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Siebensachen-Softwareschmiede bekommt 3,5 Millionen Euro

Patrick Boden (links) und Steffen Prasse haben Itexia alias Seventhings gegründet. Foto: Seventhings

Patrick Boden (links) und Steffen Prasse haben Itexia alias Seventhings gegründet. Foto: Seventhings

Risikokapitalisten wittern Wachstumspotenzial in der Cloud-Inventarverwaltung

Dresden, 7. September 2022. Die Inventarsoftware-Firma „Seventhings“ (deutsch: Siebensachen) aus Dresden bekommt rund 3,5 Millionen Euro Wachstums-Zuschüsse von einer Risikokapitalisten-Gruppe. Das geht aus einer Mitteilung des Unternehmens, das bis vor kurzem noch als „Itexia“ agierte, hervor. Mit dem Geld will die Softwareschmiede ihre Inventarisierungs-Computerprogramme und Internet-Plattformen nun auch international besser vermarkten.

Mehr als 7 Sachen

Die in diesem Zuge vollzogene Namensänderung erklärt Mitgründer Patrick Boden so: „Siebensachen stehen von jeher für einen überschaubaren Besitz. Allerdings verfügen Unternehmen über eine schier unübersehbare Anzahl von Gegenständen. Dieser Zustand erschwert die Organisation einer global nachhaltigen Kreislaufwirtschaft. Wir ändern das.“

Blick auf die Inventarübersicht der Itexia-Plattform. Bildschirmfoto: Itexia

Blick auf die Inventarübersicht der Itexia-Plattform. Bildschirmfoto: Itexia

Zeiss, Bosch und Leica gehören zu den Kunden

Die Dresdner Uni-Absolventen Steffen Prasse und Patrick Boden hatten das Unternehmen 2014 unter dem Namen Itexia in Dresden gegründet. Spezialisiert ist es auf Rechnerwolken („Clouds“), in denen Industriebetriebe und andere Kunden ihre Maschinen, Computer, Möbel und anderes Inventar verwalten und deren Standort ermitteln können. Die dahinter stehenden Computerprogramme geben zudem auch Prognosen ab, ob und wann dieses Inventargegenstände repariert, verschrottet, wiederaufbereitet oder als Gebrauchtware weiterverkauft werden könnten. Zu den Kunden gehören Carl Zeiss, Robert Bosch, Jungheinrich, Leica, die Deutsche Börse, die Uni Magdeburg und die Stadt Wolfsburg. Insgesamt beschäftigt die Itexia GmbH, die nun als „Seventhings“ auftritt, rund 40 Menschen in Dresden, Berlin und Bern.

„Entscheidende Wettbewerbsvorteile“

Zu den Geldgebern der jüngsten Finanzierungsrunde für „Seventhings“ gehören der Mittweidaer Blockchain-Firmengründer Christoph Jentzsch, die Berliner Gruppe Saarbrücker21, Zalando-Mitgründer Julius Göllner und andere erfahrene Geschäftsleute. Außerdem beteiligt sich die Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Sachsen (MBG). „Wer Prozesse digitalisiert und genau Bescheid weiß über das Bestandsvermögen, wird entscheidende Wettbewerbsvorteile haben“, erklärt Mitfinanzier Oliver Manojlovic, welche Wachstumschancen er in dem Dresdner Unternehmen sieht. „In fünf Jahren werden sich viele ärgern, diesen Schritt nicht gegangen zu sein.“

Autor: hw

Quelle: Itexia, Seventhings

Zum Weiterlesen:

Wachstumskapital für Itexia