Alle Artikel mit dem Schlagwort: Cobotics

Ingenieur Harald Heinrich von Infineon führt im Wandelbots-Studio in Dresden die neue Mensch-Erkennung für mobile Roboter vor. Heiko Weckbrodt

Roboter ergründen die Wege der Menschen

Infineon rüstet seine Reinraum-Kobots mit KI und moderner Sensorik auf, um Vollbremsungen überflüssig zu machen Dresden, 5. Juli 2021. Neuartige Sensoren und „Künstliche Intelligenz“ (KI) aus Dresden helfen Roboter und Mensch künftig, in Fabriken enger zusammenzuarbeiten, ohne sich gegenseitig zu behindern. Eine Beispiellösung dafür haben Infineon, Wandelbots, der Smart Systems Hub Dresden, SAP und „Objective partner“ in einer gemeinsamen „Digital Product Factory“ (DPF) entwickelt. Dadurch können selbstständig durch Chipfabriken rollende Roboter, die zum Beispiel das Reinraumwetter messen oder Siliziumscheiben (Wafer) in entlegene Hallenecken transportieren, nun flexibler Menschen ausweichen.

Das Exzellenzcluster Ceti an der TU Dresden widmet sich dem intuitiven Miteinander von Mensch und Maschine. Foto: CeTI_Technisches-Design TU-Dresden.

Exzellenzforscher gehen mit Robotern und KI in die Schulen

Ceti Dresden will Jugendlichen die wundervolle Welt der Ingenieure und Naturforscher nahebringen Dresden, 9. Juni 2021. Um Mädchen und Jungen beizeiten an die wunderbare Welt der Natur- und Ingenieurwissenschaften heranzuführen, haben sich die Forscherinnen und Forscher vom Dresdner Exzellenzzentrum „Ceti“ eigene Unterrichtsstunden in Robotik und „Künstlicher Intelligenz“ (KI) ausgedacht. Damit gehen sie nun in die Schulen, teilt die TU Dresden mit.

Die Visualisierung zeigt den Reifenmontage-Roboter aus dem Komaa-Projekt. Foto: HTW Dresden

Mehr Roboter für Sachsens Handwerker und Zulieferer

Ingenieure aus Chemnitz und Dresden wollen eine eigene Roboterindustrie aufbauen und klassische Gewerke auf Industrie 4.0-Niveau heben Chemnitz/Dresden, 27. Mai 2021. In Sachsen soll ein eigene Roboterindustrie mit langen Wertschöpfungsketten entstehen. Um diesen Plan zu unterstützen, starten Ingenieure und Wissenschaftler aus Chemnitz und Dresden im Oktober 2021 ein neues Verbundprojekt „Smarte Robotik für zeitflexible, immersive und ortsunabhängige Teamarbeit in Handwerk und Industrie“ (SmaRTHI). Das hat Professor Dirk Reichelt heute auf der virtuellen Fachkonferenz „Silicon Saxony Day“ in Dresden angekündigt.

Die Kombination zum Tresor würde auch keiner anderen zeigen. Doch bem Online-Banking lassen sich viele Deutsche über die Schulter schauen. Foto (bearbeitet): Heiko Weckbrodt

Velektronik, Morpheus & Co: Wie sehr können wir unserer Elektronik vertrauen?

  Unternehmer und Forscher diskutieren beim „Silicon Saxony Day 2021“ über Spionage-Abwehr, Koboter, KI und die Stadt der Zukunft Dresden, 22. Mai 2021. „Industrie 4.0“ klingt ja eigentlich gut: nach Fortschritt, mehr Produktivität, Hochtechnologie. Aber wie sehr kann der Maschinenbauer in Europa eigentlich dem GPS-Ortungsgerät aus China, der Rechnerwolke aus Übersee oder dem Funketikett-Lesegerät aus Südostasien vertrauen, die er da in seiner frisch vernetzten Werkhalle im Einsatz hat? Vertrauenswürdige Elektronik und Software sind daher zu viel diskutierten Themen geworden – und zwar weltweit. Erst kürzlich stellten die US-Militärforschungsagentur „Darpa“ und die Uni Michigan einen „Morpheus“-Prozessor vor, der seine Rechenoperationen im Millisekunden-Takt immer neu verschleiert und verschlüsselt, um seine Geheimnisse zu wahren. Über 500 Hacker bissen sich am Versuch die Zähne aus, „Morpheus“ zu knacken. Auch in Europa ist die Diskussion um digitale Souveränität und vertrauenswürdige Elektronik in vollem Gange. So wollen auf dem „Silicon Saxony Day“ am 27. Mai 2021 in Dresden Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft unter anderem zukunftsweisende Konzepte für mehr informationstechnologische Sicherheit vorstellen.

Bionische Libellen bei einem Vorversuch an der Uni Auckland. Foto: Gottfried Boehnke für die TU Dresden

Roboterlibellen aus Dresden und Auckland schwärmen zur Hannovermesse aus

Neuseeländisch-sächsisches Technologie-Unternehmen „Poweron“ will seine künstlichen Muskeln 2021 zur Marktreife bringen Dresden/Auckland/Hannover, 11. April 2021. Erste Muster von Roboterlibellen, angetrieben von künstlichen Muskeln, will das sächsisch-neuseeländische Technologie-Unternehmen „Poweron“ ab Montag zur diesjährigen Hannovermesse vorstellen. Das geht aus einer Mitteilung des sächsischen Gründernetzwerks „Futuresax“ hervor, an dessen virtuellen „Poweron“ präsent sein wird.

Eine neue Generation von flexibel einsetzbaren und umschulbaren Robotern ermöglicht Hochautomatisierungs-Lösungen in Branchen und Einsatzszenarien, in denen künstliche Helfer bisher kaum üblich waren. Vor allem eine starke Sensorausstattung, künstliche Intelligenz (KI) und verbesserte Vernetzungskonzepte spielen bei Systemen wie diesem Lara-MRK-Gespann eine wachsende Rolle. Foto: Neura Robotics

Lösen neue Roboter deutsche Lieferketten-Probleme?

Hochautomatisierung könnte zur Re-Industrialisierung der Industrieländer führen Frankfurt am Main, 17. Februar 2021. Können Industrieroboter die deutschen Lieferkettenprobleme bei Pandemien und Katastrophen lösen, vielleicht gar zur einer Re-Industrialisierung der europäischen Industrieländer führen? Darauf deutet zumindest eine Trend-Analyse der „Internationalen Förderation für Robotik“ (IFR) aus Frankfurt am Main hin. Die Argumentation dabei: Die komplexen und lernfähigen Roboter von heute können nun auch viele Aufgaben erledigen, die Europas Industrie früher wegen des hohen Personalaufwandes in Entwicklungs- oder Schwellenländer delegiert hatte. Durch Hochautomatisierung und flexiblere Robotik verliert dann eben auch die Lohnkostenvorteile von China, Indien & Co. an Bedeutung.

So sieht der Roboter einen Menschen: Ein Forscher des Fraunhofer IWU demonstriert die industrielle Gestensteuerung aus der Perspektive eines Roboters. Abb.: Fraunhofer IWU

VW und Fraunhofer steuern Roboter mit Gesten

Fraunhofer Chemnitz hat die Technologie zur Praxisreife gebracht Chemnitz/Zwickau, 14. Februar 2021. Bis jetzt kannte man das eher von Spielekonsolen wie der „Wii“ oder aus Science-Fiction-Serien wie „The Expanse“: Durch bloße Gesten, etwa durch Wischbewegungen der Hand, steuern Menschen das Spielgeschehen auf der großen Leinwand oder blättern sich durch virtuelle Bibliotheken. Jetzt ist diese Technologie auch dort angekommen, wo die Maschinen jede Geste wirklich sicher erkennen müssen, weil sonst Menschen verletzt und erhebliche Werte vernichtet werden könnten: in der Industrie. Fraunhofer und Volkswagen erproben in der Autofabrik Zwickau nun die Steuerung von Robotern und anderen Maschinen durch menschliche Gesten. Das hat das Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik (IWU) aus Chemnitz mitgeteilt.

Coboworx-Mitgründer Olaf Gehrels. Foto: Joachim Stretz für Coboworx

Coboworx startet Ansiedlung in Dresden

Robotik-Unternehmen hofft auf Fachkräfte und Partner im neuen „Robot Valley“ Dresden/Osann-Monzel, 4. Dezember 2020. Das Robotik-Unternehmen „Coboworx“ hat mit seiner angekündigten Ansiedlung in Dresden begonnen. „Die Ansiedlung in Dresden ist im vollen Gange, die ersten drei Vollzeit-Software-Entwickler sind in den Universellen Werken bereits an Bord“, teilte Coboworx-Chef Olaf Gehrels auf Oiger-Anfrage mit.

Guten Tag Kollege! Roboter im Ceti-Labor an der TU Dresden. Foto: Heiko Weckbrodt

Dresden profiliert sich als Robotik-Hochburg

Wirtschaftsförderer hoffen auf neue Ansiedlungen und Jobs im „Robot Valley“ Dresden, 25. November 2020. Die kommunalen Wirtschaftsförderer werden Dresden in Zukunft als „Robot Valley“, also als Stadt der Robotertechnologien profilieren und bei Investoren anpreisen. Das hat Amtsleiter Robert Franke angekündigt. Die Robotik ergänze sehr gut die bisher gesetzten Schwerpunkte Dresdens als Herz des „Silicon Saxony“, wo sich bereits Chip- und Softwareschmieden konzentrieren.

Koboter - also kollaborative Roboter, die mit Menschen ohne Zaun zusammenarbeiten - sind zwar immer noch Nischenprodukte, doch dieser Teilmarkt wächst derzeit besonders dynamisch- Hier das Cobot-Modell "Yumi" von ABB. Foto: ABB / IFR

Deutschland hat am stärksten automatisierte Wirtschaft in Europa

Nirgends in der EU sind so viele Roboter im Einsatz wie in der Bundesrepublik Frankfurt am Main, 24. September 2020. Nirgends sonst in Europa sind so viele Roboter im Einsatz wie in der Bundesrepublik: „Deutschland ist in der Europäischen Union mit rund 221.500 Industrie-Robotern die am stärksten automatisierte Volkswirtschaft“, hat die Internationale Robotik-Förderation (IFR) in Frankfurt am Main mitgeteilt. Der Bestand sei im Jahr 2019 noch mal um drei Prozent gewachsen.

Doktorand Hongxi Zhu und Professorin Ulrike Thomas probieren gemeinsam den Laufroboter aus, in dem das nachgiebige Robotergelenk integriert werden kann, Foto Jacob Müller für die TU Chemnitz

Roboter lernen sanften Händedruck und Kniebeuge

Chemnitzer Forscher patentieren nachgiebiges Roboter-Gelenk Chemnitz, 27. August 2020. Kollaborative Roboter, die sogenannten Kobots, werden in naher Zukunft in der Industrie wie auch in den privaten Haushalten eine wachsende Rolle spielen – davon sind zumindest Marktanalysten überzeugt. Professorin Ulrike Thomas und Doktorand Hongxi Zhu von der TU Chemnitz haben dafür nun ein nachgiebiges Roboter-Gelenk patentiert. Das soll vermeiden, dass die künstlichen Assistenten aus Stahl, Plaste und Silizium die Menschen verletzten, mit denen sie zu tun haben. Das geht aus einer Mitteilung der TU Chemnitz hervor.

Simulations-Experten bereiten in virtuellen Fabriken den Einsatz von Robotern vor. Foto: ISG

Roboterfirma „Coboworx“ wechselt nach Dresden

Mit „digitalen Zwillingen“ wollen die Trierer mit Fraunhofer in Sachsen den Masseneinsatz kooperativer Roboter vorbereiten. Dresden, 4. August 2020. Die sächsische Landeshauptstadt profiliert sich derzeit als neuer aufstrebender Robotik-Standort. Und dieser Ruf hat nun auch zu einer Ansiedlung geführt: Die Roboter-Softwarefirma „Coboworx“ aus Trier ist deshalb ins Herz der Technologieregion „Silicon Saxony“ umgezogen. „Das technologische Umfeld und die wissenschaftliche Infrastruktur hier passen zu uns“, erklärte Coboworx-Mitgründer Olaf Gehrels. „Die Schnelligkeit und Interdisziplinarität in Dresden haben uns überzeugt.“

„Dresden ist ein Mekka der Automatisierung geworden“

Der Roboter-Kurs von Infineon Dresden war und ist umstritten – gilt aber längst als Blaupause für Europas Halbleiterindustrie. Dresden. In den Dresdner Chipfabriken von Infineon sind sie allgegenwärtig: Roboter. Manche haben knuddelige Robbenbaby-Augen, andere nur Arme. Einige stehen stoisch da und verrichten stundenlang die selben Stahlhandgriffe. Wieder andere rollen durch die Reinraumgänge und weichen artig menschlichen Kollegen aus, denen sie begegnen. „Es war ganz gut, dass wir bei denen die Köpfe dran gelassen haben“, meint Infineon-Automatisierungsexperte Harald Heinrich. „Dadurch haben die Mitarbeiter die Roboter viel besser akzeptiert.“

Wie verändert sich unser Alltag, wenn Roboter jeglicher Art überall präsent sind? Ein neuer Sonderforschungsbereich "Hybride Gesellschaften" an der TU Chemnitz geht dieser Frage nach. Monatge: Jacob Müller

Chemnitzer erforschen hybride Mensch-Roboter-Gesellschaften

Zehn Millionen Euro für Sonderforschung an der TU Chemnitz, 25. November 2019. Roboter verschiedener Intelligenzstufen werden in Zukunft viel öfter direkt mit Menschen zu tun haben als heute. Dazu zählen autonom fahrende Autos – alias Roboterautos – genauso wie mobile Industrierobotern in den hochautomatisierten und vernetzten Fabriken der „Industrie 4.0“. Wie aber wird dies unsere Gesellschaft und das Mit- oder Gegeneinander von Mensch und Maschine verändern? Diesen und ähnlichen Fragen gehen sächsische Wissenschaftler im neuen Sonderforschungsbereich „Hybride Gesellschaften – Menschen in Interaktion mit verkörperten Technologien“ an der TU Chemnitz nach. Die „Deutsche Forschungsgemeinschaft“ (DFG) hat dafür nun zehn Millionen Euro für die nächsten vier Jahre bewilligt, wie die Uni und die DFG heute mitgeteilt haben. Die sächsische Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange (SPD) gratulierte den Chemnitzern dazu.

Die Barkhausen-Forscher der TU Dresden wollen, dass Roboter und autonom fahrende Autos per Radar einander nicht nur orten, sondern sich darüber auch unterhalten können. Grafik: Heiko Weckbrodt

Barkhausen-Institut Dresden zeigt „sprechendes Radar“ zum 5G-Gipfel

Roboter und Autos sollen per Ortungssignal auch miteinander kommunizieren Dresden, 29. September 2019. Ein „sprechendes Radar“ für kollaborative Roboter und vernetzte Autos will das neue sächsische Barkhausen-Institut auf dem Mobilfunk-Gipfel „IEEE 5G Summit“ vom 30. September bis 2. Oktober 2019 in Dresden präsentieren. Das hat das neue Institut der TU Dresden angekündigt.