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E-Motoren aus dem 3D-Drucker

Eine Kupferwicklung in Hairpin-Technik für einen Elektromotor aus dem 3D-Drucker. Foto: Additive Drives
Eine Kupferwicklung in Hairpin-Technik für einen Elektromotor aus dem 3D-Drucker. Foto: Additive Drives

„Additive Drives“ aus Dresden und Freiberg für Gründerpreis nominiert

Dresden, 18. August 2022: Ganz neue Bauformen und Materialien werden durch 3D-Drucktechnologien für den Elektromotoren-Bau möglich. Davon sind die Gründer des jungen Dresdner Unternehmens „Additive Drives“, das eben erst für den „Deutschen Gründerpreis“ nominiert wurde, überzeugt: Dort wo bisher Kupferdraht gewickelt wurde, können mit additiven Fertigungsverfahren nun auch effizientere Geometrien und Werkstoffe realisiert werden. Das macht stärkere elektrische Motoren auf kleineren Raum möglich – zum Beispiel in Autos, Straßenbahnen. Küchengeräten oder Flugzeugen. „Additive Drives“-Mitgründer Jakob Jung hält 45 Prozent mehr Leistung für Motoren, die so gefertigt sind, für möglich.

Gründerquartett umfasst Autoingenieure und 3D-Druck-Spezialisten

Entstanden war das Unternehmen im Juli 2020 als „Kind“ der Bergakademie Freiberg. Das Gründungsquartett umfasst die Automobil-Experten Dr. Jakob Jung (38 Jahre) und Philipp Arnold (28) sowie die 3D-Druck-Experten Axel Helm (34) und Lasse Berling (28). Sie haben sich auf 3D-Drucktechnologien spezialisiert, sie auch mehrere Metalle wie Kupfer und Aluminium verarbeiten können, um daraus komplexe Geräte wie eben Elektromotoren herzustellen. In ihren additiven Anlagen schmelzen sie mit Lasern das Ausgangsmaterial auf und erzeugen aus dieser Schmelze dann schichtweise die aus den Computermodellen der Konstrukteure vorgegebenen Strukturen.  Inzwischen hat der in Dresden angesiedelte Betrieb bereits 33 Beschäftigte.

Amazon, Toyota und Rolls Royce gehören zu den Kunden

Und die Konzepte der Dresdner kommen an: Zu den Kunden der erst vor knapp zwei Jahren entstandenen Firma gehören Autokonzerne wie Ford, Toyota, Porsche und Mercedes, die Flugzeugindustrie-Sparte von Rolls Royce, aber auch das Internetkaufhaus Amazon. Durch die Technologien von „Additive Drives“ sollen sich die Entwicklungszeiten für neue Elektromotoren von Jahren auf wenige Wochen reduzieren.

Nun ist „Additive Drives“ für den „Deutschen Gründerpreis 2022“ in der Kategorie „Start-up“ nominiert. Ob sie gewonnen haben, erfahren die Dresdner am 13. September 2022 bei der Preisverleihung in Berlin.

Autor: Heiko Weckbrodt

Quellen: Additive Drives, Bergakademie Freiberg, Tower Media / Deutscher Gründerpreis, Oiger-Archiv

Repro: Oiger, Original: Madeleine Arndt

Heiko Weckbrodt

[caption id="attachment_177887" align="aligncenter" width="155"]Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski Heiko Weckbrodt. Foto: Katrin Tominski[/caption] Heiko Weckbrodt war 16 Jahre als Redakteur bei den "Dresdner Neuesten Nachrichten" tätig und betreute dort neben anderen Themen die Schwerpunkte Wirtschaft, Technologieunternehmen und Forschung sowie die Computerseite. Studiert hat er Publizistik und Geschichte mit dem Fokus DDR-Wirtschaftsgeschichte. Inzwischen ist er als freiberuflicher Journalist tätig und publiziert vor allem auf der Nachrichtenplattfom "Oiger", schreibt aber gelegentlich auch für andere Magazine und Publikationen. Lieblingsbeschäftigung: Lesen! Privat schreibt er über seine Ausflüge auf dem Blog "Reise-Oiger". Heiko Weckbrodt ist Autor der Sachbücher

Profile

Kurzvita:

•  Geboren 1970 • 1991-96 Studium der Geschichte und Publizistik an der Freien Universität Berlin • 1990-1997: zunächst nebenberuflich, später als Vollzeitjob freier Journalist (u. a. Siegener Zeitung, Sächsische Zeitung, Dresdner Neueste Nachrichten) • 1999-2000 Volontariat bei den Dresdner Neuesten Nachrichten • 2000-2014: Redakteur bei den Dresdner Neuesten Nachrichten (u.a. Gerichtsreporter, Sozialpolitik, Wirtschaft, Forschung) • seit 2015: freiberuflicher Journalist und Herausgeber des Nachrichtenportals Oiger