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Jungheinrich steigt bei Akku-KI-Firma Novum Dresden ein

Novum-Ingenieur und -Gesellschafter Jens Haupt misst ein Elektronikmodull aus. Foto: Heiko Weckbrodt

Die Archivaufnahme zeigt Novum-Ingenieur und -Gesellschafter Jens Haupt, wie er ein Elektronikmodull ausmisst. Foto: Heiko Weckbrodt

25-MW-Stromspeicher mit ausrangierten Fahrzeug-Batterien in Freiberg geplant

Dresden/Freiberg, 18. Februar 2022. Um die Akku-Überwachungs-KIs aus Dresden besser nutzen zu können, hat sich die „Jungheinrich“-Tochter „JT Energy Systems“ aus Freiberg nun am Dresdner Unternehmen „Novum Engineering“ beteiligt. Das hat Jungheinrich mitgeteilt.

Künstliche Intelligenz ermittelt Rest-Lebensdauer der Akkus

JT Energy Systems will die Expertise der Dresdner vor allem einsetzen, um die Lebensdauer ausgedienter Fahrzeugbatterien genauer einschätzen zu können, um sie in stationären Stromspeichern wiederzuverwerten. Für solche und ähnliche Akk-Managementsysteme setzt Novum bereits seit geraumer Zeit eines eigene „Künstliche Intelligenz“ (KI) ein. Die soll auch beim nächsten Großprojekt von JT zum Zuge kommen: Die Jungheinrich-Tochter wird für einen Großbatteriespeicher mit 25 Megawatt Spitzenleistung, den „Tricera Energy“ in Freiberg bauen will, die gebrauchten Lithium-Ionen-Akkus zuliefern.

2. Leben für mobile Energiespeicher

„Lithium-Ionen-Batterien halten oft länger als die Fahrzeuge, in denen sie eingesetzt werden“, versicherte JT-Chefin Reinhild Kühne. „Künftig sind wir noch besser in der Lage, das ganze Potenzial der Batterie auszuschöpfen, um sie sinnvoll in einem zweiten und dritten Leben weiterzuverwenden.“ Die auf künstlicher Intelligenz basierenden Testsysteme von Novum analysieren laut Unternehmensangaben den Zustand gebauchter Lithium-Ionen-Batterien dafür präzise bis auf Zellebene. „Wir wissen nach nur 90 Sekunden genau, wie hoch die Restkapazität einer Batterie ist“, teilte Novum-Chefin Mandy Schipke mit. „Dadurch können wir berechnen, wie lange die jeweilige Batterie in verschiedenen Einsatzszenarien noch genutzt werden kann. Die Erfahrung hat gezeigt, dass es auch in vielen bisher ausrangierten Batterien noch Zellen gibt, die gut und sicher nutzbar für eine weitere Verwendung sind.“

Wie umfangreich die Beteiligung von JT an Novum ist oder sonstige Details der Transaktion wollte Schipke nicht verraten. Novum entstand 2014 in Dresden und ist auf die KI-gestützte Akku-Gesundheitsüberwachung spezialisiert. Im Herbst 2020 hatte das Unternehmen 17 Beschäftigte. Wie groß die Novum-Belegschaft jetzt hat, wollte Schipke nicht verraten.

Autor: hw

Quelle: Jungheinrich, Novum