Alle Artikel mit dem Schlagwort: organische Elektronik

Nahaufnahme der Infrarot-Spektroskopie-Chips. Foto: Senorics

Zeiss steigt in Dresdner TU-Ausgründung Senorics ein

Optikkonzern will organische Qualitätskontroll-Sensoren von den Sachsen Dresden/Oberkochen, 16. Oktober 2019. Das Optik-Unternehmen Zeiss investiert in die Dresdner Uni-Ausgründung „Senorics”, um gemeinsam neuartige Qualitätskontrolle-Sensoren zu entwickeln. Das haben Zeiss Oberkochen und Senorics Dresden nun mitgeteilt. Über die Summe, mit der sich Zeiss an dem jungen Unternehmen in Sachsen beteiligt, machten die Partner keine Angaben. Es ist jedoch davon anzunehmen, dass es sich um einen einstelligen Millionenbetrag handelt.

So sieht der prämierte Biersensor "Plan B" von Senorics aus. Foto: Senorics

Bier-Sensor „Plan B“ aus Dresden gewinnt AMA-Innovationspreis

TU-Ausgründung „Senorics“ will Trikorder à la „Enterprise“ später auch in Smartphones einbauen Dresden, 17. Juli 2019. Mit einem mobilen Bier-Sensor namens „Plan B“ hat die Dresdner Uni-Ausgründung „Senorics“ den „Innovationspreis 2019“ des deutschen Branchenverbandes „AMA“ gewonnen. Zusätzlich haben die Dresdner Physiker auch den Sonderpreis in der Kategorie „Junges Unternehmen“ abgestaubt. Das haben das Unternehmen selbst und der „AMA Verband für Sensorik und Messtechnik“ aus Berlin bekannt gegeben.

Die Heliatek-Fabrik Dresden kann durch ein spezielles Verfahren organsiche Solarfolien im Rolle-zu-Rolle-Betrieb herstellen. Dies ist eine wichtige Voraussetzung für die angestrebte Massenproduktion. Foto: Heliatek

Heliatek eröffnet vergrößerte Organiksolar-Fabrik in Dresden

„Helia-Fab“ soll bis eine Million qm leichte Solarenergie-Sammelfolien pro Jahr herstellen. Dresden, 20. Juni 2019. Nach mehreren Verzögerungen nimmt Heliatek seine vergrößerte Fabrik für organische Solarfolien in Dresden-Mickten im August 2019 in Betrieb. Das geht aus einer Ankündigung des Unternehmens hervor. Demnach erwarten die Heliatek-Manager den sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) und den Dresdner Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) als Politpromis zur offiziellen Einweihungsfeier.

Laborantin Cornelia Wuttke trennt im Novaled-Technikum die Dotierstoffe für Oleds. Foto: Heiko Weckbrodt

Samsung startet Oled-Forschungsfabrik in Dresden

Nach einem 30 Millionen Euro teuren Um- und Ausbau forscht die Dresdner Samsung-Tochter Novaled nun an der früheren Heersbäckerei an Oled-Zutaten Dresden, 12. Juni 2019. Novaled hat am Mittwoch seine neue Forschungsfabrik für organische Leuchtdioden (Oled) im Dresdner Norden offiziell in Betrieb genommen. In den vergangenen Jahren hatte der Mutterkonzern Samsung rund 30 Millionen Euro an der Elisabeth-Boer-Straße investiert. Mit dem Geld ließen die Koreaner die Mühle der früheren Heeresbäckerei zu einem modernen Firmensitz umbauen und durch ein 110 Meter langes Reinraum-Technikum ergänzen. 135 Spezialisten sorgen dort dafür, dass die Spitzen-Smartphones von Samsung, Apple, LG und Co. Bilder und Videos in immer satteren Farben zeigen.

Netzhaut-Zellen unter dem Mikroskop. Foto: Dr. Richard Wetzel

Elektronische Netzhäute und organische Implantate

Organikelektronik-Experten tagen im Oktober in Dresden Dresden, 7. August 2018. Organische Elektronik kann für eine neue Generation patientenorientierter Medizintechnik führen: Retina-Implantate aus diesen biologie-nahen Materialien sollen für weniger Abstoßungs-Reaktionen im menschlichen Auge führen. Und Verbände, in die biegsame und dünne organische Sensoren eingewoben sind, könnten die Wundheilung beim Patienten automatisch überwachen – und zum Beispiel drohende Infektionen melden. Diese und weitere Anwendungen für flexible Elektronik wollen Medizintechniker, Physiker, Fraunhofer-Ingenieure, Mediziner, Krankenkassen-Vertreter und andere Experten fachübergreifend auf einem „Innovationsforum Flexmed“ Ende Oktober in Dresden diskutieren.

Dr. Frank Ortmann leitet am Elektronikzentrum "cfaed" der TU Dresden die Forschungsgruppe für "Computational Nanoelectronics". Foto: Jürgen Lösel, cfaed

Doping für biegsame Elektronik

Dresdner Forscher entwickeln leistungssteigerndes Spick-Rezept für organische Computerchips Dresden, 27. Februar 2018. Organische Elektronik hat viele Vorteile: Sie kann biegsam und durchsichtig hergestellt werden, auch hauchdünn. Prominente Beispiele für ihren Einsatz sind die superdünnen und farbstarken organischen Bildschirme neuerer Samsung-Smartphones und LG-Fernseher. Auch gibt es Versuche, solche flexible Elektronik in Jacken, T-Shirts und andere Textilien einzunähen, um „intelligente Klamotten“ zu kreieren. Aber der ganz große Marktdurchbruch blieb organischen Schaltkreisen bisher versagt. Denn noch immer schalten und rechnen sie deutlich langsamer als klassische Computer-Chips aus starrem Silizium. Physiker aus Dresden haben nun aber womöglich einen Weg gefunden, um diesen Nachteil auszugleichen.

Retina-Stimulator für Patienten mit Retinasitis pigmentosa, die durch Schäden an den Zäpfchen und Stäbchen im Auge nicht mehr sehen können. Foto: Heiko Weckbrodt

Sanfte Elektronik fürs Gehirn

Hector-Experten sehen große Potenziale für organische Elektronik in der „Medizin 4.0“ Dresden, 11. Juli 2017. Organische Elektronik kann die Medizintechnik auf eine neue Stufe heben: Schaltkreise und Sensoren aus dünnen, biegsamen Kohlenwasserstoff-Molekülen könnten zum Beispiel körperverträglichere Implantate ermöglichen, die für Epileptiker, Parkinson-Kranke und andere Patienten ein unbeschwerteres Leben ohne ständige Anfälle eröffnen. Das haben führende Experten der „Hector Fellow Academy“ bei einem Symposium „Medizin 4.0“ im Deutschen Hygienemuseum Dresden eingeschätzt.

Auch an den Dresdner Fraunhofer-Instituten arbeiten Spezialisten an organischer Elektronik - hier im Foto zeigt eine Reinraum-Arbeiterin dünne Trägermaterialien für organische organische Schichten am Fraunhofer-Institut FEP in Dresden. Foto: Jürgen Lösel, Fraunhofer-FEP

Werden wir alle zu Cyborgs?

Hochkarätiges Symposium in Dresden beleuchtet die organische Elektronik in der „Medizin 4.0“ Dresden, 20. Juni 2017. In Science-Fiction-Serien wie „Raumschiff Enterprise“, „Robocop“, „Dr. Who“ oder „Der 6-Millionen-Dollar-Mann“ flößen sie uns Respekt vor dem Gesetz ein, oft auch Entsetzen, manchmal Bewunderung: Kyborgen (Cyborgs), also Lebewesen, die durch technologische Implantate übermenschliche Fähigkeiten entwickelt haben. Wenn sie krank sind, regenerieren sie sich in einem Alkoven, wenn sie sich verletzen, geht’s ab in die Werkstatt. Wie weit sind wir eigentlich noch von solch einer dystopischen Zukunft entfernt? Oder ist diese Cyborg-Technologie vielleicht gar nicht so schrecklich, sondern hilft uns endlich, Krebs, Fallsucht und Parkinson zu bändigen? Und welche ethischen Konsequenzen ergeben sich daraus?

Ass im Ärmel: biegsame Farbdisplays auf Kunststoffbasis, die auch Videos darstellen kann - damit steht Plastic Logic weltweit ganz vorne. Abb.: PL

Nach Schwarmfinanzierung kommt Schwarm-Innovation

Dresdner Netzwerk OES lobt 3000 Euro für Endkundenideen für Produkte aus biegsamer Elektronik aus Dresden, 30. Juni 2016. Viele Konzerne reden davon, ihre Kunden und Kritiker künftig stärker in die Entwicklung neuer Produkte einzubeziehen: Ähnlich wie dies in der Schwarmfinanzierung („Crowdfunding“) bereits üblich ist, wollen sie auch das Wissen und Know-How der Internetmenge für Produktinnovationen einspannen (Crowd R&D). Und ein sächsischer Technologieverbund probiert dies nun aus: Die Organikelektronik-Forscher und -Firmen vom „Organic Electronics Saxony“ (OES) aus Dresden haben eine Innovations-Plattform im Internet gestartet. Dort wollen sie einerseits Entwickler, Produzenten und Zulieferer von biegsamen Computerchips, Solarzellen und Leuchtdioden zusammenbringen, damit die gemeinsam neue Endprodukte entwickeln.

In das Glasdach des belgischen Expo-Pavillons sind organische Solarzellen aus Dresden integriert. Foto: expomilano2015.be

Organische Solarfolie aus Dresden versorgt Belgiens Expo-Pavillon mit Strom

Leichte Stromsammler von Heliatek direkt ins Glasdach integriert Mailand/Dresden, 2. Mai 2015: Der belgische Expo-Pavillon auf der Weltausstellung in Mailand präsentiert sich als ökologisches Hightech-Bauernhaus – und bezieht einen Teil seiner Energie aus organischen Solarfolien von Heliatek Dresden. Die dünnen Sonnenstrom-Sammler sind direkt in das Glasdach des Pavillons einlaminiert, wie das sächsische Unternehmen mitteilte.

"Das ist ein Riesenfortschritt": Der Dresdner Organikpapst freut sich nach seiner Rückkehr aus Arabien schon sehr auf "das neue Physikinstitut. Foto: Heiko Weckbrodt

Dresdner Organikpapst Leo will organische Elektronik auf 100-faches Tempo hochjagen

29,5 Millionen Euro teurer Instituts-Neubau für die TU-Photoniker ist nun rohbaufertig Dresden, 22. April 2015. Organische Elektronik hat noch viel Potenzial, um deutlich schneller zu rechnen als bisher. „Derzeit erreichen unsere organischen Transistoren einige Megahertz. Da können wir noch Faktor 10, vielleicht sogar 100 herausholen“, hat der Dresdner Organik-Papst Prof. Karl Leo am Rande des Richtfestes für den Physik-Neubau der TU Dresden eingeschätzt. Damit würde die organische Elektronik dann auf einige Hundert Megahertz (Millionen Rechenzyklen je Sekunde) Takttempo kommen und würde sich der Geschwindigkeit moderner siliziumbasierter Chips zumindest annähern.

Organische Solarzellen werden in Dresden im Rolle-zu-Rolle-Verfahren hergestellt. Foto: Heliatek

Laser machen organische Solarzellen aus Dresden wetterfest

EU gibt 3,9 Millionen Euro für Entwicklungsprojekt unter Fraunhofer-Führung Dresden, 4. Februar 2015: Das internationale Konsortium „ALABO“ will organische Solarfolien aus Dresden mit Laser-Hilfe wetterfest machen, damit die biegsamen und transparenten Energiesammler nicht vorzeitig altern. Das teilte jetzt das Dresdner „Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik“ (IWS) mit, das zusammen mit der Firma „Heliatek“ die Projektführung übernommen hat. Die EU hält den Ansatz für so vielversprechend, dass sie 3,9 Millionen Euro aus ihrem strategischen Programm „HORIZON 2020“ für die Weiterentwicklung der organischen Solartechnologie aus Sachsen zugesagt hat.

Prof. Xinliang Feng. Foto: cfaed

Bio-Computerchips sollen sich selbst entsorgen

Zwei neue Profs für Dresdner Zukunftselektronik-Zentrum “cfaed” bringen ihre Ideen ein Dresden, 12. Dezember 2014: Sensorpflaster für die Blutdruck-Überwachung, extrem billig produzierte Schaltkreise, die sich von selbst mit der Zeit biologisch abbauen und Kohlenstoff-Computer gehören zu den Forschungsschwerpunkten, die zwei neue Professoren am Dresdner TU-Zentrum für fortgeschrittene Elektronik „cfaed“ einbringen wollen: Der deutsche Physiker Stefan Mannsfeld von der Stanford-Universität in Kalifornien und der chinesische Chemiker Xinliang Feng vom Mainzer Max-Planck-Institut für Polymerforschung verstärken nun die sächsische Chipforschungs-Schmiede. Mannsfeld wird die Professur für organische Elektronik leiten, sein chinesischer Kollege den Lehrstuhl für molekulare Funktionsmateralien, wie das cfead mitteilte.

Physiker Felix Kaschura, Foto: IAPP/TUD

Mehr Tempo: Dresdner Forscher bauen organische Transistoren hoch statt quer

Neues Bauprinzip für bessere Unterhaltungselektronik Dresden, 15. November 2014: Um organische Computertechnik schneller und damit zum Beispiel auch praxistauglich für biegsame Unterhaltungselektronik zu machen, haben sich Dresdner Photoniker ein neues Bauprinzip erdacht: Statt in der Ebene – also nebeneinander – fertigen sie ihre organischen Transistoren vertikal, stapeln Elektroden und Torschalter übereinander. Dadurch haben die Steuerströme in den Minischaltern kürzere Wege als in bisher üblichen Designs, erklärte Felix Kaschura vom „Institut für Angewandete Photophysik“ (IAPP) der TU Dresden. Der Tempogewinn sei erheblich. „Wir haben damit in Labortests schon 2 Megahertz Takt erreicht.“

Organik-Papst Leo will nach Arabien-Exkurs zur TU Dresden zurück

Uni: Bleibe-Verhandlungen erfolgreich, Arabien wird als Sabbat gewertet Dresden, 20. September 2013: Der Dresdner „Organik-Papst“ Prof. Karl Leo wird nach seinem arabischen Intermezzo doch wieder nach Dresden zurückkehren. Das haben die TU und der renommierte Photonik-Physiker nun ausgehandelt und auf Oiger-Anfrage bestätigt. Demnach wird der Forscher den Ruf der „King Abdullah University of Science and Technology“ (KAUST) in Saudi-Arabien annehmen, bleibt aber formal auch Angehöriger der Technischen Universität. Er wird in der KAUST ein Jahr lang als Gast-Professor tätig sein. Seine arabische Zeit wird von der TU als Forschungs-Sabbat deklariert.