Tochter „ eAircraft“ entwickelt auch am „City Airbus“ mit
München/Le Bourget, 18. Juni 2019. Der deutsche Elektrokonzern Siemens verkauft seine Sparte „eAircraft“ für elektrische Flugzeugantriebe an Rolls-Royce. Das haben beide Unternehmen laut Siemens auf der Internationalen Pariser Luftfahrtausstellung in Le Bourget in Frankreich vereinbart. Der Verkauf ist Teil der Siemens-Strategie, sich auf weniger Geschäftsfelder als bisher zu konzentrieren, um Kosten zu sparen und profitabel zu bleiben. Den Verkaufspreis wollte der deutsche Konzern nicht verraten.
180 Mitarbeiter entwickeln Prototypen
„eAircraft“ hat 180 Mitarbeiter. Die Siemens-Ausgründung entwickelt elektrische und hybride Antriebe für kleinere Flugzeuge. „In Zusammenarbeit mit Partnern wie Airbus entstehen an den Standorten München, Erlangen und Budapest Prototypen für Antriebssysteme von unter 100 bis mehreren Tausend Kilowatt“, informierte Siemens. Das wohl bekannteste Projekt ist das Airbus-Lufttaxi „City Airbus“.
Chancen für eine rein elektrische Luftfahrt umstritten
Im Zuge der Klimaschutz-Diskussion werden seit geraumer Zeit Forderungen laut, auch die Luftfahrt auf elektrische Antriebe umzustellen. Viele Ingenieure bezweifeln aber, dass dies in absehbarer Zeit für größere Passagier-Flugzeuge möglich sein wird. Mehrere Unternehmen und Organisationen versuchen aber, dafür Lösungen zu finden. Die US-Raumfahrtbehörde Nasa und das US-Unternehmen Zunum experimentieren beispielsweise mit Elektroflugzeugen. Und Tesla-Chef Elon Musk verfolgt bereits seit Jahren die Idee, ein elektrisches Überschall-Flugzeug zu bauen – bisher aber ohne vorzeigbare Ergebnisse.
Autor: hw
Quelle: Siemens
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