Alle Artikel mit dem Schlagwort: Cobotics

Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD, links) und Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU, rechts) erproben in der VW-Manufaktur Dresden die Wandelbots-Sensorjacken, um einen Kuka-Industrieroboter anzulernen. Foto: Oliver Killig, VW

Sechs Millionen Euro für Wandelbots Dresden

Junges Robotik-Unternehmen will nach China expandieren Dresden, 13. Dezember 2018. „Wandelbots“ aus Dresden bekommt sechs Millionen Euro frisches Kapital. Das hat das junge Robotik-Unternehmen heute mitgeteilt. Dahinter stehen Risikokapitalisten wie „Paua Ventures“ und der „EQT Ventures Fonds“, aber auch Bestandsinvestitionen. Mit dem Geld wollen die Dresdner ihr Industriegeschäft in Deutschland ausbauen und nach China expandieren.

Ein 5-Achs-Roboter bearbeitet im Steinmetzbetrieb Schubert einen Marmorblock. Foto: André Wirsig für die Handwerkskammer Dresden

„Um die Digitalisierung kommt das Handwerk nicht herum“

Die Dresdner Steinmetz-Unternehmung von Sven Schubert hat sich in der Denkmalpflege deutschlandweit einen guten Ruf erarbeitet – auch durch die Verbindung von Handwerk und Hightech Dresden, 1. Oktober 2018. Im Norden von Dresden, nicht weit von den großen Chipfabriken, türmen sich am Rande der Radeburger Straße schwere Brocken. Wer über den Hof und durch die Werkstätten von Sven Schubert schlendert, sieht steingewordene Träume: Hier der Sandstein-Adler, der davon träumt, sich in die Lüfte zu erheben. Da ein Kopf mit Dreispitz, der in die Sonne blinzelt und sich vorzustellen versucht, wie es wäre, einen Körper zu besitzen. Und dann dieser Krieger: halb antiker Spartiat, halb futuristisch gerüsteter Soldat der Jetztzeit. Zur Maschine geworden sei er, sagt Steinmetz Schubert über den behelmten Kopf. Bar menschlicher Individualität hat er die Gesichtszüge in den Stein gehauen. „Das ist aus der Zeit, als ich einzig und allein Künstler sein wollte“, erzählt Schubert und lässt die Lachfalten um die Augen spielen. „Zum Glück hatte meine damalige Lebengefährtin einen Job, von dem wir beide irgendwie leben konnten.“

Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD, links) und Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU, rechts) erproben in der VW-Manufaktur Dresden die Wandelbots-Sensorjacken, um einen Kuka-Industrieroboter anzulernen. Foto: Oliver Killig, VW

Wandelbots-Sensorjacken trainieren VW-Roboter in Dresden

Dresden, 11. März 2018. Volkswagen und die Dresdner TU-Ausgründung „Wandelbots“ kooperieren beim Roboter-Training bei der E-Golf-Produktion in der gläsernen VW-Manufaktur Dresden. Das haben beide Unternehmen beim Technologiefestival „South by Southwest“ (SXSW) in Austin in Texas mitgeteilt. “Ziel ist es, mit der Einrichtung und dem Betrieb einer innovativen Erprobungsstation in der Gläsernen Manufaktur neue MRK-Anwendungen in der Fahrzeug-Endmontage zu testen und zur Serienreife zu bringen”, hieß es von VW.

Cobotics alias Mensch-Roboter-Kooperation (MRK) im VW-Labor: Der Prototyp ist zwar starr und nicht mobil, zeigt aber, wie die gefahrlose Zusammenarbeit von menschlichen Arbeitern und Robotern funktionieren könnte. Foto: VolkswagenCobotics alias Mensch-Roboter-Kooperation (MRK) im VW-Labor: Der Prototyp ist zwar starr und nicht mobil, zeigt aber, wie die gefahrlose Zusammenarbeit von menschlichen Arbeitern und Robotern funktionieren könnte. Foto: Volkswagen

VW testet Kooperation von Mensch und Roboter

Autokonzern setzt für Cobotics auf Laserscanner und Farbfelder Wolfsburg, 16. Februar 2018. Volkswagen testet derzeit die Mensch-Roboter-Kooperation (MRK), englisch auch „Cobotics“ genannt. Durch Laserscanner soll es möglich werden, dass Menschen und (teils auch mobile) Roboter in den hochautomatisierten Fabriken der „Industrie 4.0“ gefahrlos „Hand in Kralle“ zusammenarbeiten können – ganz ohne die Zäune und Lichtschranken, in die heutige Industrieroboter eingehaust werden. Deshalb heißt das Experiment bei VW auch „Automatisierung ohne Schutzzäune“.

Zwischen dem Gestern und dem Morgen: Schon zu DDR-Zeiten, als es noch das Fortschritt-Kombinat mit seinen Großfabriken für Mähdrescher, Traktoren und andere Landmaschinen gab, konzentrierte die TU Dresden ihre Agrartechnik-Experimente an der Südhöhe in Dresden. Im Vordergrund steht ein mit moderner Steuerungstechnik ausgerüsteter "New Holland"-Traktor, an dem die Ingenieure neue Bodenbearbeitungs- und Ernte-Anhänger ausprobiert. Foto: heiko Weckbrodt

Der Roboter erntet

IDTEchEx: Landwirtschaft ist still und leise zum Vorreiter für autonomes Fahren geworden Cambridge, 13. September 2017. Die Landwirtschaft könnte neben der Autoindustrie zum Vorreiter für automatisches und autonomes Fahren werden. Das hat das Marktforschungs-Unternehmen „IDTechEx“ aus Cambridge in der Studie „Agricultural Robots and Drones 2017-2027: Technologies, Markets, Players“ prognostiziert.

Das Industriemuseum schlägt auch den Bogen zu den hochautomatisierten Roboterfabriken der Gegenwart und Zukunft. Foto: Heiko Weckbrodt

China geht auch bei Robotern vornweg

Peking, 30. August 2017. Es war einigermaßen überraschend für das deutsche Publikum, als China im vergangenen Jahr das größte und sehr erfolgreiche deutsche Roboterunternehmen Kuka gekauft hat. Wer sich allerdings etwas genauer für die chinesische Wirtschaftspolitik interessiert, wird weniger überrascht sein. China hat ein ehrgeiziges Programm zur Entwicklung der Hochtechnologien, genannt „Made in China 2025“. Damit will China im Jahre 2025 an die Weltspitze bei der Mikroelektronik, Elektromobilität und eben auch Robotertechnik.