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Elektronische Netzhäute und organische Implantate

Netzhaut-Zellen unter dem Mikroskop. Foto: Dr. Richard Wetzel

Netzhaut-Zellen unter dem Mikroskop. Foto: Dr. Richard Wetzel

Organikelektronik-Experten tagen im Oktober in Dresden

Dresden, 7. August 2018. Organische Elektronik kann für eine neue Generation patientenorientierter Medizintechnik führen: Retina-Implantate aus diesen biologie-nahen Materialien sollen für weniger Abstoßungs-Reaktionen im menschlichen Auge führen. Und Verbände, in die biegsame und dünne organische Sensoren eingewoben sind, könnten die Wundheilung beim Patienten automatisch überwachen – und zum Beispiel drohende Infektionen melden. Diese und weitere Anwendungen für flexible Elektronik wollen Medizintechniker, Physiker, Fraunhofer-Ingenieure, Mediziner, Krankenkassen-Vertreter und andere Experten fachübergreifend auf einem „Innovationsforum Flexmed“ Ende Oktober in Dresden diskutieren.

Neue Geschäftsmodelle gefragt

Die Tagung im Deutschen Hygiene-Museum Dresden soll ein Forum sein, damit Forscher, unbekannte Weltmarktführer, kleine und mittlere Unternehmen mit starken Partnern zusammenkommen, „um eine gemeinsame Basis zu schaffen für innovative Ideen, Produkte, Dienstleistungen und Geschäftsmodelle“, betonte der Veranstalter, das sächsische Netzwerk für organische Elektronik OES. So wird beispielsweise der Dresdner Oragnikelektronik-Papst Prof. Karl Leo von der TU über die „Spielräume der organischen und flexiblen Elektronik“ sprechen. Andere Referenten wollen Anwendungsbeispiele dieser Technologie vorstellen, sich über die Zulassungshürden für neue Medizintechnik austauschen und ausloten, wie sich solche Innovationen überhaupt finanzieren und kommerzialisieren lassen.

Mehr Infos zur Tagung hier: oes-net.de

Autor: Heiko Weckbrodt