Alle Artikel mit dem Schlagwort: Solarwatt

Hacker oder geldgierige Online-Kriminelle? Abb.: Koch Media

Hacker könnten durch Energiespeicher-Angriff Häuser anzünden

Solarwatt Dresden hält Überlastungsbefehl von außen für denkbar – aber nicht bei aktuellen Speichern Dresden, 13. Dezember 2016. Hacker könnten in Zukunft Häuser in Brand setzen, indem sie vernetzten Energiespeichern falsche Befehle per Internet erteilen. Auf dieses Risiko im nahenden „Internet der Dinge“ hat Dr. Andreas Gutsch vom Dresdner Energietechnologie-Unternehmen „Solarwatt“ hingewiesen. „Es ist nicht auszuschließen, dass auch ein Batteriespeicher-System Ziel eines Hacker-Angriffs werden kann“, betonte Gutsch. „Wenn es gelingt, von außen auf den Speicher zuzugreifen, ist es prinzipiell möglich, die Batterie so zu manipulieren, dass sie den sicheren Betriebsbereich verlässt. Dies führt dann zu gefährlichen Kettenreaktionen, die einen Batteriebrand auslösen können.“

Die Dresdne rIngenieure wollen ihre MyReserve-Energiespeicher zu Clustern zusammenschaltbar machen. Foto: Solarwatt

Solarwatt will Energiespeicher zu Clustern koppeln

Dresden, 26. Oktober 2016. Privathaushalte sollen ihre Stromspeicher zu ähnlichen Verbünden wie die großen Netzbetreiber zusammenschließen können: Gegen Jahresende will Solarwatt ein Software-Update freigeben, das Cluster-Zusammenschlüsse mehrerer „MyReserve“-Speicher erlaubt. Das hat das das Dresdner Photovoltaik-Unternehmen angekündigt.

Solarwatt-Chef Detlef Neuhaus demonstriert, dass selbst ein wenig muskelbepackter Manager wie er die Batterie-Einschübe des neuen Energiespeichers wuchten kann. Foto: Heiko Weckbrodt

Energiespeicher von Solarwatt Dresden auf der Intersolar ausgezeichnet

Dresden/München, 11. Juni 2015. Für seinen neuen Solarstrom-Batteriespeicher „My Reserve“ ist Solarwatt Dresden mit dem „ees Award 2015“ auf der Fachmesse „Intersolar Europe“ in München ausgezeichnet worden. Solarwatt-Chef Detlef Neuhaus sieht sich nun in seinen Hoffnungen bestärkt, den angeschlagenen Photovoltaik-Modulhersteller durch einen Schwenk in Richtung kompletter Energiesysteme für Eigenheime und Unternehmen aus der Krise zu führen.

Solarwatt-Chef Detlef Neuhaus demonstriert, dass selbst ein wenig muskelbepackter Manager wie er die Batterie-Einschübe des neuen Energiespeichers wuchten kann. Foto: Heiko Weckbrodt

Solarwatt Dresden steigt in Speichermarkt ein

Modul-Hersteller will mit Systemlösungen zu alter Größe zurückfinden Dresden, 2. Juni 2015. Der Photovoltaik-Modulhersteller Solarwatt aus Dresden steigt in den Markt für stationäre Energiespeicher ein: Mit „My Reserve“ stellte Solarwatt-Chef Detlef Neuhaus heute das erste Produkt aus einer neuen Serie von Ökostrom-Batterien vor. Er will damit Eigenheim-Besitzern und kleinen Firmen den Kombi-Kauf von Dresdner Solaranlagen und Energiespeichern schmackhaft machen. Die sollen durch diese Systeme Strom und bares Geld sparen – und zwar unabhängig von den schwankenden Ökostrom-Subventionen. Neuhaus hofft auf durchschlagende Erfolge noch vor dem Markteintritt von Tesla und will so das geschrumpfte Unternehmen „zu alter Größe“ mit über 100 Millionen Euro Jahresumsatz zurückführen.

Kommentar zum Solarwatt-„Neustart“: Im Modulmarkt ist Deutschland weg vom Fenster

Dresden, 24. April 2013. Sich vom Modulhersteller zum Systemanbieter für Solartechnik umzuprofilieren, ist sicher ein sinnvoller Schritt für Solarwatt Dresden – auch wenn dies Jobs gekostet hat und viele Gläubiger auf ihren Forderungen sitzen blieben. Denn machen wir uns nichts vor: Seine einstige – letztlich durch die Subventionen der deutschen Verbraucher erkaufte – internationale Spitzenposition als Solar-Pionier wird Deutschland nicht zurückerlangen. Das hat nicht allein mit den viel beschimpften (im Übrigen auch nur indirekten) Staatshilfen für die chinesischen Hersteller zu tun, sondern auch damit, dass die Chinesen schlichtweg schneller und konsequenter in die Modul-Massenproduktion eingestiegen sind. In diesem Markt hat vielleicht die große Solarworld noch eine Chance, aber ansonsten sind die Deutschen in der Produktion von Solarzellen und –modulen weg vom Fenster.

Solarwatt Dresden liefert Solar-Carports für BMWs Elektroautos

Angeschlagene Photovoltaik-Firma will 2013 zurück ins Plus Dresden, 24. April 2013: Solarwatt hat einen verheißungsvollen Coup bei BMW gelandet: Statt in der Massenproduktion von Solarmodulen weiter gegen die chinesische Konkurrenz anzurennen, liefert das angeschlagene Dresdner Photovoltaik-Unternehmen ab Herbst exklusiv Solar-Stellplätze (Carports) für BMWs neue Elektroautos der „i”-Riege. Das teilten BMW und Solarwatt gestern mit. Diese und weitere neue Energiesysteme sollen Solarwatt aus den roten Zahlen führen und weitere Jobverluste verhindern.

Solarwatt stellt Module auf Vollverglasung um

Dresden, 25. März 2013: „Solarwatt“ stellte seine Produktion auf vollverglaste Module um, die langsamer altern und damit eine längere Lebenserwartung haben sollen. Das kündigte das Dresdner Photovoltaik-Unternehmen heute an. Glas-Glas-Module haben zwar auch andere Solarfirmen – wie  etwas Solarworld – im Portefeuille. Nach eigenen Angaben ist Solarwatt aber der erste Anbieter in der Branche, der seine gesamte Produktion auf die neue Bauart umstellt, bei der die Solarmodule nicht mehr auf der einen Seiten mit witterungsanfälligeren Folien, sondern beidseitig mit Glas gekapselt werden.

Solarwatt verkauft 2013 Solarstromspeicher für Eigenheime

Dresden, 21. November 2012: Nach der Beinahe-Insolenz und dem Neustart unter neuer Führung profiliert sich die angeschlagene Dresdner „Solarwatt AG“ zum Systemanbieter: Auf dem Weg zu energieautarken Eigenheimen will der Photovoltaikmodul-Hersteller ab der ersten Jahreshälfte 2013 Häusle-Bauern Komplettsysteme verkaufen, die Solarmodule auf dem Dach, intelligente Manager für die Haushaltsgeräte und einen hauseigenen Energiespeicher auf Basis von Lithiumeisenphosphat-Akkus integrieren, wie das Unternehmen mitteilte. Mit diesen Kombis unter der Marke „Solarwatt Energy Solution“ sollen Eigenheimbesitzer bis zu 80 Prozent ihres Energiebedarfs selbst decken können.

Solarwatt: Gründer geht, Kurzarbeit steht bevor

Dresden, 17. Oktober 2012: Der angeschlagene Dresdner Solarmodul- und -Systemhersteller “Solarwatt” hat nun zwar auch offiziell das zunächst angestrengte Insolenzverfahren abgeschlossen, plant aber, sein Produktionspersonal auf Kurzarbeit zu setzen. Eine entsprechende, auf zunächst auf sechs Monate befristete Vereinbarung habe man mit dem Betriebsrat geschlossen, teilte das Unternehmen mit. Zudem werde der Solarwatt-Gründer und langjährige Chef Frank Schneider das Unternehmen zum Jahresende verlassen.

Solarwatt Dresden (vorerst) gerettet: Gläubiger verzichten auf Großteil ihres Geldes

BMW-Milliardär Quandt wird Hauptaktionär Dresden, 11. September 2012: Die Gläubiger der angeschlagenen Solarwatt AG Dresden haben heute den Sanierungsplan des Unternehmens geschlossen abgesegnet und damit einen Neustart ermöglicht. Das teilte Solarwatt im Anschluss an die heutige Gläubiger-Versammlung mit. Im Kern werden die Lieferanten, Anleihe-Zeichner und andere unbesicherte Gläubiger (dazu gehören zum Beispiel nicht die Banken) auf 84 Prozent ihrer offenen Forderungen verzichten, im Gegenzug gibt BMW-Milliardär Stefan Quandt eine millionenschwere Kapitalspritze und wird Haupteigentümer des Unternehmens. Wenn bis Anfang Oktober kein Widerspruch gegen diesen Plan eingeht, wird das Insolvenzverfahren beendet und Solarwatt nimmt mit 337 der einst 473 Stammmitarbeiter den normalen Geschäftsbetrieb wieder auf.

Solarwatt: Sunstrom-Pleite tangiert unsere Sanierungspläne nicht

Dresden, 29.7.2012: Die Pleite ihrer Tochter „Sunstrom“ werde auf den Geschäftsbetrieb und die Sanierung der Dresdner „Solarwatt AG“ keinen Einfluss haben. Das hat der Solarwatt-Vorstand in einer Reaktion auf die Sunstrom-Insolvenz (Der Oiger berichtete) betont. Das Unternehmen werde wie angekündigt am 31. Juli einen Restrukturierungsplan beim zuständigen Insolvenzrichter im Amtsgericht Dresden einreichen, kündigte Sprecher Tobias Eberle heute namens der Solarwatt AG an.

Solarkrise trifft Solarwatt

Dresden, 29.9.2011: Die Krise der deutschen Photovoltaik-Industrie hat auch „Solarwatt“ hart getroffen: Nach dem Rekordjahr 2010 hat der Dresdner Modulhersteller im ersten Halbjahr 2011 herbe Einbußen erlitten. Finanzchef Jürgen Bruns rechnet für das Gesamtjahr mit einem Umsatzrückgang um über ein Drittel auf etwa 200 Millionen Euro. Dennoch werde man keine Verluste schreiben, versicherte er: Seit der Jahresmitte zeichne sich eine Trendwende ab. „Wir können uns jetzt vor Aufträgen kaum retten.“