: NASA

Mit der Libelle zum Titan

Roboter-Drohne soll Saturn-Mond auskundschaften Washington, 25. Dezember 2017. Die US-Raumfahrtbehörde NASA erwägt, eine Drohne zum Saturn-Mond “Titan” zu schicken. Der Oktocopter (Achtflügler) „Dragonfly“ (deutsch: Libelle) soll die frühbiologische Chemie und Bewohnbarkeit des 5150 Kilometer großen Mondes untersuchen und mögliche Landeplätze für spätere Missionen auskundschaften.

Drohnen wir dieses inView-UAV von Barnard Microsystems sind ausdrücklich für neue zivile Einsatzfelder konzipiert. Foto: Barnard Microsystems

Profi-Drohnen werden zum Milliarden-Markt

Fliegende Augen in der Landwirtschaft, in der Öl- und Sicherheitsbranche gefragt London, 10. Juli 2017. Jenseits der unzähligen Spielzeug- und der Militär-Drohnen entwickelt sich derzeit ein Massenmarkt für professionelle unbemannte Flugkörper für zivile Einsatzzwecke: als Lotsen und fliegende Augen in der Landwirtschaft, in der Ölförderung, Sicherheitsbranche und anderen Wirtschaftszweigen. Darauf hat das britische Marktforschungsunternehmen „IDTechEx“ in Cambridge aufmerksam gemacht. „Drohnen werden 2027 ein Sechs-Milliarden-Dollar-Geschäft sein”, prognostizierte „IDTechEx“-Direktor Peter Harrop in der Studie „Electric UAV Drones: Autonomous, Energy Independent 2017-2027“.

Das elektrische Test-Flugzeug "Greased Lightning" im Hubschrauber-Modus. Die Elektromotoren können so gedreht werden, dass es im Fluge vom Helikopter- in den Flugzeugmodus umschalten kann. Derzeit kann das mit zehn Motoren ausgestattete GL10 nur kleine Lasten tragen, ist aber laut NASA so erweiterbar, dass es künftig auch zum Passagiertransport fähig ist. Foto: NASA Langley, David C. Bowman

NASA-Ingenieure bauen elektrisches Heli-Flugzeug

Vehikel kann wie Hubschrauber oder Flugzeug starten, landen und fliegen Hampton, 3. Mai 2015: NASA-Ingenieure haben ein elektrisches Fluggefährt aus leichten Kohlenstofffasern gebaut, das Hubschrauber und Flugzeug in einem ist: Die acht Elektromotoren an den Flügeln sind schwenkbar, dadurch kann das „Greased Lightning“ (GL 10) sowohl als Helikopter horizontal und vertikal starten und landen, aber auch wie ein Flugzeug fliegen. Weitere zwei Motoren befinden sich am Rumpf.