Alle Artikel mit dem Schlagwort: Elektromobilität

Ingenieure und Techniker diskutieren am 5. Oktober 2017 in der Volkswagen-Manufaktur Dresden, wie sie Ladesäulen, Elektroautos und Haushaltsgeräte zum gemeinsamen Gespräch in der Maschinensprache EEbus SPINE überreden können. Foto: Heiko Weckbrodt

EEBus: Solaranlage und Wärmepumpe plaudern übers Waschen

Beim Steckerfest in der VW-Manufaktur Dresden loten Ingenieure die Energiereserven im intelligenten Heim vom morgen aus Dresden, 5. Oktober 2017. Dutzende Ingenieure haben sich heute zu einem „Plugfest“ („Steckerfest“) in der gläsernen VW-Manufaktur in Dresden getroffen. Dabei haben sie versucht, Elektroautos, Solaranlagen und Heizungen verschiedener Hersteller zum gemeinsamen Plausch zu animieren – zum Beispiel über die aktuellen Strompreise oder über den richtigen Zeitpunkt, ein Haus zu heizen, die Wäsche anzusetzen oder das Auto aufzuladen. Dabei setzen sie auf die deutsche Maschinensprache „EEBus SPINE“, die sich laut Peter Kellendonk von der „EEBus-Initiative“ in Europa und in den USA immer mehr als Standard für die Energiekommunikation im „Internet der Dinge“ durchsetzt.

So etwa soll die elektrische Tretbox aussehen. Abb.: Tretbox Berlin

VW Dresden startet Inkubator-Programm

Gründer wollen in der Gläsernen Manufaktur Elektro-Dreiräder, Parkplatz-Navis und andere moderne Mobilitätskonzepte entwickeln Dresden, 1. August 2017. Kommt der große Durchbruch für die deutsche Elektromobilität womöglich nicht aus dem Auto- oder Fahrrad-Sektor, sondern aus dem Gütertransport? Junge Firmen wie Tretbox aus Berlin wollen diese Idee in Dresden ausloten: Im neuen Inkubator der Gläsernen VW-Manufaktur möchte das Team um den Autodesigner Murat Günak den Prototypen eines elektrischen Dreirads bauen, das zum Beispiel für Paketzusteller mit auswechselbaren Containern bestückt werden kann. Volkswagen Dresden hat ihnen 200 Tage Zeit gegeben, zu greifbaren Ergebnissen zu kommen.

Ein mit Pendix-Technik zum e-Bike umgerüstetes fahrrad Foto: Pendix

Elektromobile Musike spielt im Fahrradmarkt

Zwickauer Ingenieure haben sich mit elektrischen Nachrüst-Bausätzen für Fahrräder in die obere Liga gespielt Zwickau, 4. Juli 2017. Wenn sich Deutschland technologisch und wirtschaftlich nicht mehr ins Zeug legt, wird aus dem Auto-Vorzeigeland ein Nachzügler der Elektromobilität. Davor hat Thomas Herzog gewarnt. „Wir müssen extrem achtsam sein, dass wir nicht den Anschluss verlieren“, sagt der Chef des Zwickauer Unternehmens „Pendix“, das Elektro-Nachrüstsätze für klassische Fahrräder entwickelt. Zum Beispiel fließe in Deutschland und speziell in Sachsen viel zu wenig Risikokapital, um aus guten Geschäftsideen erfolgreiche Unternehmen zu machen. „Der Technologiegründerfonds Sachsen gehört da zu den wenigen Ausnahmen.“

Volkswagen-Markenchef Herbert Diess vor vor einem Studien-Modell des I.D. CROZZ. Foto: Volkswagen

VW baut Elektroautos in China

Gemeinschaftsunternehmen mit JAC gegründet Wolfsburg/Berlin, 2. Juni 2017. Volkswagen und der chinesische Autohersteller Anhui Jianghuai Automobile (JAC) wollen künftig gemeinsam in China Elektroautos für den chinesischen Massenmarkt bauen. Das hat VW heute angekündigt. Dafür haben beide Seiten nun in Berlin ein Joint Venture gegründet, an dem VW und JAC jeweils 50 Prozent halten.

Volkswagen-Forschungsleiter Jürgen Leohold mit eienem Elektro-Golf. Foto: Heiko Weckbrodt

Der Elektro-Golf 2017

Dresden, 19. Dezember 2016. Ein Zugpferd für die elektrische Zukunft des Volkswagen-Konzerns soll eine neue Version des Elektro-Golfs sein, die in Dresden und Wolfsburg produziert wird. Der ist – anders als etwa der erfolgreiche Tesla-Sportwagen aus den USA oder der noch nicht fertig entwickelte I.D von VW selbst – keine spezielle Elektroauto-Entwicklung, sondern eine Variante seiner Golfbrüder mit Verbrennungsmotor.

Johann Jungwirth ist im Volkswagen-Kontern der Chefstratege für Digitalisierung. Foto. Heiko Weckbrodt

Rasen rollende Solarien bald durch die Stadt?

VW-Digitalstratege Jungwirth: Roboterautos geben uns Lebenszeit und urbanen Raum zurück Dresden, 26. August 2016. In etwa drei bis fünf Jahren werden die ersten selbstfahrenden Autos auf den Straßen unterwegs sein. Und sie werden eine technologische und wirtschaftliche Revolution auslösen. Diese Prognose hat der Volkswagen-Chefstratege für Digitalisierung, Johann Jungwirth, bei einem Besuch in Dresden abgegeben. Der ehemalige Apple-Entwickler leitet im Volkswagen-Konzern den im vergangenen Jahr neugeschaffenen Fachbereich „Digitalisierungsstrategie“. Der Besuch in Sachsen dürfte nicht ganz zufällig sein: Hiesige Forscher und Wirtschaftsförderer feilen derzeit daran, Dresden zu einem der Pionier-Standorte für autonomes Fahren zu machen.

Volkswagen-Forschungsleiter Jürgen Leohold mit eienem Elektro-Golf. Foto: Heiko Weckbrodt

Ab 2020ern fahren erste Robotertaxis

VW-Forschungschef: Automobilbranche und Verkehr ändern sich radikal Dresden, 5. Juni 2016. Der Automobilbau und der Straßenverkehr in Deutschland werden sich in den nächsten 15 Jahren radikal verändern – in Richtung Elektromobilität sowie vernetztes und automatisches Fahren. Das hat Volkswagen-Forschungsleiter Jürgen Leohold am 3. Juni 2016 am Rande einer Ingenieurs-Tagung des VDI in Dresden prognostiziert. Volkswagen werde dabei „nicht nur als Zuschauer daneben stehen“, sondern diesen Prozess aktiv mitgestalten.

Elektro-Laster statt Diesel-Lkw sollen in Zukunft die Feinverteilung von Gütern in den Innenstädten übernehmen. Grafik: Heiko Weckbrodt

Elektro-Laster sollen Innenstädte versorgen

Dresdner Fraunhofer-Forscher wollen Konzepte für ökologische Güter-Feinverteilung in der City testen Dresden, 28. März 2016. Damit die Luft in den deutschen Großstädten sauberer wird, sollen künftig Elektro-Laster anstelle von Diesel-Lkws die Läden und Haushalte in den Innenstädten mit Gütern beliefern. Entsprechende Konzepte wollen sächsische Fraunhofer-Forscher in den nächsten fünf Jahren testen. Dafür werde allerdings ein Netz aus Schnelllade-Stationen benötigt. „Ich sehe da ein Rieseninteresse der Kommunen und der Anwohner“, schätzte Professor Matthias Klingner im Oiger-Gespräch ein. Denn der Leiter des Fraunhofer-Instituts für Verkehrs- und Infrastruktursysteme (IVI) Dresden ist überzeugt: Gelingt solch ein Umstieg, würde das die Elektromobilität in Deutschland enorm voranbringen und langfristig viele Umweltprobleme der Kommunen lösen.

Dieser Entwurf zeigt die Fähre auf einem Teil der 1,6 Kilometer langen Route von Parainen nach Nauvo, die im Sommer 2017 in Dienst gestellt wird. Foto: Siemens

Ab 2017 pendelt erste Elektrofähre in Finnland

Siemens sieht Öko-Schiffahrt nahen Helsinki/Nürnberg, 8. März 2016. Die erste Elektro-Fähre Finnlands wird im Sommer 2017 den Pendelverkehr zwischen Parainen und Nauvo aufnehmen. Das teilte Siemens in Nürnberg mit. Die finnische Schifffahrtsgesellschaft FinFerries habe das Schiff bei der polnischen Werft CRIST S.A. bestellt. Der Elektroantrieb und gesamte elektrotechnische Lösung werde von Siemens geliefert.

Die Mädchen machten Oberbürgermeister Dirk Hilbert klare Ansagen, was er in den nächsten Jahren abzuarbeiten hat. Foto: Heiko Weckbrodt

Intelligenzhelme auf!

Dresdner Kinder geben Obermeister Hilbert klare Aufträge für die Stadt der Zukunft Dresden, 12. Januar 2016. Der Arbeitsauftrag der Kinder an den Dresdner Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) ist seit heute Nachmittag klar definiert: Er muss im Zoo mehr Platz für die armen Tiere schaffen, die Schulklos und die Neustadt sauber machen („Dort ist es manchmal ganz schön eklig“), alle Schulen regenbogenbunt anmalen („Ist gut gegen Kopfschmerzen“) und Aufmunterungsspiele für unausgeschlafene Gymnasiasten an Ampeln installieren. Auch soll Hilbert dafür sorgen, dass Menschen aus dem Ausland respektvoll behandelt werden („Das hört man ja im Radio, dass die manchmal beschimpft und verprügelt werden“) und die Leute weniger Auto fahren („Die stinken“), sondern statt dessen auf Pferden durch die Straßen reiten oder Elektromobile benutzen. Und nicht zuletzt sollen sich alle intelligenzverstärkende Helme aufsetzen. Diese und weitere zukunftsweisende Punkte haben Schüler des Romain-Rolland-Gymnasiums, des Bertolt-Brecht-Gymnasiums und weiterer Dresdner Schulen heute dem Oberbürgermeister auf die Agenda geschrieben – und ein gut gelaunter Hilbert zeigte sich sichtlich interessiert und inspiriert.

Mit seinen Elektrobussen ist BYD ("Build Your Dreams") inzwischen längst nicht mehr nur im Mutterland, sondern auch im Ausland erfolgreich. Abb.: BYD

Chinas Elektrobusse rollen Markt auf

Vor allem BYD zieht derzeit Großaufträge weltweit an Land Cambridge/Peking, 27. Juli 2015. Elektrobusse werden noch vor den Elektroautos die bestimmende Fahrzeugklasse für den Übergang hin zur Elektromobilität von Straßenfahrzeugen sein – und dabei könnte China weltweit eine dominierende Rolle spielen. Das hat Dr. Peter Harrop vom Marktforschungsunternehmen „ID TechEx“ aus Cambridge in einer neuen Analyse eingeschätzt. Zwar wurden chinesische Elektromobile von Experten im Westen lange Zeit als technologisch unterlegen belächelt, doch dafür sind die Chinesen inzwischen mit der Marktreife ihrer Elektrofahrzeuge inzwischen oft viel weiter als die Amerikaner und Europäer. Vor allem das chinesische Unternehmen „BYD“ ziehe mit seinem elektrischen „BYD K9 Bus“ derzeit die größten Aufträge an Land und dies nicht nur im Mutterland, sondern auch im Westen, so die Analysten.

Parade von Elektrofahrzeugen im Mai 2015 in Berlin. Foto: WAVE

Größte Elektrofahrzeug-Rallye WAVE startet in Sachsen

Bis zu 100 E-Mobile auf 2000 km langer Strecke Plauen/Dresden, 12. Juni 2015. Die – laut Veranstalterangeben – weltweit größte Rallye von Elektrofahrzeugen startet morgen in Plauen und macht am Nachmittag Zwischenstation in Dresden. Das kündigte das sächsische Wirtschaftsministerium heute an. Bis zu 100 Elektroautos und andere elektrisch angetriebene Vehikel werden an der Rallye „World Advanced Vehicle Expedition“ (WAVE) teilnehmen, die über 2000 Kilometer weit von Plauen (12. Juni) bis St. Gallen in der Schweiz 20. Juni 2015) führen soll.

Der Elektrobus mit ausgefahrendem Schnelllade-Arm. Foto: Fraunhofer-IVI / DVB

Elektro-Fahrzeuge werden sich zuerst in Wirtschaft durchsetzen

Studie: Markt für kommerzielle E-Mobile vervierfacht sich Cambridge, 24. Mai 2015. Ist die Rede von Elektromobilität, denkt man meist an Elektroautos wie den Tesla oder den BMW i3. Doch in der Praxis findet der Übergang zu elektrischen Fahrzeugantrieben vor allem in der Industrie und anderen Wirtschaftssektoren statt: Schon jetzt repräsentieren elektrische Gabelstapler, Busse und andere kommerziell eingesetzte Fahrzeuge rund 60 Prozent des Elektrofahrzeugmarktes – und mit einer Vervierfachung dieses Marktsegments ist in den nächsten zehn Jahren zu rechnen. Das prognostiziert die Studie “Industrial and Commercial Hybrid and Pure Electric Vehicles 2015-2025” des Marktforschungs-Unternehmens “IDTEchEx” aus Cambridge.

Die niederländische Firma Trefecta entwickelt elektrische Zweiräder, die halb Fahhrad, halb Motorrad sind und hybrid angetrieben werden können. Laut IDTEchEx haben solche Mischformen das Potenzial, zu einem Milliardenmarkt zu wachsen. Foto: Trefecta

Milliardenmarkt für eZweiräder erwartet

IDTechEx sieht Trend zu Mischformen und Hightec-Materialien Cambridge, 3. April 2015: Elektrische Zweiräder, eTrikes und eQuads entwickeln sich bis 2025 zu einem Milliardenmarkt. Das hat das englische Marktforschungs-Unternehmen „IDTechEx“ aus Cambridge prognostiziert. Dabei sei ein Trend hin zu neuartigen Mischmodellen aus Hightech-Materialien sichtbar, die die Vorteile von elektrischem Fahrrad und Motorrad verbinden und selbst für das Militär interessant sein könnten.