Alle Artikel mit dem Schlagwort: Kohleausstieg

ifo-Präsident Clemens Fuest. Foto: Heiko Weckbrodt

Ifo-Chef: Batterie-Megafab gehört nicht in die Lausitz

Industriepolitik und Regionalentwicklung sollte man nicht vermischen, warnt Fuest Dresden, 11. Juli 2019. Der Ökonom Clemens Fuest hat davor gewarnt, eine Batterie-Großfabrik auf Biegen und Brechen in der Lausitz ansiedeln zu wollen, nur weil die Region aus Kohleabbau und -verstromung aussteigen muss. „Man sollte nicht versuchen, regionalpolitische Ziele mit industriepolitischen Instrumenten zu lösen“, betonte der Präsident des Wirtschaftsforschungsinstituts „Ifo“ bei einem Besuch in Dresden. Zuvor hatte sich der Dresdner Ifo-Forscher Joachim Ragnitz bereits ähnlich geäußert.

Auf dem Lausitzring wollen Dekra und Telekom den 5G-Einsatz fürs autonome Fahren testen. Foto: Dekra

Kohlekommission schlägt Reallabor „Power2X“ für Lausitz vor

TU Dresden soll im Kohlerevier ab 2019 Energiespeicher-Forschungen koordinieren Cottbus/Dresden/Görlitz, 2. November 2018. Ein Forschungskonsortium von Professoren der TU Dresden soll ab 2019 in einem „Reallabor“ im Lausitzer Revier verschiedene Speichertechnologien für Energie erforschen. Dazu gehören Verfahren, mit denen sich Strom in künstliche Treibstoffe und Gase (sogenannte „Power2X“-Technologien) wandeln lässt. Das ist einer der Vorschläge für die Zukunft der Lausitz nach dem Braunkohleausstieg, die die sogenannte „Kohlekommission“ nun in einem Zwischenbericht vorgelegt hat.

Blick auf die Kühltürme des Leag-Kraftwerks Jänschwalde, Foto: Uwe Dobrig für die Leag

Sonderwirtschaftszone Lausitz gefordert

Handwerker: Autobahn-Bau und Batteriebude allein können den Kohleausstieg nicht ausgleichen Dresden, 25. Oktober 2018. Damit die Lausitz nach einem Braunkohle-Ausstieg nicht zum wirtschaftlichen Ödland wird, hat der Dresdner Handwerkskammer-Präsident Jörg Dittrich die Forderung erneuert, dort eine Sonderwirtschaftszone einzurichten. Auch die Ansiedelung einer großen Nato-Instandhaltungsbasis und von Bundesbehörden könnten helfen, sagte er am Donnerstag in Dresden.