Alle Artikel mit dem Schlagwort: Holz

Christoph Alt ist der Chef von Ligenium Chemnitz. In der VW-Manufaktur Dresden entwickelt er unter anderem solche Rollregale (fachsprachlich "Ladungsträger" genannt) aus Holz statt Stahl. Foto: Heiko Weckbrodt

Ligenium feilt an Holz-Renaissance im Maschinenbau

Ingenieure der TU Chemnitz wollen in Dresden der Autoindustrie mit hölzernen Regalen einen alten Werkstoff wieder schmackhaft machen Dresden/Chemnitz, 14. August 2019. Ingenieure der TU Chemnitz haben eine Firma gegründet, deren Name Programm ist: „Ligenium“ steht für die lateinischen Worte für Holz, „Lignum“, und Talent, „Ingenium“. Denn das vierköpfige Team will mit neuen technologischen Ansätzen für eine Renaissance des Leichtbau-Werkstoff „Holz“ sorgen, der seit den 1960ern im Maschinen-, Auto- und Flugzeugbau etwas in Vergessenheit geraten ist.

Yves Mattern (links) und Philipp Strobel (mit Holzbuch, rechts) sind die Chefs der Holz-Leichtbaufirmen Lignoa (in Gründung) und Jungholz aus Dresden. Sie wollen mit ihren Holztechnologien Kinderagen, Rollstühle und Autos bauen. Foto: Heiko Weckbrodt

Hightech-Holz für Autos

Aus der TU Dresden ausgegründet: „Lignoa“ entwickelt nun topologie-optimierte Holzbauteile in Nürnberg Dresden/Nürnberg, 20. November 2018. Das junge Hightech-Holz-Unternehmen „Lignoa“ entwickelt jetzt spezielle hölzerne Interieur-Bauteile für einen großen Automobil-Konzern. Das hat Lignoa-Mitgründer Yves Mattern auf Oiger-Anfrage mitgeteilt.

Mit diesen aus Italien gelieferten Rohlingen aus Wurzelholz beginnt die Pfeifenproduktion. Foto: Peter Weckbrodt

Gedruckt, verbaut, verfeuert: Holz wird knapp

Dresdner Holz-Institut IHD profitiert von der starken Nachfrage für den gewachsenen Werkstoff Dresden, 21. März 2018. Holz hat als Werk- und Brennstoff in den vergangenen Jahren enorm an Wertschätzung gewonnen. Das hat Prof. Steffen Tobisch, der Chef des privaten Instituts für Holztechnologie Dresden (IHD), eingeschätzt. „Alle streiten sich ums Holz: Papierindustrie, Möbelproduzenten, Heizer, Fahrzeugbauer…“, sagt der IHD-Chef. „Den Förstern wird das Holz regelrecht unterm Hintern weggerissen.“

Yves Mattern (links) und Philipp Strobel (mit Holzbuch, rechts) sind die Chefs der Holz-Leichtbaufirmen Lignoa (in Gründung) und Jungholz aus Dresden. Sie wollen mit ihren Holztechnologien Kinderagen, Rollstühle und Autos bauen. Foto: Heiko Weckbrodt

Hart wie Hightech-Holz

Drei Studenten aus Dresden haben Holz mit Luftfahrt-Technologien superstabil gemacht – und wollen damit nun Autos, Fahrräder und Rollstühle bauen Dresden, 13. Dezember 2017. Drei Studenten wollen in Dresden einen Leichtbau-Konzern für Autos, Fahrräder, Rollstühle und Kinderwagen aus Holz etablieren: Yves Mattern, Philipp Strobel und Lukas Denzner haben am Institut für Leichtbau (ILK) der TU Dresden ein innovatives Verfahren entwickelt, um Holzbauteile so leicht wie Karbon und stabiler als Aluminium zu fertigen. Diese Hightech-Hölzer halten auch hohen mechanischen Belastungen stand – und können nahezu jede Form annehmen. Die Drei wollen das Konzept ab dem Sommer 2018 unter den Marken „Jungholz“ und „Lignoa“ kommerzialisieren. Erste Aufträge haben sie bereits in Aussicht. „In 15 Jahren will ich mit einem von uns gebauten Elektroflitzer aus Holz zur Autoausstellung IAA zu fahren“, verrät der 28-jährige Yves Mattern.

Wer per Crwodfunding im Internet für die mobile Holzwerkstatt für Flüchtlinge spendet, bekommt kleine Feuerwehr-Autos geschenkt. Abb,; StephiKrah

Mobile Holzwerkstatt für Flüchtlinge

Clemens Zichner aus Dresden will Projekt durch den Internetschwarm finanzieren Dresden, 12. April 2016. Eine mobile Holzwerkstatt für Flüchtlingskinder will der Dresdner Clemens Zichner mit Hilfe des Internetschwarms ausrüsten: Bis zum 24. April 2016 versucht er auf der Crowdfunding-Plattform „dresden-durchstarter.de“ dafür 8000 Euro von Spendern aus dem Netz einzusammeln. Mit dem Geld will Clemens Zichner einen Feuerwehrtransporter, den er bereits angeschafft hat, mit einer Werkbank, Werkzeugen und Stauraum zur mobilen Werkstatt ausbauen.

Für Ökos und Nostalgiker: Fraunhofer-Forscher bauen Holz-Computer

Berlin, 5.8.2012: Fraunhofer-Forscher vom “Institut für Zuverlässigkeit und Mikrointegration” (IZM) in Berlin haben gemeinsam mit der irischen Firma „MicroPro“ einen Holz-Computer gebaut, der in Herstellung und Betrieb 70 Prozent wenige Ressourcen als herkömmliche PCs verbraucht und dessen Teile am Ende seines Rechnerlebens zu 98 Prozent wiederverwendbar sind.