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Motoren aus dem 3D-Drucker und Hilfsbetten aus Pappe

Eine Kupferwicklung in Hairpin-Technik für einen Elektromotor aus dem 3D-Drucker. Foto: Additive Drives

Eine Kupferwicklung in Hairpin-Technik für einen Elektromotor aus dem 3D-Drucker. Foto: Additive Drives

Futuresax: 30 Innovationen aus Sachsen für Staatspreise des Freistaats nominiert

Dresden, 19. April 2021. Elektromotoren aus dem 3D-Drucker, Feldbetten aus Pappe für die schnelle humanitäre Hilfe, begsame Sensorfolien für die hochautomatisierten Fabriken der Industrie 4.0 und „Künstliche Intelligenzen“ (KIs), die essbare Pilze züchten – insgesamt 30 faszinierende Innovationen und Uni-Ausgründungen aus Sachsen haben es diesmal in die engere Auswahl für die sächsische Staatspreise für Gründer, Transfererfolge und Neuerungen geschafft. Das geht aus einer Übersicht der Innovationsplattform „Futuresax“ aus Dresden hervor, die diese Wettbewerbe für die Staatsregierung ausrichtet.

Jury gibt Gewinner im Juli bekannt

Insgesamt 135 Innovatoren, Gründerteams und junge Unternehmen hatten sich in diesem Jahr um den Sächsischen Gründerpreis, den Sächsischen Transferpreis und denSächsischen Innovationspreis beworben. Eine Fachjury hat nun 30 davon für die Endrunde zugelassen und will die Gewinner dann Mitte Juli 2021 bekanntgeben.

Stark in Maschinenbau, Lebenswissenschaften und Informationstechnologien

„Sachsens Innovationsgeist ist schon immer geprägt von einem traditionellen und breiten Erfahrungsschatz, beispielsweise im Maschinen- und Anlagenbau, und punktet gleichzeitig mit neuen Ideen und innovativen Geschäftsmodellen bei neuen Trends, wie beispielsweise die Life-Science-Branche“, betonte Futuresax-Chefin Marina Heimann. In diesem Jahr hätten zum Beispiel viele Bewerber ihre Neuerungen rings um den medizinischen Sektor und mit Blick auf die Pandemiebekämpfung eingereicht. Auch Projekte aus dem naturwissenschaftlich-technischen Sektor seien – wie traditionell in Sachsen stark im Wettbewerb vertreten. Dagegen seien Ideen aus den Informations- und kommunikationstechnologien (ITK) in diesem Jahr nicht ganz so stark vertreten. Viele der Gründungen seien im Umfeld der sächsischen Unis und anderen Forschungseinrichtungen gewachsen.

Jede dritte Innovation kommt vom Lande

„Futuresax“ hat seit 2010 insgesamt 70 Preise im Auftrag des Freistaates Sachsen verliehen. Insgesamt sind noch 90 Prozent der prämierten Unternehmen bis heute existent, berichten die Netzwerker. Über alle Jahre hinweg betrachtet seien unter den Bewerberbranchen der Maschinen- und Anlagenbau mit 19 %, die Lebenswissenschaften mit 17 % und die Informations- und Kommunikationstechnologien mit 16 % am stärksten vertreten gewesen. „Regional verteilt sind die Einreichungen durch Konzepte aus Dresden mit 42 %, Leipzig mit 22 % und Chemnitz mit 17 % geprägt, ein Drittel waren Ideen und Innovationen aus dem ländlichen Raum.“

Autor: Heiko Weckbrodt

Quelle: Futuresax

Die Nominierten im Überblick:

(Quelle: Futuresax, Eigenbeschreibungen der Nominierten)

Nominiert für sächsischen Gründerpreis

"Additive Drives" aus Dresden hat ein Verfahren entwickelt, um Prototypen von neuen, besonders effizienten Elektromotoren mit iundustrieellen 3D-Druckern - also als "Additive Fertigung" - herzustellen. Foto. Additive Drives

“Additive Drives” aus Dresden hat ein Verfahren entwickelt, um Prototypen von neuen, besonders effizienten Elektromotoren mit industriellen 3D-Druckern – also als “Additive Fertigung” – herzustellen. Foto. Additive Drives

Additive Drives GmbH (Dresden)

3D-gedruckte Elektromotoren

Mit 3D-gedruckten Elektromotoren will “Additive Drives” die Mobilitätswende beschleunigen. Durch Leistungssteigerungen um 45% sollen die Antriebe von morgen effizienter und leistungsfähiger werden. Durch die Technologien von “Additive Drives” sollen sich die Entwicklungszeiten für solche Antriebe von Jahren auf wenige Wochen reduzieren. Einsatzfelder sind der Automobilbau, die allgemeine Industrie, die Luftfahrt und der Rennsport. Das Unternehmen beschäftigt inzwischen 15 Ingenieuren, Forschern, Projektleitern und Vertriebsexperten.

bodenlicht-design (Neumark)

Bodenlicht-Gestaltung

Die Gestalter wollen jeden Raum mit Licht, Farbe und Design in ein einzigartiges Erlebnis verwandeln. Auf Knopfdruck wird das alles zum intuitiven Fluchtleitsystem. Entwickelt für Hotels und Eigenheime.

Brotgefühle GbR (Leipzig)

Die gluten-, weizenfreie vegane BIO-Bäckerei BROTGEFUEHLE in der Leipziger Innenstadt ist laut eigenen Angaben in Deutschland einzigartig. Die Backwaren werden tagesfrisch hergestellt. Hinzu kommen die nach eigenen Rezepturen entwickelten Fertigbackmischung für den Online-Versand.

sciendis GmbH (Leipzig)

Wund-Dokumentation

Die sciendis GmbH entwickelt digitale Helfer für die Pflegedokumentation, welche einfach und intuitiv zu bedienen sind. Mit dem Produkt WUNDERA werden Pflegekräfte bei der Dokumentation chronischer Wunden entlastet.

Semodia GmbH (Dresden)

Semantische Modellierung in der Prozessindustrie

Software und Dienstleistungen für die Effizienzsteigerung modularer Prozessanlagen. Zu den Kunden gehören Betreiber von verfahrenstechnischen Anlagen, Hersteller von Prozessmodulen und Hersteller von Automatisierungstechnik oder anderen Ingenieurwerkzeuge

AidBoards Dresden entwickelt und baut Möbel wie diese Feldbetten aus Pappe und mit anderen papierähnlichen Materialien. Foto: HTW, Airboards

AidBoards Dresden entwickelt und baut Möbel wie diese Feldbetten aus Pappe und mit anderen papierähnlichen Materialien. Foto: HTW, Airboards

AidBoards (Dresden)

Einwegmobiliar aus nachwachsenden Rohstoffen für die humanitäre Hilfe

AidBoards entwickelt nachhaltiges Mobiliar, optimiert für globale humanitäre Hilfe: Die Produkte, u.a. Feldbetten, sind für günstige und massenhafte Verfügbarkeit, einmaligen Transport und Aufbau sowie einfaches Recycling oder umweltverträgliche Entsorgung gestaltet. Dafür entwickelt AidBoardsk flach gepackte und leichte Bausätzen auf Basis von Schwerwellpappe und anderen Naturfasern.

Flexora (Dresden)

Flexible Sensorfolien für Industrie 4.0

Flexora ist ein Startup der TU Dresden, das eine neue Generation von Sensoren für die Industrie 4.0 entwickelt. Durch das Bedrucken von Folien mit organischer Elektronik entstehen Sensorfolien, die flexibel, konfigurierbar und günstig sind. Damit lassen sich große Flächen ausrüsten. Mit diesen Daten können ganze Anlagen und Prozesse digital abgebildet, überwacht und optimiert werden.

FungAI (Freiberg)

Kultivierung von Speisepilzen mittels KI, sowie Pilzproduktionsabfallverwertung zu PLA

Bei FungAI werden Speisepilze von einer KI kultiviert. Die dabei entstehenden Pilzzuchtabfälle werden über ein innovatives Verfahren zu Biokunststoff umgewandelt. In dem von der KI gesteuerten 3D-Drucker werden pilzzuchtprozessoptimierende Komponenten erzeugt. Polylactid-Überschüsse werden zur Etablierung einer regionalen PLA-Produktion sowie Gebrauchsgegenstandsfertigung aus Bioplastik genutzt.

LUBIS EDA (Kaiserslautern)

Agile Hardware Development – Chip Design der Zukunft

Die Idee ist in der Electronic Design Automation-Branche angesiedelt. Es wird eine revolutionäre Software zur automatisierten Generierung von Bauplänen für digitale Schaltkreise entwickelt. Diese werden zur Herstellung von Halbleiterbauelementen (z.B. Microchips) verwendet. Das schließt das „Semantic Gap“zwischen ESL- & RTL-Ebene. Hierdurch wird erstmalig agile Hardwareentwicklung ermöglicht

tediro GmbH (Leipzig)

tediro – die mobile Robotikplattform für Therapie und Diagnostik

Die Sicherstellung einer hohen Behandlungsqualität, steigende Dokumentationsaufwände, hoher Zeit- und Kostendruck sowie Fachkräftemangel bringen Kliniken zunehmend an ihre Grenzen. Die mobile Roboterplattform von tediro für eine Vielzahl an Therapien/Diagnosen sorgt hier künftig für Erleichterung.

Nominiert für den sächsischen Transferpreis:

  • Prof. (erem.) Dr. Jörg Steinbach, HZDR: GMP-Herstellung für Iod-123 markierte Radiopharmaka zur Diagnostik von Parkinson
  • Christoph Zeh, Fraunhofer IKTS: Ceracode / Senodis: Kennzeichnung und digitale Bauteilidentifzierung für die Metallindustrie
  • Dr. Agnes Schulze, Leibniz-Institut für Oberflächenmodifizierung e. V. (IOM): Veredelte Membranfilter für die nachhaltige Reinigung von Trink- und Abwasser
  • Johannes Blase, Fraunhofer-IWU: Hochgeschwindigkeits-3D-Druckverfahren – Screw Extrusion Additive Manufacturing (SEAM)
  • Prof. Dr. Jens-Peter Majschak, Fraunhofer-IVV: MADDOX – Selbstlernendes Assistenzsystem für Bediener und Techniker von Produktionsmaschinen
  • Prof. Dr. Jörg Rainer Noenning, TUD: Data4City (D4C)
  • Prof. Maik Gude zeigt im ILK-Technikum einen Roboter, der den Spezialmaschinen Hutablagen aus wiederverwerteten Faserverbundstoffen reicht. Foto: Heiko Weckbrodt

    Prof. Maik Gude zeigt im ILK-Technikum einen Roboter, der den Spezialmaschinen Hutablagen aus wiederverwerteten Faserverbundstoffen reicht. Foto: Heiko Weckbrodt

    Prof. Dr. Maik Gude, TU Dresden: Bilaterales Entwicklungs- und Transferprojekt „LeBatt“

  • Prof. Dr. Henning Zeidler, Bergakademie Freiberg: Additive Drives – 3D gedruckte Elektromotoren

Nominiert für den sächsischen Innovationspreis:

Amynova polymers GmbH (Zwenkau)

Amynova modifiziert nachwachsende Rohstoffe zu biologisch abbaubaren Biopolymeren, die als Zusatzstoff herkömmliche erdölbasierte Formulierungen ersetzen können. Die Biopolymere sorgen beim Einsatz mit Pflanzenschutzmitteln für einen besseren Wirkungsgrad. Damit ist es möglich, gezielter und mit niedrigerer Einsatzmenge gleiche oder bessere Resultate im Pflanzenbau zu erzielen. Der Landwirt kann so den Ertrag und die Qualität seiner Ernte verbessern.

Bretschneider Dachbau GmbH (Mühlau)

Neuartige, innovative Technologie für die Verbindung von Massivholzbauteilen

Neue Technologie, um Balken mit Buchendübel- und Bretter miteinander zu einem flächigen Massivholzbauteil zu verbinden. Und das ökologisch, leim- und metallfrei.

CleanTec Lighting GmbH (Leisnig)

Luft- & Oberflächenentkeimung für Gebäude und die Mobilitätsindustrie

Reduzierung von Viren in der Luft. Die Ansteckung von Menschen in Gebäuden und Zügen/PKW‘s soll verhindert werden. Die Systeme arbeiten ohne Umweltbelastung und Filter- Risiken. Die Clentec Systeme ermöglichen ein permanentes Abtöten von Viren (SARS) und Bakterien in der Luft. Die Geräte können in Räumen betrieben werden, die von Menschen gleichzeitig genutzt werden. Die Geräte haben ein 3 Kammer System, hier wird sicherstellt das keine Strahlung austritt. Eine Differenzierung zum Markt ist: Clentec Systeme können nach Anforderung gleichzeitig mit UVC, UVA und FAR- UVC arbeiten. Durch diese Zusatzeinstellung kann Geruchsbildung („alte Banane, nasser Hund“) reduziert und die Oberflächen (keine Menschen in Raum) von Viren und Bakterien reinigt werden.

FASA AG (Chemnitz)

Solares Bauen von Mehrfamilienhäusern

Wir haben aus Architektur und optimaler Nutzung der Sonne eine Symbiose entwickelt, um auch große Mehrfamilienhäuser möglichst ganzjährig mit Wärme zu versorgen. Die dabei entwickelte Konzeption nutzt die Fassadenflächen für Kollektoren als Wärmekraftwerk. Dies bringt auf Grund der Sonnenbahnen maximalen Ertrag im Winter, Vermeidung von Schneeauflagen und optimierte sommerliche Erträge. „Die Form folgt der Energie“ ist der Leitspruch und spiegelt sich in der klaren Formensprache des Baukörpers wider, welche die gesamte Solarthermieanlage – von den Solarkollektoren auf der Außenseite bis hin zum großen Solarspeicher im Inneren des Hauses – intelligent integriert. Die Entwicklung bringt Design, Technik und vergleichsweise niedrige Kosten bei sehr guten solaren Deckungsgraden > 50% zusammen.

ImpulsTec GmbH (Radebeul)

Reduzierung von Viren in der Luft.

Mittels der Schockwellentechnologie der ImpulsTec können komplexe Materialverbunde selektiv aufgetrennt werden und dass alles nur mit Strom und ohne Chemikalien! Applikationen von Elektroschrott über Batterien bis hin zu Halbleitermaterialien zeigen das große Potenzial. Die Schockwellen dringen tief ins Material ein, brechen es auf und ermöglichen durch die materialspezifische Trennung ein hochwertiges Recycling. So können beispielsweise galvanisierte Kunststoffe sauber entschichtet werden (Reinheit > 99 m%) um die Kunststoffe anschließend direkt in den Produktionskreislauf zurückführen zu können. Anfangs nur in Laborapplikationen – nun kontinuierlich anwendbar und beliebig skalierbar – die Schockwellentechnologie der ImpulsTec ist bereit für den breiten industriellen Einsatz.

ITEXIA GmbH (Dresden)

digitale Plattform für Gegenstände.

ITEXIA bietet die digitale Plattform für Unternehmen, um die Transparenz zu den Inventargegenständen zentral an einer Stelle zu schaffen. Alle Daten und Prozesse werden übergreifend aus allen Bereichen und vorhanden Tools an einer Stelle zusammen geführt, zu jedem genutzten Gegenstand (Bsp.: Mobiliar, IT-Equipment, Geräte, Maschinen oder auch gemietete Inventare). Wir helfen damit Unternehmen den Prozess vollständig zu digitalisieren und den aktuellen manuellen Aufwand der Verwaltung komplett zu eliminieren. Dies schafft die Basis, um den Lebenszyklus eines Inventargegenstand in Zukunft einfacher zu schließen und dadurch, Ressourcen- und Materialverschwendung zu vermeiden. Bis 2025 werden mit ITEXIA über 500 Millionen Gegenständen dadurch verwaltet – zentral, digital und nachhaltig.

in-tech smart charging GmbH (Leipzig)

Erweiterung der Produktpalette um V2G-Schnittstelle (Vehicle-to-Grid)

Vehicle-to-Grid (V2G) ist ein System, mit dem Elektrofahrzeuge (EVs), wenn sie an ein V2G-Ladegerät angeschlossen sind, bidirektionale Energie- und Datenflüsse bereitstellen können. Diese Technologie ermöglicht langfristig die Verwendung von EV-Batterien als netzgebundener Energiespeicher. In den vergangenen Jahren haben wir unser Produktportfolio erweitert, um sowohl auf der Ladestations- als auch auf Fahrzeugseite eine V2G-Integration basierend auf dem Kommunikationsstandard ISO 15118 anbieten zu können. Dies umfasst sowohl Produkte für das Laden mit Wechselstrom als auch für Schnellladen mit Gleichstrom. Mit diesen Produkten sind wir bereits auf eine Zukunft vorbereitet, in der Elektrofahrzeuge anstelle einer Belastung eine stabilisierende Kraft für das Netz darstellen.

METROM Mechatronische Maschinen GmbH (Hartmannsdorf)

Hybrides 5-Achs-Bearbeitungszentrum für die Herstellung von Bauteilen aus Metall und Kunststoff

Metrom steht seit 2001 für Sondermaschinen auf der Basis einer patentierten Parallelkinematik. Diese wurden konsequent von stationären Fräsmaschinen weiterentwickelt zu mobilen Fräsmaschinen (2008) und weiterhin durch Technologieintegration auf Kundenwünsche hin erweitert. 2019 erfolgte die Integration des SEAM (Screw Extrusion Additive Manufacturing) Verfahrens zum 3D-Druck und der spanenden Bearbeitung von Kunststoffen. Die nächste Stufe ist die Integration des Lichtbogenauftragsschweißens in das gleiche Anlagensystem, sodass der Anwender sich flexibel auf die jeweiligen Eigenschaftserfordernisse der Bauteile einstellen und auf Basis kostengünstiger Rohmaterialien (Schweißdraht oder Granulat) extrem schnell und kostengünstig additiv und subtraktiv ein Produkt herstellen kann.

Das Spezialtextilien-Unternehmen Norafin Industries - hier im Foto: Azubi Sven Hartwig - hat mit Unterstützung der Wirtschaftsförderung im Sommer 2012 mit einer 12,5 Millionen Euro teuren Produktionserweiterung in Mildenau im Erzgebirge begonnen. Bis Ende 2013 soll die Mitarbeiterzahl dort von 100 auf 140 wachsen. Foto: Wolfgang Schmidt, Norafin

Blick in die Fertigung von Norafin Industries – hier auf dem Archivfoto: Sven Hartwig. Foto: Wolfgang Schmidt, Norafin

Norafin Industries (Germany) GmbH (Mildenau)

Vom Reißbrett zur zertifizierten FFP2 Maske – Die Sachsenmaske

Mit dem Know-how, den Vliesstoffen aus eigener Produktion und dem Anspruch „aus Sachsen und für Sachsen“ wurde im März 2020 pandemiebedingt mit der Maskenentwicklung und -herstellung begonnen. Dazu wurde der eigene Filtrationsprüfstand mit einem Aerosolgenerator für NaCl und Paraffinöl erweitert. Mehr als 300 Prüftests wurden durchgeführt, um eine optimale Lagenzusammensetzung und –struktur für eine neuartige FFP2 Maske zu generieren und die Leistungsmerkmale zu erreichen. Bereits Anfang Juni 2020 wurden erste Masken auf der Linie bei XENON gefertigt und zur FFP2 Zertifizierung eingereicht. Zwischenzeitlich wurden weitere Maskengenerationen entwickelt. Anfang Dezember 2020 erhielt Norafin das FFP2 Zertifikat und konnte die vollautomatisierte Produktion starten.

Eines der früheren 3D-Displays von SeeReal. Foto: SeeReal

Eines der früheren 3D-Displays von SeeReal. Foto: SeeReal

SeeReal Technologies GmbH (Dresden)

Holografische 3D-Displays für breiten Anwendungsbereich

SeeReal entwickelte eine neue Generation von holografischen 3D (H3D) Displays, die natürliches Sehen, in unbegrenzter Tiefe, ohne zusätzliche Brille, für beliebige Anwendungen und basierend auf herkömmlichen Datenformaten ermöglichen. H3D Displays können im professionellen Bereich ebenso eingesetzt werden, wie für PC-Spiele oder automobile Anwendungen. Gemeinsam mit Volkswagen realisierte Holografie-Prototypen, um den Einsatz solcher Holo-Bildschime in zukünftigen Fahrzeugen zu erproben.

scanacs GmbH (Dresden)

scanacs-Plattform – Direktabrechnung für Apotheken

Aktuell werden jährlich in den mehr als 18.000 Apotheken rund 500 Millionen Rezepte durch Patienten eingereicht. Die endgültige Beantwortung der Frage, ob das verordnete Arzneimittel erstattet wird, dauert aufgrund sehr komplexer Prozesse bis zu zwölf Monate. Scanacs hat eine Lösung entwickelt, mit der ärztliche Verordnungen in Echtzeit bei der Arzneimittelabgabe auf ihre Erstattungsfähigkeit hin geprüft und anschließend direkt von der Apotheke abgerechnet werden können. Durch ein Ticketsystem besteht zusätzlich die Möglichkeit, dass die Mitarbeiter in Apotheken und Krankenkassen miteinander kommunizieren. Damit werden Patienten bei genehmigungspflichtigen Leistungen unnötige Wege erspart

Video: Der SoccerBot360
in Aktion (Quelle: Umbrella):

Umbrella Software Development GmbH (Leipzig)

SoccerBot360

Umbrella hat mit dem “SoccerBot360” einen virtuellen Fußballtrainer vor allem für Profi-Spieler entwickelt. Die Arena hat eine 80 m² große Spielfläche mit Projektionswänden, auf die Beamer Spielsituationen werfen. Sensoren und Computer werten dann die Bewegungsmuster der Übenden aus. Im SoccerBot360 werden Handlungsschnelligkeit, peripheres Sehen und Orientierung im Raum geschult. Die Software ermöglicht neuartige Trainingsreize mit adaptivem Schwierigkeitsgrad bei großer Abwechslung in den Übungen. Die Spieler werden mit frei konzipierbaren virtuellen Situationen konfrontiert und lösen diese immer mit Ball am Fuß oder in der Hand.