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MCR Lausitz baut neue Waggon-Werkstatt in Schwarze Pumpe

Industrie Zahnrad Konjunktur. Abb.: Heiko Weckbrodt
Abb.: Heiko Weckbrodt

Bund und Land schießen 2,75 Millionen Euro zu

Schwarze Pumpe, 1. August 2024. „MCR Lausitz“ will im Industriepark „Schwarze Pumpe“ an der Grenze zwischen Sachsen und Brandenburg „eine der modernsten Radsatz-Instandhaltungswerkstätten für Schienenfahrzeuge in Europa“ bauen. Das hat die Leag-Tochter heute angekündigt.

Leag-Tochter will sich auf Zeit nach der Kohle vorbereiten

Die hochautomatisierte Instandhaltungsstrecke benötige nur 20 Minuten Bearbeitungszeit pro Radsatz, hieß vom Unternehmen. „Damit können etwa 6000 Radsätze im Jahr instandgesetzt werden.“ Unter anderem sei eine moderne Entlackungs­-Technologie vorgesehen: Statt auf klassische Sand­strahl­verfahren wollen die Arbeiter Lackreste mit Hochdruck­-Wasser­strahlen entfernen. „Diese Methode ist deutlich material­schonender und sorgt dafür, dass die Radsätze in bester Qualität erhalten bleiben“, betont MCR. Auch werde eine moderne Radsatz­drehmaschine installiert.

An der Anlage sollen bis zu 25 hochqualifizierten Mitarbeiter tätig sein. Derzeit beschäftigt die Leag-Tochter 280 Menschen. Sie will sich durch diese Millionen-Investition auf die Zeit nach der Kohle vorbereiten und „nach dem Kohleausstieg einer größten Instandhaltungsbetriebe der Region“ werden.

Steigender Reparaturbedarf an Güterzügen erwartet

„Wir sehen einen steigenden Bedarf für die Instandhaltung von Schienenfahrzeugen, besonders im Güterverkehr, und stellen uns bei MCR mit der weiteren Modernisierung der Anlagentechnik auf einen wachsenden Markt ein“, erklärt Leag -Produktionsvorstand Philipp Nellessen. „Das ist unser Beitrag, dabei mitzuhelfen, mehr Gütertransporte von der Straße auf die Schiene zu bringen.“

Um die Werkstatt einzurichten, will die Leag den 3000 Quadratmeter großen Teil einer bereits existierenden Halle umbauen. Ringsum sollen außerdem überdachte Lagerflächen entstehen. „Die Baumaßnahmen haben bereits begonnen und werden Anfang 2026 abgeschlossen sein“, informierten Leag und MCR. Der Bund und das Land Brandenburg schießen 2,75 Millionen Euro zu.

MCR Lausitz geht letztlich auf eine Zentralwerkstatt für Lkws und Baumaschinen hervor, die das Gas-Kombinat „Schwarze Pumpe“ 1955 eingerichtet hatte. 1958 kam dann die mechanische und elektrische Instandhaltung hinzu. In den folgenden Jahrzehnten folgten die Aufarbeitung von Brückenbaggern und Wagenradsätzen. 2022 entstand die „MCR Engineering Lausitz GmbH“ als 100-%-Tochter der Lausitz Energie Bergbau AG (Leag).

Autor: hw

Quellen Leag, MCR Lausitz

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt

Heiko Weckbrodt

[caption id="attachment_177887" align="aligncenter" width="155"]Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski[/caption] Heiko Weckbrodt war 16 Jahre als Redakteur bei den "Dresdner Neuesten Nachrichten" tätig und betreute dort neben anderen Themen die Schwerpunkte Wirtschaft, Technologieunternehmen und Forschung sowie die Computerseite. Studiert hat er Publizistik und Geschichte mit dem Fokus DDR-Wirtschaftsgeschichte. Inzwischen ist er als freiberuflicher Journalist tätig und publiziert vor allem auf der Nachrichtenplattfom "Oiger", schreibt aber gelegentlich auch für andere Magazine und Publikationen. Lieblingsbeschäftigung: Lesen! Privat schreibt er über seine Ausflüge auf dem Blog "Reise-Oiger". Heiko Weckbrodt ist Autor der Sachbücher

Profile

Kurzvita:

•  Geboren 1970 • 1991-96 Studium der Geschichte und Publizistik an der Freien Universität Berlin • 1990-1997: zunächst nebenberuflich, später als Vollzeitjob freier Journalist (u. a. Siegener Zeitung, Sächsische Zeitung, Dresdner Neueste Nachrichten) • 1999-2000 Volontariat bei den Dresdner Neuesten Nachrichten • 2000-2014: Redakteur bei den Dresdner Neuesten Nachrichten (u.a. Gerichtsreporter, Sozialpolitik, Wirtschaft, Forschung) • seit 2015: freiberuflicher Journalist und Herausgeber des Nachrichtenportals Oiger