Alle Artikel mit dem Schlagwort: Crowdfunding

Das namensgebende Fruchtgemüsemonster für das Frugemo-Kartenspiel. Abb.: Tonn

Internetschwarm finanziert Fruchtgemüsemonster

Familie Tonn aus Dresden druckt nach erfolgreicher Startnext-Kampagne ein Kinder-Kartenspiel, in dem Obst & Gemüse im Zentrum stehen Dresden, 16. Juli 2018. Und wieder einmal hat der Internetschwarm geholfen, ein kreatives Privatprojekt umzusetzen: Über das Dresdner Crowdfunding-Portal „Startnext“ haben Kristin und Karsten Tonn aus Dresden 4880 Euro für ein Kartenspiel „Frugemo“ gesammelt und ihr Kampagnen-Mindestziel von 4000 Euro damit übertroffen. Mit dem Geld konnten sie nun den Druck des Spiels in Auftrag geben. Das teilte Karsten Tonn mit. Mit diesem Frugemo-Kartenspiel will das Elternpaar möglichst vielen Kindern gesundes Obst und Gemüse aus der Region nahebringen.

Karl Kretschmer (rechts) und seine Mitstreiter wollen den Beweis antreten, dass permakulturelle Landwirtschaft auch wirtschaftlich - und nicht nur allein aus ideelem Engagement - machbar ist. Foto: Permagold

Permakultur-Genossenschaft aus Dresden wirbt um Geld vom Internetschwarm

Landkauf geplant: Crowdfunding soll “Fluchtplan” aus der monokulturellen Sackgasse finanzieren Dresden, 16. November 2017. Über die Vorteile ökologische Landwirtschaft und über die Ignoranz der „blöden“ Monokultur-Petizid-Bauern lässt sich trefflich schwadronieren, wenn man daheim in der guten Stube sitzt, einen Bio-Äpfel schnurpst, ein Gläschen Bio-Wein schlürft – und sich die Hände dabei nicht dreckig macht. Internet-Schwarmfinanzier Jens-Uwe Sauer, Ingenieur Karl Kretschmer und andere ökologisch Gesinnte wollten eines Tages mehr tun und selber anpacken. Sie haben in Dresden die Genossenschaft „Permagold“ gegründet. Die sitzt im Firmeninkubator “Impact Hub” in der alten Post hinterm Hauptbahnhof und hat es sich auf die Fahnen geschrieben, mit Genossenschaftsgeldern Land zu kaufen, dort Früchte, Pilze und andere Lebensmittel nach den Prinzipien der sogenannten „Permakultur“ anzubauen und auch selber zu vermarkten.

Laviu-Gründerin Julia Ryssel zeigt eines der neuen Liebesspielzeuge aus intelligenten Materialien. Foto. Heiko Weckbrodt

50.000 Euro für Hightech-Sexspielzeug aus Dresden

Finanzierungsziel im Internetschwarm für Lovetoys von Laviu weit übertroffen Dresden, 2. Dezember 2016. Die neuartigen Hightech-Dildos von Laviu stoßen auf sehr großes Interesse in der Internetgemeinde: Schon jetzt haben die Dresdner Entwicklerinnen von Laviu auf der Crwodfunding-Plattform „Indiegogo“ über 50.000 Euro vom Internetschwarm gespendet bekommen. Damit haben sie ihr Finanzierungsziel von 20.000 Euro bereits weit übertroffen – obwohl die Kampagne erst in zwei Wochen endet.

Grafik: Steffen Peschel

3 Millionen Euro für Sachsen vom Internetschwarm

Dresden, 26. September 2016. Rund drei Millionen Euro haben Spender seit dem Jahr 2010 über die internetgestützte Schwarmfinanzierung („Crowdfunding“) für Projekte in Sachsen gegeben. Das hat Kulturmanager Steffen Peschel aus Dresden errechnet. „Möglich wurde so zum Beispiel verpackungsloses Einkaufen in Dresden und Leipzig, ein Musikprojekt mit Geflüchteten, der Erhalt einer kultigen Videothek und eines Eisenwarenladens, jede Menge Alben sächsischer Musiker oder auch viele kleine Theaterproduktionen.“

Abb.: Bildschirmfoto Fotothek

Internetschwarm formt Weltsichten mit

Die Bibliothek SLUB in Dresden experimentiert mit Crowdsourcing Dresden, 28. Juli 2016. Nach dem Geld des Internetschwarms („Crowdfunding“) ist nun dessen Weisheit („Crowdsourcing“) gefragt: Die Experten der Sächsischen Landes- und Uni-Bibliothek SLUB in Dresden möchten künftig auch die weltweit verstreuten Besucher ihrer digitalen Sammlungen für die Wissensschöpfung einspannen. Die Nutzer sollen per Internet mit ihren Kommentaren helfen, verlorene Informationen über uralte Fotos, Karten und Bücher wiederzugewinnen und die historischen Dokumente zu beschriften.

Das "Kraftwerk" auf Brennstoffzellen-Basis lädt ein Smartphone wieder auf. Foto. eZelleron

Mini-Kraftwerk-Hersteller geht von Dresden in die USA

eZelleron Dresden wird geschlossen Dresden, 20. April 2016. Die Bemühungen Dresdens, sich zu einer Hochburg der Energiesystemtechnik zu entwickeln, haben einen herben Rückschlag durch einen bisher viel gefeierten Hoffnungsträger erfahren: Das Unternehmen eZelleron GmbH, das ein Mini-Kraftwerk auf Brennstoffzellen-Basis entwickelt hatte und zunächst hier produzieren und vermarkten wollte, wird aufgelöst. Statt dessen haben die Initiatoren Sascha Kühn und Martin Pentenrieder im Januar 2016 eine neue Holding „kraftwerk Inc.“ in den USA gegründet, die im kalifornischen Silicon Valley das Geld einsammeln soll, um das „Mini-Kraftwerk für die Hosentasche“ weiterzuentwickeln und in Großserie produzieren zu können. De facto verlagert sich also der Hauptsitz der Kern-Unternehmung von Deutschland in die USA.

Wer per Crwodfunding im Internet für die mobile Holzwerkstatt für Flüchtlinge spendet, bekommt kleine Feuerwehr-Autos geschenkt. Abb,; StephiKrah

Mobile Holzwerkstatt für Flüchtlinge

Clemens Zichner aus Dresden will Projekt durch den Internetschwarm finanzieren Dresden, 12. April 2016. Eine mobile Holzwerkstatt für Flüchtlingskinder will der Dresdner Clemens Zichner mit Hilfe des Internetschwarms ausrüsten: Bis zum 24. April 2016 versucht er auf der Crowdfunding-Plattform „dresden-durchstarter.de“ dafür 8000 Euro von Spendern aus dem Netz einzusammeln. Mit dem Geld will Clemens Zichner einen Feuerwehrtransporter, den er bereits angeschafft hat, mit einer Werkbank, Werkzeugen und Stauraum zur mobilen Werkstatt ausbauen.

Das rund Arretierstück hält die LED-Leuchtleisten in verschiedenen Positionen. Foto: Holy Trinity

Bisher 100.000 € auf Kickstarter für Dresdner LED-Designer

Holy Trinity will mit Geld vom Internetschwarm handy-gesteuerte Leuchten in Serie bringen Dresden, 7. März 2016. Für ihre neuen App-gesteuerten LED-Leuchten haben Matthias Pinkert und Karsten Reichel aus Dresden bisher zirka 100.000 von geplanten 190.000 Euro auf „Kickstarter“ gesammelt. Ihr „Vara“-System besteht aus LED-Reihen, die mit dem Smartphone gesteuert werden.

In immer mehr Bereichen soll Crowdfunding Finanzierungslücken schließen - inzwischen auch für große Bauprojekte, wie hier bei der Plattform "Exporo". Um die Zahlungsabwicklung vieler solcher Kampagnen kümmert sich ein kleines Unternehmen aus Pulsnitz in Sachsen. Foto: Secupay

Wenn der Internetschwarm einen Immobilien-Hai formt

Crowdfunding erfasst immer mehr Marktsegmente – oft mischen dabei sächsische Firmen mit Pulsnitz, 31. Juli 2015. Das Konzept des „Crowd Fundings“, mit dem anfangs vor allem Weltverbesserer und „verrückte“ Erfinder ihre Projekte mit Hilfe von Zuwendungen aus dem Internetschwarm finanzierten, greift auf immer mehr Sektoren über – und sächsische Unternehmen bestimmen diesen Trend wesentlich mit. Eine der führenden deutschen Crowdfunding-Plattformen, „Startnext“, wurde in Dresden gegründet, ebenso das Internetportal „Seedmatch“, das dieses Schwarmfinanzierungs-Konzept auf die Wirtschaft übertrug: Beim „Crowd Investing“ beteiligen sich Kleininvestoren per Internet an hoffnungsvollen Firmengründungen.

Die Hamburger Firma "Protonet" sammelte über Seedmatch im vergangenen Jahr drei Millionen Euro vom Internetschwarm ein und finanzierte damit die Entwicklung neuer Klein-Server für Freiberufler (organge Box). Foto: Protonet

Seedmatch Dresden: Kleinanlegergesetz bremst Schwarmfinanzierung aus

Plattform für Nachbesserungen am Gesetzentwurf Dresden/Berlin, 18. März 2015: Für eine Korrektur des geplanten Kleinanleger-Gesetzes hat sich das Crowdfunding-Portal „Seedmatch“ aus Dresden ausgesprochen. Wenn der Gesetzesentwurf in seiner jetzigen Form verabschiedet werde, seien gravierende Einschnitte für das noch junge Instrument der Finanzierung von Firmengründungen („Startups“) durch den Internetschwarm zu erwarten, schätzte das Unternehmen ein. Insbesondere die vorgesehenen Prospekt- und Selbstauskunfts-Pflichten seien ein ernstes Hemmnis. „Der zur Zeit vorliegende Entwurf sieht zwar Bereichsausnahmen für Schwarmfinanzierungen vor, diese benötigen jedoch noch einige Nachbesserungen, um diese junge Branche nicht schon jetzt zu stark in ihrem Wachstum zu hemmen“, schätzte „Seedmatch“-Sprecherin Sabine Drotbohm auf Oiger-Anfrage ein.

Ursprünglich woillte Prof. Christof Fetzer von der TU Dresden nur sein Haus effektiv heizen. Entstanden ist daraus ein innovatives Konzept, die Abwärme dezentraler Rechenzentren ökologischer zu nutzen. Foto: Cloud & Heat, Seedmatch

Berechnende Öfen

Dresdner „Cloud & Heat“ sammelt Geld vom Internetschwarm, um auch US-Eigenheime mit Computern zu beheizen Dresden, 15. Dezember 2014: Statt Rechenzentren aufwendig herunterzukühlen und die Abwärme unökologisch in die Luft zu pusten, heizt die junge Dresdner Firma „Cloud & Heat“ mit Hochleistungs-Computern ganze Häuser – und vernetzt sie zu virtuellen Rechenzentren. Weil das Konzept ankommt, möchten die Sachsen ihre „grünen“ Rechenwolken nun auch international anbieten, insbesondere in den USA. Das Anschubkapital für diese Expansion wollen sie teilweise online einsammeln – über die Dresdner Internetschwarm-Plattform „Seedmatch“. Mit dem Erlös könne das Unternehmen seine „vielen Ideen sehr schnell umsetzen“, betonte „Cloud&Heat-Gründer und -Chef René Marcel Schretzmann.

Vor allem Kunst- und Sozial-Projekte setzen zunehmend auf Schwarmfinanzierung (Crowd Funding). Abb.: Kickstarter

66 % Erfolgsquote: Bisher 82 Dresden-Projekte schwarmfinanziert

Wächterhaus, Apokalypse & Co. per Crowdfunding unterstützt Dresden, 23. Mai 2014: Seien es nun Gelder für ein „Wächterhaus“, Apokalypse-Konzerte oder neue Konzepte, um die Abwärme von Rechenzentren sinnvoll zu nutzen: Das noch junge Instrument der Schwarmfinanzierung („Crowdfunding“) hat sich offensichtlich für viele Dresdner Projekte bereits ausgezahlt. Laut einer – nicht vollständigen – Statistik, die der Dresdner Kulturmanager Steffen Peschel jetzt erstellt hat, wurden bisher 125 Projekte von Dresdnern oder für Dresden auf Crowdfunding-Plattformen gestellt, davon erreichten bislang 82 Projekte ihr Finanzierungsziel, was einer Erfolgsquote von zwei Dritteln entspricht.

Der VibeWrite-Stift "sieht" per Texterkennung Rechtschreibfehler und vibirert, wenn etwas falsch geschrieben wurde. Foto: VibeWrite/ Seedmatch

Geld vom Internetschwarm

Immer mehr Dresdner Künstler und Gründer setzen auf „Crowdfunding“ Dresden, 13. Mai 2014: In Dresden gewinnt die Schwarmfinanzierung von Projekten per Internet, das „Crowdfunding“, an Bedeutung – kulturell wie wirtschaftlich. So sind hier mit „Start Next“ und „Seedmatch“ zwei der führenden deutschen Internetplattformen für Schwarmfinanzierung gewachsen, die bisher in Summe über 23 Millionen Euro für neue Ideen aufgetrieben haben.